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Mittwoch, 7. Juni 2023

Win-Win mit Pilzwäldern: Wie sich mit Speisepilzen die Klimaerwärmung bremsen ließe

Standard hier Klaus Taschwer 14. März 2023

Forscher schlagen vor, in Wäldern gezielt Pilze anzubauen – in unseren Breiten Edel-Reizker. Das hätte gleich doppelt positive Folgen fürs Klima

Die Lebensmittelproduktion leistet oftmals einen unterschätzten Beitrag zur Erwärmung des Planeten. Eine neue Studie kam erst vor wenigen Tagen zu dem Schluss, dass allein durch die Herstellung von Lebensmitteln die Durchschnittstemperatur auf dem Planeten bis zum Jahr 2100 um 0,9 Grad steigen könnte. 60 Prozent davon würden auf das Konto von Methan entfallen, weitere 20 Prozent auf CO2. Für die restlichen 20 Prozent sorgt das weniger bekannte Treibhausgas Lachgas, das vor allem von Düngemitteln stammt.

Wie also ließe sich Essbares klimaneutraler herstellen? Zwei britische Forscher warten im Fachblatt "PNAS" mit einem Vorschlag auf, der auf zweifache Weise gegen die Klimaerwärmung hilft: Wenn bewirtschaftete Flächen gezielt zur Speisepilzproduktion genützt würde, könnten solche zusätzlichen Wälder zum einen mehr Kohlenstoff binden. Zum anderen gäbe es mit den Speisepilzen eine proteinreiche und zudem kohlenstoffneutrale Nahrungsquelle.

Freitag, 9. Juni 2023

10 Grad kühler mit Pilzen – der etwas andere Kühlschrank

Noch ein bisher unbekannter Aspekt der Pilze, siehe dazu auch hier

Heise  hier 22.05.2023  Andrea Hoferichter

Ob Schimmel, Hefen oder Champignons: Pilze sind kälter als ihre Umgebung – und sie taugen als essbare Kühlmittel.

Radamés Cordero von Johns Hopkins University in Maryland, USA, ist so etwas wie ein Papparazzi für Pilze. In einem lokalen Park machte der Forscher schon mehrfach Jagd auf sie – mit einer Infrarotkamera. Rund 20 Arten konnte er so ablichten. Die Wärmebilder zeigen: Alle Pilze waren kälter als die Umgebung, oft um mehrere Grad Celsius. Zwar ist das Phänomen nicht neu. Aber es seien aber die ersten Untersuchungen des Effekts in freier Wildbahn und mit Wärmebildkamera, so Cordero.

Hinzu kommt: Infrarotaufnahmen von Schimmel- und Hefepilzen im Labor zeigen den gleichen Befund. "Die sogenannte Hypothermie, die von manchen Pilzen schon bekannt war, trifft auch auf die mikrobielle Welt zu. Die Welt der Pilze ist ganz offensichtlich besonders kalt", sagt Arturo Casadevall, ein Kollege Corderos und Co-Autor der kürzlich im Fachblattt "PNAS" veröffentlichten Studie.

Dienstag, 16. Juni 2026

Die Bedeutung und das Ausmaß dieser Pilze lassen sich kaum überbewerten

Auch die regenerative Landwirtschaft hat ihr Interesse an Pilzen entdeckt. Die Salemer Markgräfliche Landwirtschaft zumindest arbeitet damit, indem sie Pilzkulturen anzüchtet und ausbringt.

Standard hier Karin Krichmayr  13. Juni 2026,

Erste Pilz-Weltkarte enthüllt das verblüffende Ausmaß unterirdischer Netzwerke

Rätselhafte Subkultur: 
Erste Pilz-Weltkarte enthüllt das verblüffende Ausmaß unterirdischer Netzwerke
Würde man das Geflecht entwirren, würde es eine Milliarde Mal von der Erde zur Sonne reichen. Es versorgt Pflanzen mit Mineralstoffen und transportiert enorme Mengen an CO₂ in den Boden

Dienstag, 26. Dezember 2023

So sieht die Landwirtschaft der Zukunft aus

Die frohe Nachricht ist: Auch bei uns gibt es diese Ansätze schon, es ist gar nicht so weit weg!
Ich durfte vor Kurzem an einer Besichtigung der Markgräflichen badischen Verwaltung in Salem teilnehmen, die bereits auf regenerative Landwirtschaft umgestellt hat. Das hat durchaus Bedeutung, denn sie bewirtschaftet über 700 ha im Umkreis und war schon immer das große  Vorbild (im Guten wie im Schlechten) für viele der örtlichen Landwirte. 

Das Badische Haus hat vor wenigen Jahren erkannt, dass der übliche Humusschwund ihrer Landwirtschaft äußerst bedrohlich zu werden drohte und hat die Bewirtschaftung daher innerhalb kurzer Zeit extrem verändert. Der Boden bleibt nun immer bedeckt und folgt einer mehrjährigen Anbau-Strategie mit Wechsel der Fruchtfolgen. Aktuelle Boden-Analysen zeigen, dass der Humusaufbau bereits wieder eingesetzt hat durch die aktuelle Bewirtschaftung. 

