Ein rechter Scherzkeks scheint der Herr Außenminister zu sein.
Warum sendet er seinen Weckruf nicht mit Nachdruck an seine Parteikollegen Fr. Reiche und Hr. Merz? Das sind doch genau diejenigen, die den Umstieg in der Hand haben und mit aller Kraft verzögern, nicht wir Bürger! Sollen die von dem Minister- Weckruf in der Zeitung lesen?
Und bitte auch einen Weckruf an Hr. Weber von der CSU nicht vergessen, Chef der EVP im Europaparlament, damit der nicht weiter den Klimaschutz torpediert.
Wolf Bosse hier
Außenminister Johann Wadephul (CDU) drängt angesichts des Irankriegs auf einen schnelleren Umstieg auf erneuerbare Energien.
»Die Blockade der Straße von Hormus war ein Weckruf an uns alle«, sagte Wadephul in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
»Es muss uns darin bestärken, uns noch konsequenter von fossilen Energieträgern zu lösen und unabhängiger zu machen.«
Zeit hier Quelle: DIE ZEIT, dpa, man 18. Juli 2026
Wadephul drängt auf Ausbau erneuerbarer Energien
Wegen des anhaltenden Irankriegs spricht sich Außenminister Johann Wadephul für eine schnellere Energiewende aus. Die Blockade der Straße von Hormus sieht er als Weckruf.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) drängt angesichts des Irankriegs auf einen schnelleren Umstieg auf erneuerbare Energien. »Die Blockade der Straße von Hormus war ein Weckruf an uns alle«, sagte Wadephul in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
»Es muss uns darin bestärken, uns noch konsequenter von fossilen Energieträgern zu lösen und unabhängiger zu machen.«
Dafür gebe es mit Blick auf den Klimawandel ohnehin schon gute Argumente, sagte der CDU-Politiker weiter. »Aber hinzu kommt die sicherheits- und wirtschaftspolitische Facette, die uns diese Notwendigkeit nochmals verdeutlicht.«
Weitere Entlastungen nicht »der richtige Weg«
Gleichzeitig lehnte Wadephul erneute Entlastungsmaßnahmen für Bürger, wie den Tankrabatt, ab. »Ich glaube nicht, dass das der richtige Weg ist. Die Auswirkungen lassen sich damit nicht dauerhaft neutralisieren und würden unsere Kapazitäten irgendwann auch überfordern«, sagte Wadephul weiter.
Es gehöre »zur Ehrlichkeit dazu«, den Menschen zu sagen, dass die Großkonflikte in der Ukraine und der Golfregion »leider dazu führen, dass die Energiepreise und andere Preise steigen«. Man konzentriere sich darauf, dass die Verhandlungen »in beiden Konflikten überhaupt beziehungsweise wieder aufgenommen werden«, sagte der Außenminister.
Durch die Blockade der Straße von Hormus als wichtige globale Handelsroute sind die Preise für Öl und Gas in den letzten Monaten stark gestiegen. Auch die Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, mahnte deshalb zum Ausbau erneuerbarer Energien.
Zuletzt forderten Unternehmer, Industriegewerkschaften und die CDU-Mittelstandsvereinigung hingegen eine Verschiebung des deutschen Zieljahrs für Klimaneutralität um fünf Jahre.
Auch die EU-Kommission schlug zuletzt auf Druck von Wirtschaft und Mitgliedstaaten vor, ihren wichtigsten Klimaschutzmechanismus, den Emissionshandel, abzuschwächen.
Im ZDF-Sommerinterview sprach Friedrich Merz viel über wirtschaftliche Belastungen und Energie. Dabei zeigte sich vor allem eines:
Der Kanzler erkennt die eigentliche Ursache der Krise noch immer nicht.
So beklagt Merz allen Ernstes das fehlende russische und billige Gas. Dabei zeigt sich mit den Kriegen in der Ukraine und im Iran, dass die geostrategische Abhängigkeit Deutschlands von importiertem Gas - auch aus den USA - das große Problem sind.
Auch Bundeskanzler Merz muss doch klar sein, dass Öl- und Gas-Importe Deutschland erpressbar machen, Preise nach oben treiben und autoritäre Regime finanzieren.
Die Konsequenz davon darf nicht die Suche nach neuen Lieferanten sein, sondern eine schnelle und konsequente Energiewende hin zu PV und Wind.
Und auch bei der sozialen Frage bleibt der Kanzler beim altbekannten Muster: Für Entlastungen sei kaum Geld da. Gleichzeitig weigert sich seine Partei, die Vermögen der Superreichen - also Menschen, die über 100 Mio. Euro Vermögen besitzen und von ihren Renditen und Zinsen leben - gerecht zu besteuern. Steuern für ganz wenige, für eine bezahlbare erneuerbare Energie, günstige klimafreundliche Heizungen und einen verlässlichen öffentlichen Verkehr für Millionen Menschen.
Und zur #Klimakrise?
Kein. Einziges. Wort.
Mehr als 5.100 Hitzetote allein im Juni, extreme Hitze, Waldbrände an der Müritz, Wasserknappheit in München: weder eine Antwort von Merz noch eine einzige Frage des ZDF.
Die Klimakrise wurde vom Sommerinterview ausgeladen. Macht euch das auch sprachlos?
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen