Sonntag, 31. Mai 2026

Von mehr Windkraft im Süden profitiert das Stromsystem insgesamt

 

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Südschiene für mehr Windkraft in Baden-Württemberg und Bayern.

Die Energieminister Hubert Aiwanger + Thekla Walker fordern gemeinsam im Bundesrat Anpassungen bei der EEG-Reform für mehr Anlagen im Süden.

Konkret fordern die Südländer: 

👉 Eine Erhöhung der jährlichen EEG-Ausschreibungsmenge für Windkraft an Land
von 10.000 auf 14.000 Megawatt sowie eine zusätzliche Windsonderausschreibung im Jahr 2027 mit 5.000 Megawatt. 

Zudem soll ein eigenes Zuschlagssegment für Süddeutschland eingeführt werden, das mindestens 20 Prozent des Ausschreibungsvolumens für Projekte in der Südregion reserviert.

👉 Den Korrekturfaktor für windschwächere Standorte in Süddeutschland von bislang vorgesehenen 1,50 auf 1,70 anzuheben. Dieser gleicht neben einem geringeren Windertrag auch höhere Investitionskosten aus - etwa in Mittelgebirgen im Vergleich zu flachen Küstenstandorten. 

Ohne Anpassung droht, dass ein erheblicher Teil bereits genehmigter Projekte im Süden wirtschaftlich nicht realisiert werden kann. Bereits bei der vergangenen Ausschreibungsrunde im Februar für eine Mindestvergütung für Windkraftanlagen nach EEG gingen nur zwei Prozent der bundesweiten Ausschreibungsmenge nach Bayern und Baden-Württemberg.

Thekla Walker: "Die Energiewende ist der Schlüssel für erfolgreichen Klimaschutz. Über 1750 Windräder sind in Baden-Württemberg aktuell in der Pipeline.
Wird ein Großteil davon gebaut, erreicht Baden-Württemberg sein Klimaziel im Bereich Erneuerbare bis 2030. Diese Anlagen nicht mehr bauen zu können, wäre eine Sabotage aller Anstrengungen für Verfahrensbeschleunigungen der vergangenen Jahre."

 Hubert Aiwanger: "Süddeutsche Windprojekte brauchen faire Wettbewerbsbedingungen. Es geht nicht um Sondervorteile, sondern um den Ausgleich struktureller Nachteile windschwächerer Standorte." Bayern hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 insgesamt 1.000 neue Windenergieanlagen auf den Weg zu bringen. Allein im vergangenen Jahr wurden in Bayern 819 Genehmigungsanträge für neue Windenergieanlagen gestellt und Genehmigungen für 198 Anlagen erteilt. 🌬️🌱

Von mehr Windkraft im Süden profitiert das Stromsystem insgesamt: Eine aktuelle Studie (März 2026) der Forschungsstelle für Energiewirtschaft FfE in München errechnet, dass sich durch einen bevorzugten Ausbau der Windenergie im Süden 1,8 Milliarden Euro Kosten sparen lassen. 

Grund: Durch eine ausgewogene regionale Verteilung der Erzeugung reduzieren sich Kosten für Netzengpassmanagement (Redispatch) im Vergleich zu einer Ballung der Windenergie im Norden. 

Die Studie wurde erstellt im Auftrag der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V. und LEE Bayern e.V.





Bayern und BaWü gemeinsam für Windkraft: Vereint gegen das Schreddern der Energiewende
http://www.taz.de/Bayern-und-BaWue-gemeinsam-fuer-Windkraft/!6182437/

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