Samstag, 18. Juli 2026

So sieht Nicht-Erpressbarkeit beim Strom aus: Spanien machts vor

Joachim Plesch / LinkedIn

Alle reden immer von Unabhängigkeit, dass wir uns von Despoten, Autokraten, Diktaturen unabhängig machen sollen. 

Spanien hat das ganz einfach gemacht, in dem es die Energiewende voll durchgezogen hat. 


Spanien hat Deutschland mit einem Anteil von ca. 65% von Erneuerbaren am Strommix bereits längst überholt, aber das ist gar nicht der Schlüssel. 

Spanien hat Gesetze und Rahmenbedingungen erlassen, die Speicher und v.a. netzdienliche Speicher voranbringen und das immer noch weiter tun. Die Auswirkungen sieht man in der Grafik:

Spanien hat grundsätzlich deutlich niedriger Strompreise, die dann auch noch fast gar nicht beeinflusst werden, von den Gaspreisschwankungen, die es im Zuge des USA-IRAN Konflikts gab. 

In Deutschland hatte ich ja bereits aufgezeigt, welche immense Volatilität zwischen Mittagszeit (niedrige Strompreise, da produzieren unsere Erneuerbaren) und dem Abend (sehr hohe Preise, denn die Gaskraftwerke springen ein) liegt. Was fehlt, sind die Speicher, die leider nach wie vor regulatorisch behindert werden.

Dadurch sind unsere Preise natürlich immens hoch im Durchschnitt.

Vielleicht sollten wir doch mal versuchen von anderen zu lernen.

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