Es werden neue Ansätze erprobt und verfolgt. Was mich sehr fasziniert hat, war der Ansatz der Bodenimpfung mit Bakterien oder Pilzen. In Salem wird vorrangig mit Pilzen gearbeitet, die im Laubblatt-Kompost, mit Blättern aus dem Wald, heranwachsen. Der große Vorteil: Pilze schließen Nährstoffe im Boden auf, die für die Pflanzen ansonsten nicht erreichbar wären. Herr Straßer und Frau Gindele, die beiden Fachkräfte im Betrieb, erklärten uns, dass bei Bodenproben festgestellte Mängel oft schon dadurch gelöst werden können. Sehr spannend, es geht also nicht darum, ständig weitere Nährstoffe auszubringen, sondern die bereits im Boden enthaltenen  Nährstoffe Pflanzen-verfügbar zu machen.

In diesem Zusammenhang wurde auch von der Problematik durch Bodenbearbeitung gesprochen, die die bereits im Boden vorhandenen, erwünschten Pilz-Mycele empfindlich schädigen kann. (siehe dazu auch andere Artikel zur Klimarelevanz von  Pilzen hier). Dieses Problem ist bisher noch ungelöst und muss durch ständig neue Impfungen gelöst werden. 

Auch das unten erwähnte "Mob Grazing" wird umgesetzt  und findet durch eine Zusammenarbeit mit dem örtlichen Schäfer statt.

Das Allerbeste aber ist: Die Verwaltung geht fachlich voran, ist aber ausdrücklich stark am Austausch und an einer Zusammenarbeit mit anderen Organisationen etc. interessiert. Wir werden hoffentlich noch mehr davon erfahren!


NTV hier  13.12.2023,Quelle: ntv.de, geo

Sechs Ideen für gesunde Erde

Die globale Nahrungsmittelproduktion bedroht die Erde: Sie laugt Böden aus, lässt Arten sterben, den Regenwald brennen und befeuert den Klimawandel. Doch das müsste nicht sein. Längst gibt es Mittel und Wege für eine nachhaltige Landwirtschaft. Sechs Beispiele, wie die Lebensmittelherstellung der Zukunft aussehen kann.

Montag, 25. August 2025

Etwa 80 Prozent der Bäume in Deutschland sind inzwischen krank.

 

Das Baum- und Waldsterben schreitet weiter voran.
Nur 21 Prozent der Bäume in Deutschland sind gesund. Zudem geht die Waldfläche weltweit stark zurück.

Zum ganzen Artikel: ➤ https://perspektive-online.net/?p=68038


Nur noch jeder fünfte Baum in Deutschland gesund

14.06.2025 von Perspektive Online, Lukas Beck

Der Klimawandel spitzt sich immer weiter zu: Etwa 80 Prozent der Bäume in Deutschland sind inzwischen krank. 

Global ist und bleibt der größte Feind der Natur dabei die kapitalistische Wirtschaftsweise.

Donnerstag, 7. Juli 2022

"Unsere Erde verliert fruchtbaren Boden – und bringt damit das Klima ins Wanken"

 

Spiegel hier Von Sebastian Spallek

»Klimabericht«-Podcast

Erdböden haben enormen Einfluss auf das Klima. Denn: Sie speichern Kohlenstoff in gigantischen Mengen. Durch den menschlichen Einfluss sind die aber akut bedroht. Kann man kranke Böden wieder herstellen?

Erdböden sind ein integraler Bestandteil unseres Klimasystems. Schätzungen zufolge sind weltweit über 2500 Milliarden Tonnen Kohlenstoff im Untergrund gespeichert – das ist etwa viermal so viel wie der Mensch seit Beginn der Industrialisierung durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe in die Atmosphäre gepustet hat.

Dieser unterirdische Kohlenstoffspeicher ist dynamisch. Das heißt: Der Stoffwechsel der Bodenorganismen setzt große Mengen des im Untergrund gebundenen Kohlenstoffs in Form von Kohlendioxid frei. Gleichzeitig wird eine entsprechende Menge Kohlenstoff durch Pflanzen und Pilze im Erdreich eingelagert und damit der Atmosphäre entzogen – ein wichtiges Fließgleichgewicht, das durch den menschlichen Einfluss gestört wird.

Weltweit ist der Boden einer Vielzahl von Stressfaktoren ausgesetzt. Er wird weggespült, ausgedörrt, versiegelt, überdüngt oder versalzen. Besonders die Landwirtschaft, die von fruchtbarer Erde abhängig ist, zerstört diese. Und auch Mikroplastik, Schwermetalle und Dürre belasten die Böden – all das setzt im Untergrund gespeichertes Kohlendioxid frei, was dramatische Folgen für unser Klima hat.

Ein weiteres Problem: Fruchtbares Land ist die Grundlage der globalen landwirtschaftlichen Versorgung. Um in Zukunft die Ernährung einer steigenden Weltbevölkerung zu sichern, müssen wir unsere Böden schützen und erhalten. Dem aktuellen »Global Land Outlook«-Bericht er Vereinten Nationen zufolge sind jedoch bereits 20 bis 40 Prozent aller Landflächen weltweit geschädigt – lässt sich eine weitere Zunahme noch aufhalten?

