Dienstag, 4. August 2026

Kleines Sammelsurium des Klimawandels: Waldbrände in Griechenland und den Niederlanden

Euronews hier 01/08/2026

Griechenland: Brände außer Kontrolle in Teilen des Landes

In Griechenland lodern weiterhin hunderte Brandherde. Trotz massivem Einsatz haben die Feuerwehren Probleme, die Feuer einzudämmen. Die meisten klassischen Ferienorte sind nicht direkt betroffen. Reisende sollten aber die lokale Lage prüfen, weil sich Waldbrände durch Wind schnell verändern können.

In der Region weht weiter ein starker Wind. Zur Brandbekämpfung sind 325 Feuerwehrleute mit 18 Waldbrand-Spezialeinheiten im Einsatz, unterstützt von Freiwilligen und 92 Fahrzeugen. Mit dem ersten Tageslicht nahmen 18 Löschflugzeuge und sieben Hubschrauber die Arbeit auf, einer der Hubschrauber koordiniert den Einsatz aus der Luft.

Vor Ort arbeitet auch die Spezialeinheit „DEYKALION“ sowie ein vom Generalstab der Nationalen Verteidigung bereitgestelltes Baufahrzeug. In Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung legen sie Brandschneisen an.

Zusätzliche Tanklöschfahrzeuge und Baumaschinen stellt zudem die Region Attika ebenso wie die Region Mittelgriechenland bereit.

Kräfte der griechischen Polizei sind im weiträumigen Gebiet verteilt, regeln den Verkehr und erleichtern so die Evakuierung der Bevölkerung.

Die stürmischen Winde schränken Löschflüge massiv ein. Ein Hubschrauber, der am frühen Morgen in das Gebiet eintraf, konnte wegen der widrigen Bedingungen keine Wasserabwürfe durchführen.



Zeit hier  Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, mns  4. August 2026

Waldbrand nahe der deutschen Grenzen breitet sich weiter aus

In einem niederländischen Waldgebiet nahe NRW brennt es weiter. Am Montagabend standen rund 21 Hektar in Brand, inzwischen ist das Feuer laut Behörden fünfmal so groß.

Der Waldbrand in den Niederlanden unweit der Grenze zu Nordrhein-Westfalen ist weiter nicht unter Kontrolle. In der Nacht zu Dienstag habe sich der Brand weiter ausgebreitet, teilten die Behörden der Provinz Limburg mit. Mittlerweile seien 100 Hektar betroffen. Bis Montagabend war von dem Naturschutzgebiet in der Nähe von Oostrum eine Fläche von 21 Hektar zerstört worden.

Rund 300 Einsatzkräfte waren in der Nacht vor Ort. Am Dienstagmorgen sollen zudem erneut Löschhubschrauber zum Einsatz kommen. »Wegen der Trockenheit kann sich das Feuer in Naturschutzgebieten schnell ausbreiten«, teilten die Behörden der Provinz auf ihrer Website mit. Zudem ändere der Wind immer wieder die Richtung und fache die Flammen an, wie ein Behördensprecher mitteilte. Die genaue Brandursache nannten die örtlichen Behörden bisher nicht.

Aufgrund des Brandes wurde bereits ein nahe gelegener Campingplatz geräumt. Zudem wurde der Zugverkehr in dem Gebiet eingestellt. Zahlreiche europäische Länder sind derzeit mit Hitze, Dürre und Waldbränden konfrontiert. 

Weitaus größere Brände bekämpfen die Feuerwehren weiterhin im südlicheren Europa und in Amerika. In Griechenland gibt es derzeit westlich von Athen Wald- und Buschbrände. Der Wetterdienst in Frankreich hat für heute eine erhöhte Waldbrandgefahr im Nordwesten des Landes ausgesprochen. Auch außerhalb Europas kommt es aufgrund der Hitze zu Großbränden.

 Im Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA haben drei Großbrände ganze Wohngebiete verwüstet, in Kanada melden die Behörden derzeit mehr als 800 Feuer.

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