Samstag, 16. Mai 2026

Aber Indien...: Ein Land mit 1,4 Milliarden Menschen entscheidet sich gegen den fossilen Umweg

 Daniel Mautz LinkedIn

Indien beweist, dass fossile Energie ein Umweg war.
Deutschland steht noch im Stau.

Nicht aus Idealismus, sondern weil Solar plus Speicher dort halb so viel kostet wie neue Kohlekraftwerke. 

Wäre fossile oder gar nukleare Erzeugung günstiger, würde Indien sicher nicht freiwillig auf billigere Optionen verzichten. Es geht nicht um Weltanschauung. Es geht um Rupien pro Kilowattstunde.

Indien erreichte 5 Prozent Solaranteil bei einem Pro-Kopf-BIP von 9.000 Dollar.
China brauchte dafür 23.000 Dollar.
Bei vergleichbarem Entwicklungsstand erzeugt Indien pro Kopf 5,5-mal mehr Solar- und Windstrom als China damals.
Ember prognostiziert, dass bis 2031 über ein Drittel der indischen Kohlekapazität unter 40 Prozent Auslastung fallen könnte. Kohle wird dort nicht verboten. Sie wird schlicht unwirtschaftlich.


91 Prozent der 2024 weltweit neu installierten
Erneuerbaren-Kapazität liefern Strom
günstiger als die billigste fossile Alternative.
Solar ist im Schnitt 41 Prozent billiger

Wer angesichts dieser Zahlen noch Technologieoffenheit fordert, fordert keine Offenheit. 
Er fordert Stillstand durch Schein-Neutralität.


Indien elektrifiziert seinen Verkehr von unten. Bei Dreirädern liegt der E-Anteil bei fast 60 Prozent. Energiesicherheit heißt im 21. Jahrhundert nicht, mehr Öl zu kontrollieren, sondern weniger zu brauchen. 

Das fossile Zeitalter endet nicht durch Moral. Es endet, weil die Alternative billiger ist. Indien hat das verstanden

Wer das als Risiko rahmt, hat nicht das Klima missverstanden, sondern den Markt.

Link: hier



Kommentar Thomas Nitschke

Das was PV so disruptiv macht sind die mittlerweile sehr kostengünstigen Leistungsstarken Batteriespeicher. Genau deshalb werden diese von den EVU wie E.ON RWE EnBW EWE AG bis hin zu den Stadtwerken wie Stromnetz Berlin GmbH oder den StWB Stadtwerke Brandenburg an der Havel GmbH & Co. KG mit Ihrem Verband BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. und Frau BM Reiche ja auch so massiv bekämpft.


Kommentar Stefan Krauter

Auch wenn die Kapazitätsfaktoren unterschiedlich sind – das Gerede, dass China ganz massiv Kohle und Kernkraft ausbaut, ist einfach gelogen.



Christine Mengelée LinkedIn

17 Cent Tankrabatt und trotzdem bleibt Energie teuer 

Die aktuelle Lage rund um die Straße von Hormus zeigt, dass selbst kurzfristige Entlastungen nichts daran ändern , dass fossile Energieträger preislich unsicher und geopolitisch abhängig bleiben. 

Und genau deshalb ist es strategisch entscheidend, alternative Energiequellen auszubauen, allen voran Solarenergie. Nicht nur als Ergänzung, sondern mit dem klaren Ziel, den Anteil von Photovoltaik im Energiemix spürbar und zielführend zu erhöhen, für mehr Unabhängigkeit, Stabilität und Versorgungssicherheit.

Vier Länder gehen mit großen Photovoltaikprojekten voran und zeigen, welches Potenzial bereits heute Realität ist:


1️⃣ Benban Solar Park (Ägypten)

 ▪️Leistung: ~1,8 GW

 ▪️erzeugt rund 3,8–4 TWh Strom pro Jahr, versorgt ~350.000+ Haushalte

▪️Cluster aus 40+ Einzelanlagen, ein skalierbares Investorenmodell 


2️⃣ Pavagada Solar Park (Indien)

▪️Leistung: ~2,0 GW

▪️versorgt rechnerisch ~500.000–700.000 Haushalte

▪️Integration lokaler Landwirtschaft durch Flächenpacht (zusätzliche Einkommensquelle)


3️⃣ Mohammed bin Rashid Al Maktoum Solar Park (Dubai)

▪️Leistung: aktuell ~3,9 GW (Ziel: >5–8 GW)

▪️perspektivisch Versorgung von >1 Mio. Haushalten

▪️Kombination aus PV, CSP und Speicher


4️⃣ Huanghe / Golmud Solarprojekt (China)

▪️Leistung: ~2,2–3,3 GW

▪️versorgt rund ~630.000 Haushalte

▪️integriertes Energiesystem inkl. Speicherung, Kombination verschiedener Technologien 


Diese Projekte stehen nicht nur für Größe, sondern für unterschiedliche Strategien, wie Solarenergie systematisch in den Energiemix integriert wird, von skalierbaren Investorenmodellen über regionale Wertschöpfung bis hin zu Speicherlösungen und integrierten Energiesystemen.

Je höher der Photovoltaikanteil im Energiemix ist, desto:

▪️Unabhängiger von geopolitischen Risiken sind wir

▪️stabiler und planbarer werden Energiekosten

▪️CO₂‑armer wird die Energieerzeugung

▪️wettbewerbsfähiger wird die deutsche Wirtschaft

Entscheidend ist dabei nicht nur der Ausbau einzelner Projekte, sondern ein klarer struktureller Wandel. Denn der PV-Anteil im Energiemix muss gezielt wachsen, um fossile Abhängigkeiten nachhaltig zu reduzieren. Die Energiefrage ist heute mehr denn je eine Frage der Resilienz. Jedes neue Solarprojekt ist damit ein Stück wirtschaftliche Sicherheit und Klimaschutz.

Quellen: Wikipedia, African Development Bank, DEWA, Global Energy Monitor







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