Dienstag, 13. Mai 2025

 Ravensburger Baumhausklimacamp:

Die Waldbesetzung im Altdorfer Wald blickt auf eine erfolgreiches und abwechslungsreiches Skillshare Wochenende, mit vielen begeisterten Besucher:innen und motivierten Aktivist:innen zurück.

Am Freitag gab es einen interessanten Workshop einer Aktivistin zu den menschenverachtenden und klimaschädlichen Machenschaften des Konzerns Heidelberg Materials.



Am Samstag gewährte Prof Dr. Weiss aus Tübingen (Mykologe und Mikrobiologe) spannende Einblicke in die faszinierende Welt der Pilze.

Wir freuen uns schon auf seinen Folgevortrag zu "Terra Preta" (Schwarze Erde) den er wieder in der Waldbesetzung halten und dazu in einem Baumhaus  übernachten wird.




Am Sonntag schließlich der Höhepunkt: 

Mit eindringlichen Texten und Ihrer ausdrucksstarken Stimme begeisterte die Songwriterin  Ronja Künstler aus Regensburg rund 80 Zuhörer:innen beim Muttertagskonzert, mitten im Wald, zwischen Baumhäusern.



Montag, 20. März 2023

Studie von BCG und Nabu: Bauern profitieren von regenerativer Landwirtschaft

 hier  Artikel von Alexander Preker • 20.3.23

Bis zu 60 Prozent höhere Gewinne sollen für Bauern drin sein: Nach einer Studie von Nabu und BCG lohnt sich die Umstellung auf regenerative Landwirtschaft. Umweltschutz und Ertrag sind demnach keine Gegensätze mehr.

Einige der weltweit größten Lebensmittel- und Agrarkonzerne haben es 2022 vorgemacht – und die verbreiteten Produktionsweisen lautstark kritisiert. Die Unternehmen wie Mars, McDonald’s oder Bayer verlangten einen Ausbau der regenerativen Landwirtschaft. Diese Forderung können sie nun auch ökonomisch stützen.

Größere Rücksicht auf den von ihnen bearbeiteten Boden würde Bauern laut einer Studie nämlich erheblich höhere Profite einbringen. Einer Umstellung auf regenerative Landwirtschaft, die den Boden nicht auslaugt, könnten nach sechs bis zehn Jahren bis zu 60 Prozent höhere Gewinne folgen, prognostizieren die Agrarexperten der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) und des Naturschutzverband Nabu in dem Papier.



Nabu  hier mit Studien-Download

Der Weg zu Regenerativer Landwirtschaft in Deutschland – und darüber hinaus
Gesundheit von Böden und Pflanzen im Fokus

Dienstag, 20. September 2022

Artenreichtum wäre bei uns Versicherung gegen verheerende Dürrefolgen

Von unserem Nachbarland Österreich, aber ebenso gültig für uns

Kurier  hier

Artenvielfalt als Rückversicherung bei zunehmender Dürre und Hitze - Noch Fragezeichen zu Veränderungen - Ökologe: "Politik sollte die Bevölkerung nicht unterschätzen"

Durch die Temperaturzunahme sind auch in unseren Breiten anhaltende Dürren und Hitzewellen präsenter geworden - der vergangene Sommer tat sein übriges dazu. Was diese Entwicklung für die Ökosysteme bringt, erforscht der Ökologe Michael Bahn in zahlreichen Projekten, die in viele Publikationen in hochrangigen Fachjournalen mündeten. Das Interesse an dem Thema sei "enorm hoch", um die Komplexität der Zusammenhänge zu verstehen, brauche es aber noch viel Forschungsarbeit.

Spätestens ab der großen Hitzewelle im Jahr 2003 in Europa sei das Thema "Dürre" hierzulande stärker ins Bewusstsein gerückt. Der zuletzt veröffentlichte IPCC-Report geht davon aus, "dass diese Extremwetterereignisse vermehrt auftreten" und "es noch längere und intensivere Trockenphasen geben wird", sagt der Forscher vom Institut für Ökologie der Universität Innsbruck im Gespräch mit der APA.

Dem Thema nähert sich die Wissenschaft einerseits mit Beobachtungsstudien etwa im Grasland oder in Wäldern, die in Mitleidenschaft gezogen wurden, oder in Experimenten an. In Letzteren versucht man gezielt, bestimmte Szenarien herbeizuführen und zu analysieren bzw. Bedingungen herzustellen, die in den kommenden Jahrzehnten mit hoher Wahrscheinlichkeit in Ökosystemen einer bestimmten Gegend herrschen werden.

Im Boden herrscht ein komplexes Wechselspiel zwischen Pflanzen und Bodenmikroorganismen. Was sich im Boden tut, hat auch starke Auswirkungen auf die Freisetzung von Treibhausgasen - allen voran CO2, aber auch das rund 300 Mal stärker als CO2 wirkende Lachgas (N2O).

Freitag, 19. November 2021

Biodiversität mitdenken

Dieser Artikel spricht mir aus dem vollsten Herzen, doch ich fürchte, wir sind weit entfernt davon, wenn ich die Infos aus den Koalitionsverhandlungen höre.

