Donnerstag, 21. Mai 2026

Der Abbau fossiler Subventionen ist eine klassische „Low Hanging Fruit“ mit sofortigen WINs

Kai Kowarsch  hier

„Wir tun immer so marktwirtschaftlich.“

 Dabei sind die Bedingungen unserer Wirtschaft nicht so frei, wie oft propagiert wird. 

Denn unsere Rahmenbedingungen begünstigen Sektoren und Unternehmen, die fossile Energien nutzen (ohne für die Folgewirkungen & -kosten aufkommen zu müssen). 

Das Umweltbundesamt berechnete im Jahr 2021 für das Jahr 2018, dass der deutsche Staat 65,4€ Milliarden ausgab, um fossile Geschäftsmodelle zu fördern. Konkret heißt das: Steuerentlastungen für energieintensive Industrien, Subventionen für Steinkohle, das Diesel- und Dienstwagenprivileg oder die Kerosinsteuerbefreiung.

Aktuellere Zahlen der Europäischen Umweltagentur (EUA) zeichnen ein ähnliches Bild mit europäischem Vergleich; hier die fossilen Subventionen für das Jahr 2023 :

 • Deutschland: 41 Mrd. €

 • Polen: 16 Mrd. €

 • Frankreich: 15 Mrd. €

Insgesamt wurden in der EU in diesem Jahr (auch getrieben durch die Energiekrise aufgrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine) 111€ Milliarden ausgegeben, um fossile Energien künstlich zu verbilligen. Deutschland macht davon mehr als ein Drittel aus.


Dabei spart jeder investierte Euro
in Klimawandelminderung und -anpassung
zwischen 2 und 10 Euro an Klimaschäden ein
.

Der Abbau fossiler Subventionen ist daher eine klassische
„Low Hanging Fruit“ mit sofortigen WINs:

 • WIN für den Haushalt: Steuergeld (z.B. €65 oder €41 Milliarden) wird frei für Infrastruktur, Netzausbau & Erneuerbare

 • WIN für die Wirtschaft: Eingesparte Klimaschäden

 • WIN für uns: Unsere Lebensgrundlage wird nicht weiter zerstört

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