Ich frag mich nur: für die Totgeburt-Förderung von Wasserstoff-Autos wurden rund 300 Mio an BMW ausgeschüttet hier .Im Kommentar heißt es: "Kein global agierender Automobilhersteller kann es sich erlauben, Milliarden in veraltete Plattformen zu investieren, während sich die Kernmärkte rasant verändern." - unsere Politiker mit unseren Steuergeldern aber schon?
Dr. Franz Hitzelsberger
Die deutschen Autobauer investieren: in Deutschland.
In E-Technik
Die vielgescholtene deutsche Autoindustrie investiert in neue Produktionskapazitäten:
Gerade ging in Irlbach-Straßkirchen (Niederbayern) das neueste Werk von BMW in Betrieb. Dort werden Hochvoltbatterien der sechsten Generation montiert.
Von der Baugenehmigung bis zur Inbetriebnahme dauerte es nur zwei Jahre. Von „Bavarian Speed“ ist die Rede.
Möglich war dies durch völlig neue Planungsprozesse: Volldigitalisiert, mit einem digitalen Zwilling, unter Einsatz von Drohnen. (Zugegeben: "unter Einsatz von Drohnen" versteh ich nicht. Muss ich vielleicht auch nicht verstehen)
Von wegen das können nur die Chinesen …
Zeitgleich baut BMW mitten in München ein neues Werk, in dem ab August 2026 der neue i3 mit einer Reichweite bis 900 km gefertigt wird.
VW will überschüssige Produktionskapazitäten schließen, baut aber zugleich neue. Wie das Ende 2025 in Salzgitter in Betrieb genommene Werk zur Fertigung eigener Batterien.
Das Muster ist überall das gleiche:
- Kein Autobauer ist so verrückt, noch „technologieoffen“ in Verbrenner-Technik zu investieren.
- Überschüssige und überholte Kapazitäten werden eingestellt.
- Investiert wird in die Zukunft der Mobilität. Diese ist elektrisch.
Ja, damit werden Dinge aufgegeben, an denen die deutsche Autoindustrie mal sehr gut verdient hat, die aber nicht zukunftsfähig sind.
Will die deutsche Autoindustrie überleben, MUSS sie sich von Altem trennen (auch wenn’s weh tut) und in Zukunftstechnik investieren. Alle Zulieferer, die jetzt immer noch Verbrenner-Technik produzieren, sollten sich schnellstens umorientieren.
Hilfreich wäre es, wenn die Politik die unumgängliche Transformation aktiv unterstützen würde, anstatt von "Technologieoffenheit" und "hocheffizienten Verbrennern" zu fabulieren, z.B. mit
- Beschaffen von neuen Dienstwägen für Kanzler, Ministerpräsidenten, Minister usw. Vollelektrisch. Made in Germany
- Order an alle Behörden: bei Fahrzeug-Neuschaffungen nur noch solche ohne Verbrenner (außer in großen Ausnahmefällen)
- Bau eigener Stromerzeuger / Ladeparks bei Behörden
- Ausbau der Ladeinfrastruktur auf Nr. 1 der Prioritätenliste bei Infrastruktur
„Aus vom Verbrenner-Aus 2035“?
Lächerlich.
Das Verbrenner-Aus hat längst begonnen.
Kommentar: Klaus Rudloff
Ein sehr wichtiger Punkt, den Sie da ansprechen. Die Realität in den Werkshallen und Entwicklungszentren hat die politischen Diskussionen um das Jahr 2035 längst überholt. Kein global agierender Automobilhersteller kann es sich erlauben, Milliarden in veraltete Plattformen zu investieren, während sich die Kernmärkte rasant verändern.
Das Hochfahren eigener Kapazitäten für die Batterie- und Zellmontage direkt in Deutschland zeigt doch genau, dass die Wertschöpfungskette der Zukunft hierzulande gehalten werden soll. Wenn Prozesse durch Digitalisierung und innovative Planung beschleunigt werden, ist das ein starkes Signal für den Standort. Die Transformation passiert jetzt, nicht erst in zehn Jahren.
Kommentar Rainer Schwing
Es besteht eine verrückte Diskrepanz zwischen öffentlichen Verlautbarungen und so mancher Gesetzgebung. Das neue GEIG sieht vor, dass neue größere Wohngebäude, oder gewerbliche Gebäude Ladeplätze vorsehen müssen, und eine große Anzahl der vorhandenen Stellplätze müssen voorverkabelt sein. Bei Gebäuden in öffentlicher Hand müssen ab jetzt 50 % der Stellplätze vor verkabelt sein und mehrere Ladestation bereits eingerichtet sein. Dieses Gesetz bereitet einen massiven Anstieg von E-Mobilität vor. redet in der Regierung jemand öffentlich darüber außer der Bundesumweltminister?
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