TAZ  hier 

Gastkommentar von Ulrike Fokken
Sie ist „Boomer for Nature“ und schreibt über Natur, Umweltpolitik, Wirt­schaft und Wildnis.

Die Ökosystemkrise muss ins Bewusstsein der Bevölkerung gelangen. Das bedeutet für die Ampel-Koalition, den Fortschritt neu zu definieren.

Zu gern wüsste man, ob sich die Koalitionäre was Schlaues ausdenken und Deutschland fit für den Klimawandel machen. Also nicht nur die erneuerbaren Energien ausbauen, wie es die Koalitionsverhandelnden haben durchblicken lassen, denn das reicht ja nicht aus. Herrgott noch mal, das wussten wir ja auch alle schon vor der Wahl, als der eine „Klimakanzler“ werden wollte und die andere eine „Klimaregierung“ versprach.

Doch in den Koalitionsverhandlungen beklagen sich die Grünen, dass Klima eben nicht „Chefsache“ sein wird, sondern sie SPD und FDP jedes bisschen Klimaschutz abverhandeln müssen, als sei der Klimawandel ein linksalternatives Projekt. Zwei Prozent des Landes soll mit Windenergieanlagen bebaut werden, von denen niemand sagen kann, wo diese rund 10.000 Quadratkilometer Landesfläche eigentlich herkommen sollen.

Die Ankündigung ist weder innovativ noch überraschend, denn nach beschlossenem Atom- und Kohleausstieg lag der Umbau des Energiesystems in der Luft. Wir wissen also noch nicht, ob die zukünftigen Koalitionäre das offenkundig nicht mehr gut funktionierende Gesundheitssystem reformieren und für Heißzeiten und Pandemien wappnen. Ob sie das Verkehrssystem so umbauen, dass Elektroautos selbst in der Gegend herumfahren und Menschen dort einsammeln, wo sie sind.

Ob sie also die Mobilität der Gesellschaft fördern und nicht den privaten Besitz PS-starker und teurer E-Autos. Ob sie Schulen und Hochschulen ausbauen, an denen junge Leute aus allen gesellschaftlichen Schichten und allen finanziellen Hintergründen Wissen erwerben und mehren, mit dem sie sich an den Klimawandel anpassen können. Ach, die Liste all der systemrelevanten Felder ist lang, die die zukünftige Koalition klimawandeltauglich reformieren muss.

Und sie muss die Klimapolitik mit dem noch viel größeren, lebenswichtigen, allumfassenden Thema verbinden, über das niemand spricht: mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt. Auf die Biodiversitätskrise hat die Ampel keine Antworten. Sie beschäftigt sich gar nicht erst mit Natur und Ökosystemen, und dass diese unfassbare Realitätsverleugnung durch die Poren der Verhandlungsräume nach außen sickerte, zeugt von dem Maß des Entsetzens einiger Verhandler, die sie nun öffentlich machten.

SPD und FDP begreifen kaum die Dimension des Klimawandels und der politischen Entscheidungen, die sie mit den Grünen fällen müssen. Die Krise der Ökosysteme sprengt die Vorstellungskraft aller drei Parteien. Beim Thema Natur geht es nicht mehr um den Schutz einer Orchideenwiese oder den Erhalt von 40 Quadratmeter Feuchtbiotop am Rande eines Gewerbegebiets, sondern es geht darum, eine politische Antwort auf den drohenden Zusammenbruch von Ökosystemen zu finden.

Ökosysteme wie ein Wald oder ein Fluss sorgen für Trinkwasser und kühlende Luft, sie filtern Feinstaub, verarbeiten bis zu einem bestimmten Maß Chemikalien und anderen Dreck der menschlichen Lebensweise, beherbergen bestäubende Insekten, Pilze, Kleinstlebewesen, die die Bäume, Tiere, kurzum die Natur am Laufen halten. Ökosysteme versorgen uns mit den Ökosystemdienstleistungen, ohne die uns auch Elektroautos und grüner Strom nicht durch den Klimawandel helfen.

Vielleicht bilden sich die Koalitionäre, die Beamten und die politischen Technokraten rund um die nächste Bundesregierung noch allesamt ein, dass Technik ausreicht, um die Klimakrise abzuwenden oder uns an die Erderwärmung anzupassen. Technik hilft nicht, um die Krise der biologischen Vielfalt zu mindern. Im Gegenteil.

Ökosysteme wie ein natürlicher Wald mit lebenden, alten und toten Bäumen, ein frei fließender Fluss mit umspülten Ufern und Auen, ein Moor oder eine Magerwiese arbeiten dann am besten, wenn der Mensch sich raushält. Raushalten bedeutet aber auch: keine industrielle Nutzung, kein Infrastrukturprojekt. Deutschland ist ein Industrieland. Daraus bezogen dieses Land und der Großteil seiner Bewohner jahrzehntelang Wohlstand und Selbstverständnis. Aber Deutschland hat es übertrieben mit der Naturzerstörung.

So sind viele Flüsse so stark umgebaut, dass mittlerweile die Flusssohlen ins Grundwasser durchbrechen können. Das seit 40 Jahren sinkende Grundwasser würde dann in manchen Regionen von ungefiltertem Wasser verschmutzt. In funktionierenden Fluss-Ökosystemen reinigt das Sediment der Flusssohle das Wasser, bevor es in das Grundwasser strömt. Dieser natürliche Prozess kann nicht technisch nachgebaut werden.

