Im Blog wurde schon ein Artikel aus "Freitag" veröffentlicht, der das gezeigte Phänomen sehr gut und noch viel ausführlicher beschreibt hier Lesenswert!
Werner Koller, LL.M.
Das Kernproblem in Ostdeutschland ist nicht Wirtschaft, Rente oder AfD. Das sind jeweils nur Symptome.
Der tieferliegende Grund ist der Rückgang der Bevölkerung und vor allem das Fehlen junger Frauen.
In einigen ländlichen Regionen Ostdeutschlands liegt der Männeranteil bei den unter 30-Jährigen bei über 60 Prozent. Das ist ein europaweit einmaliges Phänomen.
Frauen gründen seit der Wende häufiger Familien in Westdeutschland und bleiben auch dort. Über zwei Drittel der Ehen zwischen Ost und West sind Ehen zwischen ostdeutschen Frauen und westdeutschen Männern. Und deren Lebensmittelpunkt bleibt typischerweise im Westen.
Ja, es gibt Japan, das auch sehr überaltert ist. Ja, es gibt Länder wie Indien mit einem hohen statistischen Männerüberhang. Ja, es gibt eine Handvoll Staaten, die eine noch niedrigere Geburtenrate haben.
Aber nirgendwo weltweit fällt das alles so zusammen wie in Ostdeutschland: Überalterung, Geschlechterungleichheit, geringe Geburtenrate bei zugleich hoher Aversion gegen Zuwanderung.
Überall negative Spitzenwerte. Dieser Mix ist politisch und ökonomisch speziell für die ländlichen Regionen tödlich.
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