Sonntag, 19. Juli 2026

Acht Industriestaaten, verantwortlich für rund 40 Prozent aller historischen Emissionen, wussten Bescheid

Daniel Mautz

Die Generation, die alles wusste und trotzdem alles verbrannte, erklärt uns heute die Welt.

1957 warnten Wissenschaftler:innen westliche Regierungen vor steigenden Temperaturen, schmelzenden Polkappen und steigendem Meeresspiegel. 

Der gerade veröffentlichte „What Countries Knew"-Bericht des Center for International Environmental Law belegt das schwarz auf weiß. 

Acht Industriestaaten, verantwortlich für rund 40 Prozent aller historischen Emissionen, wussten Bescheid. Die USA nannten den steigenden CO2-Gehalt ein beispielloses und unumkehrbares Experiment. 

Und dann? Dann feierten deutsche Wochenschauen Rekordfördermengen bei Kohle. Die USA subventionierten fröhlich ihre Ölproduktion weiter. Die Akten lagen in den Schubladen, das Geld floss in die Gegenrichtung.

Die heutigen Ruheständler:innen waren damals jung. Sie wuchsen auf, während dieses Wissen in Regierungsberichte und auf Konferenzen sickerte. 

Dieselben Menschen posten heute unter jedem Klimaartikel „alles Panikmache", obwohl genau das eingetroffen ist, was die Wissenschaft vor 70 Jahren vorhergesagt hat. Das ist keine Meinung. 

Das ist organisierte Selbstamnestie. Wer jahrzehntelang vom fossilen Wohlstand profitiert hat, ohne je Konsequenzen zu ziehen, braucht eine Geschichte, in der niemand es hätte besser wissen können. Und diese Geschichte erzählen sie sich laut und aggressiv, weil leise Zweifel gefährlicher wären als jede Klimademo.

Der Internationale Gerichtshof hat 2025 klargestellt, dass Staaten rechtlich verpflichtet sind, Klimaschäden zu verhindern. Wenn Regierungen seit 1957 wussten, was sie anrichten, war alles, was danach kam, kein Versehen. Es war eine bewusste Entscheidung gegen die eigenen Kinder und Enkel. Und genau die sollen jetzt bitte die Klappe halten.

Link: https://lnkd.in/eBANEyK6

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