Weltklimarat und der Weltbiodiversitätsrat IPBES appellieren, Klimakrise und Biodiversitätskrise zusammenzudenken. Dazu gehört, keine Windenergieanlagen in Naturschutzgebieten oder in Wäldern aufzustellen. Es bedeutet, keine weiteren Autobahnen zu bauen und auch die Bestehenden nicht zu verbreitern.

Erderwärmung und Artensterben zusammenzudenken bedeutet, den Menschen zu sagen, dass niemand ein Anrecht auf ein neu gebautes Eigenheim auf einer ehemaligen Wiese hat, dass Parkplätze zu Parks werden, Äcker einen 20 Meter breiten Strauchstreifen bekommen, keine weiteren Logistikzentren, keine Einkaufzentren, keine Wassersporthäfen gebaut werden.

Nicht die Eigenheimzulage bringt Wohlstand, nicht die E-Auto-Prämie fördert die ökologische Verkehrswende, nicht der Bau von Batteriefabriken in Wasserschutzgebieten steigert unsere Fähigkeit, uns an den Klimawandel anzupassen. Schon dieser Text zeigt, wie schwierig es ist, eine positive, bejahende Vision für die Biodiversitätskrise zu formulieren. Alles muss anders werden, damit es gut wird.

Die Ökosystemkrise zwingt zu alternativlosem Handeln, sie zwingt zu einem „Systemwechsel“, wie die Wissenschaftler des Weltbiodiversitätsrats sagen. Die Ökosystemkrise ins Bewusstsein zu lassen, bedeutet für die über eine Koalition Verhandelnden, den Fortschritt neu zu definieren.

Montag, 14. April 2025

Mach mit bei den Anti-Kies-Skillshare-Tagen im Alti! 🌿

 

Ravensburger Baumhausklimacamp,

Im Mai und Juni laden wir euch herzlich zu den Skillshare-Tagen im Altdorfer Wald ein. Dabei geht es darum, voneinander zu lernen, Wissen zu teilen und gemeinsam aktiv zu sein – gegen den Kiesabbau und für den Erhalt unserer Natur.

📅 Termine:

8. – 11. Mai

6. – 15. Juni


Wir möchten von euch wissen:

Was interessiert euch besonders?

Und was möchtet oder könnt ihr selbst weitergeben?


👉 Tragt euch einfach hier ein

Wir freuen uns riesig auf eure Ideen und auf die gemeinsamen Tage im Wald! 🌲💚

Dienstag, 7. September 2021

Update: Ein sehr polemischer Leserbrief

Dieser Leserbrief erschien in der Schwäbischen Zeitung und selbstverständlich wollen die Aktivisten die in den Raum gestellten Behauptungen und Deutungen von Hr. Graf nicht einfach stehen lassen.

 „Eine Art Wanderzirkus“

Zum Artikel „Vom Stadtbaum in Ravensburg aufs Brandenburger Tor“ (SZ vom 24. August):
Dass Deutschland, ja die ganze Welt, etwas zum Klimaschutz beitragen muss, ist ja jetzt wohl ausreichend bekannt und entsprechende Massnahmen wurden getroffen und werden Schritt für Schritt umgesetzt.
Trotzdem sprießen sogenannte Aktivisten wie Pilze aus dem Boden. Meist weiblich und meist sehr jung, aber zwischenzeitlich gibt es auch einige junge Männer. Warum es vermehrt junge Frauen sind, weiss ich nicht, aber das generelle jugendliche Alter scheint mir damit zusammenzuhängen, dass man ja in jungen Jahren in der Regel noch keinerlei finanzielle Verpflichtungen hat, denen man regelmässig nachzukommen hat.
Die Truppe scheint sich als eine Art „Wanderzirkus“ zu begreifen, die heute gegen Kiesabbau in Oberschwaben und morgen für die LBGT-Bewegung aktivistisch tätig ist.
Die Aktionen haben teils auch eine etwas pfadfinderhafte Anmutung. Da werden Baumhäuser gebaut (haben wir als Kinder wohl alle schon mit Begeisterung gemacht) oder jemand erwähnt voller Stolz seine Fähigkeiten, ungesichert irgendein Bauwerk zu erklimmen und dort dann aktivistisch tätig zu werden. Vielleicht könnte ja die eine oder der andere auch noch eine Karriere als besonders gute Sängerin oder Sänger starten, wer weiß?
Aber, wenn das wirklich alles ist, bin ich doch etwas enttäuscht. Es weht eine Brise „spätrömischer Dekadenz“ (aber nur eine leichte) durch Deutschland.
Gott sei Dank gibt es aber auch andere Beispiele von jungen Leuten, die sich in der Politik, in Vereinen und im sozialen Gemeinwesen aktiv einbringen, und so zu vernünftigen und umsetzbaren Lösungen beitragen.
Na ja, wir werden ja sehen, vielleicht landet diese neue „Berufsgruppe“ der Aktivisten ja auch noch im gesellschaftlichen Alltag und schaut dann auf ihre heutigen Aktionen mit einem kleinen Schmunzeln zurück.
Dr. Werner J. Graf, Bad Waldsee


Als Antwort auf diesen polemischen Leserbrief wurden mindestens diese 3 weiteren Leserbriefe geschrieben, die mir bekannt sind.


