In den letzten Jahren dominierten Schlagzeilen wie „Deutschland geht der Strom aus, wir müssen teuer importieren.“
Die aktuellen Daten der Bundesnetzagentur für das erste Quartal 2026 beweisen nun das Gegenteil und zeigen die ökonomische Realität schwarz auf weiß.
Die harten Fakten für das Q1 2026:
Der Shift: Erstmals seit 2023 verzeichnet Deutschland wieder einen klaren Nettoexport beim Strom. Wir haben 17,9 Terawattstunden (TWh) exportiert und nur 15,3 TWh importiert. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal verzeichneten wir noch ein Import-Minus von 4,0 TWh.
Die Ursache: Es ist reine Marktwirtschaft. Die Großhandelspreise in Deutschland sind im ersten Quartal stärker gefallen als in den meisten Nachbarländern. Deutscher Strom war auf dem europäischen Markt schlichtweg günstiger und wettbewerbsfähiger.
Wer hat diesen Preissturz und den Export-Boom angetrieben? Die Antwort ist ein klares Ausrufezeichen für den aktuellen Status der Energiewende: Stolze 57,1 % der deutschen Exporte stammten aus erneuerbaren Energien, allen voran der Windkraft an Land.
Unsere Nachbarn – allen voran Österreich, aber auch Dänemark und Norwegen – haben im großen Stil deutschen Ökostrom eingekauft, weil er die wirtschaftlichste Option war.
Die logische Konsequenz für den Markt:
Erneuerbare senken den Preis dauerhaft: Der Mythos, dass grüne Energie den Strom unbezahlbar macht, ist widerlegt. Wenn der Wind weht und die Sonne scheint, produziert Deutschland den günstigsten Strom in Europa.
Diese Zahlen beweisen, wie viel Energie im System vorhanden ist. Wenn wir diesen günstigen Strom phasenweise ins Ausland liefern, weil das heimische Netz voll ist, zeigt das das riesige Potenzial für die Industrie und private Haushalte vor Ort.
Wir müssen diesen günstigen Strom genau dann direkt im Land nutzen, wenn er produziert wird. Die intelligente Verknüpfung macht den Unterschied: Wenn unsere EvoNova Wärmepumpen, intelligente Gewerbespeicher und Wallboxen über smarte Energie Management Systeme (EMS) diesen günstigen Strom wegpuffern, bleibt die Wertschöpfung zu 100 % im eigenen Land.
Fazit: Die Energiewende zeigt ihre ökonomische Muskelkraft im Hier und Jetzt. Es gilt, die Infrastruktur so zu nutzen, dass wir diesen preiswerten Strom nicht nur exportieren, sondern jede Kilowattstunde selbst einsetzen, um unsere Unternehmen und Haushalte gezielt zu entlasten.
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