Prof. Wolfgang Ertel schrieb dazu:
zum Leserbrief "Eine Art Wanderzirkus" von Dr. Graf am 25.8.2021:

Offenbar hat Herr Graf, wie übrigens viele Mitbürger auch, den Ernst der Lage beim Klimawandel nicht verstanden, wenn er schreibt, "entsprechende Maßnahmen wurden getroffen (sollte wohl eher heißen beschlossen) und werden Schritt für Schritt umgesetzt". Wenn wir nicht sofort konsequent handeln rasen wir mit Volldampf in die Klimkatastrophe die uns das Leben zu Hölle machen wird. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Weil die Politik in den letzten 50 Jahren entweder nicht oder viel zu zaghaft gehandelt hat, läuft uns jetzt die Zeit davon. Es muss jetzt sofort mit aller Kraft umgesteuert werden. Und dieses Umsteuern schaffen wir auf dem klassischen demokratisch/bürokratischen Weg einfach nicht.

Da ist das Klettern auf Bäume ein durchaus probates Mittel um Öffentlichkeit zu schaffen und die Menschen zum Nachdenken zu bringen. Es sind übrigens nicht nur junge Damen, die auf die Bäume steigen. Ich selbst als über sechzig jähriger Mann bin auch schon mehrfach erfolgreich auf Bäume gestiegen. Der Kommentar von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer dazu war: "Wenn ein Professor auf Bäume steigt, dann muss da was dran sein." Und wenn Herr Graf und andere Menschen mehr lernen wollen über die drohende Klimakatastrophe und was man dagegen tun kann, dann lade ich alle (kostenlos) ein zu meiner Vorlesung "Einführung in die Nachhaltigkeit", die am 5. Oktober um 17:45 Uhr im Raum K103 an der Hochschule Ravensburg-Weingarten (Doggenriedstraße 38) startet.




der 2. Antwort-Leserbrief:
In Deutschland und der Welt ist es bekannt, dass was für die Klimagerechtigkeit getan werden muss!
Bekannt ja, aber leider werden nur „entsprechende Maßnahmen“ durchgesetzt, die wiederum für die Wirtschaft rentabel sind, siehe die E-Mobilitiät im SUV Wahn! Wo bleibt z.B. der Ausbau des ÖPNVs und die Preisregulierung, um diesen wieder attraktiver zu machen? Warum werden dank Regionalplan und §13b Baugesetzbuch die Flächenversiegelungen rasant vorangetrieben, anstatt Altbestand zu sanieren und nachhaltige und klimagerechte Bauprojekte, wie z.B.Tiny - Modulbauweisen und GreenBuildings…, voranzutreiben? Ich könnte hier noch mehr dieser „entsprechenden Maßnahmen“ aufzählen, aber das weiß jeder Mensch selber, welcher sich interessiert und informiert.
Jung, weiblich und dann auch noch kritisch. Das geht bei manchen Menschen, welche sich wohl eher zur rechts-konservativen Ecke zählen, gar nicht. Wir sollen wohl wieder zurück zu einem Frauenbild, welches sich aus der Politik rauszuhalten hat, um still und brav im trauten Heim die Lieben zu versorgen.
Zum Begriff „Wanderzirkus“, möchte ich gerne folgendes erklären: Es gibt einen Unterschied zwischen Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Das sich diese „vermehrt junge Frauen“ und einige „junge Männer“ für eine globale Richtungsänderung einsetzen ist Klimagerechtigkeit. Das bedeutet auch bei Aktionen etc. mitzumachen, die nicht nur Heimat- und (Deutsch)Landgebunden sind! 
Bei einem muss ich Herrn Graf allerdings recht geben, diese jungen Menschen haben noch keinerlei finanzielle Verpflichtungen und setzen ihre berufliche Zukunft aufs Spiel, um mit ihren „pfadfinderhaften“ und oft verzweifelten Aktionen die Bevölkerung und die Politik wachzurütteln. Um endlich ein Umdenken anzustoßen, um endlich eine enkeltaugliche, humane, klimagerechte und soziale Welt für alle Menschen zu schaffen! 
Ach und zu ihrer Bemerkung, dass Deutschland von einer leichten Brise der „spätrömischen Dekadenz“ betroffen sei. Diese Brise kann sich auch zu einem Sturm entwickeln, wenn weiterhin, wie im römischen Reich die „Verteilungsungerechtigkeit“ zunimmt und „knapp ein Prozent der damals 50-80 Millionen Menschen den Reichtum unter sich aufteilen“! Die heutigen Zahlen sind anders, aber die Aussage bleibt die Gleiche! Sollten wir, wie das römische Reich untergehen, dann wären mir übrigens singende, kletternde und Baumhaus bauende junge Menschen viel, viel lieber als eine konservative Revolution!
M. Hafen, Horgenzell

der 3. Antwort-Leserbrief: Sehr geehrter Herr Graf, Die eigentliche Dekadenz, von der Sie im Zusammenhang mit Klimaaktivisten sprechen, ist für mich die Ignoranz, mit der viele Menschen der drohenden Klimakatastrophe begegnen und sogar Politiker ein “Weiter so” fordern. Sie halten den jungen, kritisch denkenden Menschen eine erwerbstätige junge Generation als absolutes Ideal vor. Diese junge Generation fügt sich ein in ein System, in dem Gewinnmaximierung, unbegrenzte Effizienzsteigerung und persönlicher Reichtum einerseits und maximaler Konsum andererseits oberste Priorität haben. Stichworte Spaß- oder Partygeneration und das Phänom Komasaufen... Weder der menschliche Körper, noch seine Psyche sind in diesem System des Neoliberalismus und -kapitalismus langfristig überlebensfähig. Ich nenne nur Frühverrentung, Burnout und überfüllte Psychiatrien in den Industrieländern. In den südlichen Ländern sind es u.a. die von uns tolerierten und gewinnmaximierenden, menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen für Mensch und Kind(!), die die Menschen nicht alt werden lassen. Außerdem die unglaublich schlechte Bezahlung, die kein würdiges Leben zulässt und die Menschen dort ebenfalls in Verzweiflung und Alkoholismus treibt... Die jungen Klimaaktivisten stoßen uns mit ihren verzweifelten Aktionen darauf, dass nun auch unser Planet Erde dieses Wirtschaftssystem nicht mehr mitmacht, und dass hauptsächlich die Länder unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden müssen, die ihn am wenigsten verursacht haben. Ihre Forderung nach“Klimagerechtigkeit” ist wohl weit ehrenwerter als die weitverbreiteten Alkoholexzesse auf Partys und leider auch zum Teil in den von Ihnen genannten Vereinen. Die Klimaaktivisten halten unserem zerstörerischen und ausbeutenden Wirtschaftssystem etwas entgegen: die Forderung nach einem Systemwandel. Ist es nicht höchste Zeit, dass wir unser Wirtschaften in den Dienst der Menschen und unserer natürlichen Umwelt stellen, in den Dienst wirklich aller Menschen der Erde? Sie machen die jungen Klimaaktivisten und ihre Forderungen lächerlich. Doch sogar unsere scheidende Kanzlerin verneint Ihre These, die Regierungen würden ausreichende Maßnahmen gegen den Klimawandel anstrengen! Und ist es nicht zum “auf die Palme gehen”, Herr Graf, wenn man sich den Zustand des Planeten und seiner Gesellschaften ansieht? Genau das tun die Klimaaktivisten. Sie gehen auf die “Palme” respektive Bäume oder auch ausgewählten Organisationen aufs Dach, weil die Lage viel ernster ist, als Sie, Herr Graf, und viel zu viele von uns wahr haben wollen. Es geht langfristig um das Überleben der Menschheit unter menschenwürdigen und gerechten Bedingungen.In Frieden auf einem grünen und blauen Planeten. Ulla Köberle-Lang, Schlier

Donnerstag, 31. Oktober 2024

Igel in Deutschland vorm Aussterben bedroht

Deutschlandfunk Nova  hier 28. Oktober 2024

Weltnaturschutzunion: Igel erstmals als bedrohte Art gelistet

Igel sieht man bei uns seltener als früher.

Laut Weltnaturschutzunion ist der Bestand des westeuropäischen Igels in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Darum hat sie die Art zum ersten Mal auf ihre Rote Liste gesetzt. Der westeuropäische Igel gilt jetzt als potenziell gefährdet, dass ist die zweite von sieben Stufen, wobei die siebte "ausgestorben" bedeutet.


Mittwoch, 7. Mai 2025

⚡️Workshop Wochenende im Altdorfer Wald⚡️

Bauen, Lernen, Utopie und ein Konzert

📆 Do. 8. Mai - So. 11. Mai

Das Skillshare Wochenende in der Waldbesetzung im Altdorfer Wald startet.🌳🌳

www.ravensburg.klimacamp.eu

@baumbesetzung.ravensburg


Es gibt jeden Tag  tolles Programm:


Am Freitag um 11Uhr gibt es einen Vortrag über End Cement 

Am Samstag 13Uhr ein Vortrag über Pilze, Waldboden....🍄‍🟫


Am Sonntag 10Uhr Vögelstimmen Workshop 🐧

Sonntag um 14Uhr ein Konzert mit Ronja Künstler (mit Mitbringbufett) und einer Gedenkminute für Lorenz, der in Oldenburg durch mehrere Polizeischüsse ermordet wurde.🕯

Freuen uns auf euch. ob ihr einzelne Stunden oder mehrere Tage, Wochen vorbeikommt!!🍀💫Lasst uns den Kiesbaronen und den Politikern zeigen, dass unsere Zukunft nicht verkäuflich ist. 

Zwischen einigen 💡🧗‍♀️Skillshares zum Klettern und 🔨 Weiterbauen der Baumhäuser bleibt viel Zeit um neue Freundschaften mit coolen Leuten zu schließen oder die nächste Aktion auszutüfteln. ✨

Ladet alle eure Freunde ein!

💤🏕 Schlafplätze gibt es in Baumhäusern, und wir haben eine Zeltwiese. 

🥒🍲 Essen containern und kochen wir zusammen.

🎤🎷 + Musik/Konzert 


Wir freuen uns auf euch 

Instagram: @baumbesetzung.ravensburg

E-Mail: baumbesetzung.ravensburg@gmail.com

Dienstag, 15. Juli 2025

Mit Algen gegen den Klimawandel

 

TAZ hier 14.7.2025  Von Alina Götz

Unis starten Sonderforschungsbereich

 Wis­sen­schaft­le­r*in­nen erkunden, wie sich Kohlenstoffdioxid durch Algen speichern lässt. Ihr Projekt soll zum Kampf gegen die Klimakrise beitragen.

Wälder, Moore, Böden, Ozeane. Was haben diese Ökosysteme gemeinsam – außer, dass der Mensch nicht besonders sorgsam mit ihnen umgeht? Sie sind natürliche Speicher von Kohlenstoff, reduzieren also die CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Kein Wunder also, dass sich die Wissenschaft damit befasst, wie die Menschheit sich das noch besser zunutze machen kann.

Sonntag, 21. Mai 2023

Das kann man wirklich kaum glauben: Texas ist das grüne Powerhouse der USA - und daran Schuld ist George W. Bush

Ein schönes Beispiel dass es manchmal ganz anders kommt als man plant - auch mal zum Guten hin, wenn man die Energiewende im Kopf hat. Denn Texas als Vorreiter der grünen Energie - damit rechnet nun wirklich niemand. Nur dass der republikanische Gouverneur dann ausgerechnet den Bayern nacheifert, da spielen hoffentlich die Texaner nicht mit.

NTV  hier  

Früher wurden in Texas Bohrlizenzen verkauft, heute verdienen viele Rancher ihr Geld mit Windparks.

Das grüne Herz der USA schlägt in Kalifornien - das ist die weit verbreitete Annahme. Tatsächlich erzeugt Texas fast dreimal so viel Wind- und Solarstrom wie das liberale Energieparadies, dann dafür ist Texas prädestiniert. Der Bevölkerung gefällt's, den Republikanern nicht.

George W. Bush ist für viele Dinge bekannt. Er war US-Präsident, als Terroristen am 11. September 2001 die Vereinigten Staaten angegriffen haben. Bush hat völkerrechtswidrig den Irakkrieg begonnen und das Land damit ins Chaos gestürzt. Der 76-Jährige ist außerdem ein begnadeter Künstler und eng mit der früheren First Lady Michelle Obama befreundet.

George W. Bush war aber offenbar auch ein grüner Visionär. Denn 1999 hat er als Gouverneur unabsichtlich den Grundstein für Texas als das grüne Powerhouse der USA gelegt.

Sonntag, 3. Juli 2022

"Lebensmittelrettung am 2.7.22: Bei uns keine Notwendigkeit weil sowieso alles weiter gegeben wird?"

Ravensburger Baumhausklimacamp: Unsere Verteilaktion am Gänsbühlcenter (ist) war sehr erfolgreich!

🥕 Fast alle geretteten Lebensmittel sind verteilt. Kommt vorbei und holt euch die letzten Pilze und Radischen.

🗣 Oder demonstriert mit uns für ein Essen-Retten-Gesetzt und gegen Lebensmittelverschwendung und Überflusskultur.


Mittwoch, 8. Mai 2024

Klimawandel als Gefahr für Streuobstwiesen: Wie kann der Anbau erhalten bleiben?

SWR hier  4.5.2024  Sabine Schütze, SWR Redaktion Umwelt und Ernährung

Obstanbau in BW: Wie können Streuobstwiesen "klimafest" gemacht werden?


Jedes Jahr gibt es weniger hochwüchsige Obstbäume in Baden-Württemberg. Damit wir auch zukünftig noch leckeren Fruchtsaft aus Streuobst trinken können, braucht es neue Strategien.

Unser Klima verändert sich so schnell, dass ältere, hochwüchsige Obstbäume sich nicht schnell genug anpassen können. Dabei ist es wichtig, Streuobstbestände zu erhalten. Sie wachsen auf artenreichen Flächen und sind seit drei Jahren sogar Immaterielles Kulturerbe.

In Baden-Württemberg wachsen europaweit die meisten Streuobstbäume - und zwar rund sieben Millionen. Die bekanntesten Bestände sind neben dem Schwäbischen Streuobstparadies auch das Schwäbische Mostviertel. Bundesweit gibt es etwa 300.000 Hektar Streuobstwiesen, schätzt der Verein Hochstamm Deutschland.

Mittwoch, 16. April 2025

Jedes Jahr derselbe seltsame Frühjahrsputz gegen das Grün - Wie wir Grün neu sehen lernen sollten

 hier Riffreporter Kolumnevom Recherche-Kollektiv Klima & Wandel: Elena Matera 14.04.2025


Moose, Flechten, Algen - die unterschätzten Klimaschützer

Im Frühling schrubben wir Moose, Flechten und Algen achtlos weg - dabei reinigen sie die Luft, binden CO₂ und schaffen Lebensräume. Ein Plädoyer fürs Stehenlassen.


Zwischen Kopfsteinpflaster wächst Moos und kleine grüne Pflanzen.