Sonntag, 9. April 2023

Erfolgreiche Wärmewende Dänemark macht den Heiz-Hammer vor

NTV hier Von Clara Suchy 06.04.2023

Während die Ölkrise in den 1970er Jahren in Deutschland zu Spaziergängen auf leeren Autobahnen führt, nimmt Dänemark den Schock zum Anlass, das gesamte Heizungsnetz umzugestalten. Heute erntet das Land die Früchte - und zeigt, wie eine erfolgreiche Wärmewende aussieht.

Die Klimakrise bewältigen wir nur gemeinsam

Freitag  07.04.2023, Von: Thomas Kaspar

Eine Gesellschaft, die zu polarisiert ist, kann der drohenden Klimakatastrophe nicht entschieden genug begegnen. Wir müssen aufeinander zugehen. Der Leitartikel.

Nach dem Fasten ist vor dem Fasten. Es wäre schön, wenn die Osterbotschaft so einfach wäre. Etwas Reduzierung für alle, weniger Fleisch essen, etwas mehr die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen – so einfach könnte aus der christlichen Verzichtsbereitschaft eine globale Umkehr hergeleitet werden. Doch nun zeigt sich, dass „Degrowth“, das sanfte Ende des kapitalistischen Dauerwachstums, erst einmal nur von einer fortschrittlichen Minderheit als Ziel geteilt wird.

Lebens- und Klimawandel hängen zusammen. So banal diese Einsicht erscheint, so schwer ist zu begreifen, warum sie nicht flächendeckend zu Veränderungen führt.
Starke Gruppen wenden sich dagegen. Das wird überdeutlich, da die Ampel-Regierung nach Pandemiebewältigung und Unterstützung im Krieg gegen die Ukraine nun wieder das Programm aufruft, für das sie ursprünglich gewählt wurde: Der sozialverträgliche Kampf gegen den Klimawandel. Oder indem sie das Gegenteil tut und sich dem Willen der FDP beugt.

Klimawandel stoppen: Die Fronten sind geklärt und verhärten sich zunehmend

Man könnte verzweifeln angesichts der Rückschritte. Doch Ostern ist die richtige Zeit, die Zeichen der Hoffnung zu sammeln.

Klimaschutz: SPD fordert parlamentarische Kontrolle der Regierung bei Klimazielen

Zeit hier Von Fabian Reinbold  7. April 2023,

Der Klimaschutzstreit belastet die Koalition. Nun will die SPD-Fraktion das Einhalten der Klimaziele überprüfen. Sie geht auf Distanz zur FDP – und zum Bundeskanzler.

Am Klimaschutzgesetz hat sich der größte Streit der Ampel-Koalition entzündet. SPD und FDP setzten im Koalitionsausschuss zum Ärger der Grünen eine Lockerung der Regeln durch: Die Obergrenzen für einzelne Sektoren wie das Verkehrswesen oder den Bausektor, die die Klimaziele in den vergangenen zwei Jahren gerissen hatten, wurden aufgeweicht.

Die SPD-Fraktion will dem Bundestag nun stärkere Kontrollrechte beim Klimaschutz einräumen. Beim Klimaschutzgesetz brauche es mehr Verbindlichkeit, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch ZEIT ONLINE: "Bislang hatte das Parlament keine Handhabe, wenn die Bundesregierung einfach kein Klimaschutzsofortprogramm vorgelegt hat. Da braucht es zusätzliche Hebel für das Parlament."

Pipeline-Pläne zur Wasserversorgung: Bayerischer Durst auf den Bodensee

Süddeutsche Zeitung  7. April 2023, Von Claudia Henzler und Christian Sebald

Einfach anzapfen? Im Norden des Freistaats fehlt Wasser. Eine Pipeline könnte helfen - aber diese Idee löst Streit aus

Was die Niederschläge und damit den Wasserhaushalt anbelangt, ist Bayern zweigeteilt. In Oberbayern und im Allgäu regnet es recht ergiebig - aufs Jahr gesehen 1500, bisweilen sogar 2000 Liter pro Quadratmeter. In Franken und der Oberpfalz dagegen nicht einmal die Hälfte. "Wir haben heute schon Gegenden in Franken, in denen es so trocken ist wie im Bergland von Jordanien oder Israel", sagt der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) oft, wenn er über den Wasserhaushalt im Freistaat spricht. Die Dürreperioden der vergangenen Jahre waren für die 5,2 Millionen Menschen in Nordbayern besonders stark spürbar. Und die Experten sind sich einig, dass sich die Wasserknappheit in Franken und der Oberpfalz im fortschreitenden Klimawandel noch zuspitzen wird.

In der Not haben sie im bayerischen Umweltministerium eine kühne Idee geboren. Das Stichwort lautet "Wasserspange". So nennt Umweltminister Glauber den Plan, Wasser aus dem Bodensee über ein gigantisches Netzwerk aus neuen und vorhandenen Fernleitungen nach Franken zu transportieren. Außerdem sollen zwei Talsperren im Bayerischen Wald und im oberfränkischen Fichtelgebirge an die Spange angeschlossen werden.

Samstag, 8. April 2023

Die Bodenseegürtelbahn - das Projekt beginnt

 


Ausbau und Elektrifizierung der Strecke Radolfzell - Friedrichshafen  hier

Auf den rund 60 Kilometern zwischen Radolfzell und Friedrichshafen schaffen wir mehr regionale und überregionale Verbindungen und sagen „Auf Wiedersehen“ zu den Dieselzügen.

Angesichts explodierender Unfallzahlen: Tüv fordert schnelleren Ausbau der Radinfrastruktur

 hier 05.04.2023, TÜV Unfall Studie

Die steigenden Unfallzahlen mit Fahrrädern und E-Scootern bereiten dem Tüv-Verband Sorgen. Deswegen fordert dieser einen schnelleren Ausbau der Radinfrastruktur.

Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind im Jahr 2022 in Deutschland fast 100.000 Fahrradfahrende bei Verkehrsunfällen verunglückt. Dabei gab es einen Anstieg von rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders besorgniserregend sind die steigenden Unfallzahlen mit Pedelecs, von denen 44 Prozent der im vergangenen Jahr getöteten Radfahrenden betroffen waren.

Der Tüv-Verband fordert daher einen schnelleren Ausbau der Radinfrastruktur. Marc-Philipp Waschke, Experte für Verkehrssicherheit beim Tüv-Verband, betont: „Die Radverkehrsinfrastruktur muss dringend ausgebaut werden, um Zweiradfahrende besser zu schützen.“ Eine wichtige Voraussetzung dafür sei die angekündigte Reform des Straßenverkehrsrechts in Deutschland.
Die Kommunen bräuchten mehr eigene Zuständigkeiten und Kompetenzen, um den Straßenverkehr zu entflechten, bei Bedarf zu verlangsamen und ein flüssiges und sicheres Nebeneinander verschiedener Fortbewegungsformen zu ermöglichen.

Einschätzung von Experten: Photovoltaik-Kapazität jährlich um ein Viertel steigerbar

Tagesspiegel  hier  06.04.2023  Von Julia Bernewasser

In Deutschland hatte Solarstrom im Rekordmonat Juni 2022 einen Anteil von 20 Prozent an der Stromerzeugung. Eine Expertengruppe sieht weltweit immenses weiteres Potenzial für die Photovoltaik.

Auf immer mehr Dächern in Deutschland und anderen Ländern sind Photovoltaik-Anlagen zu sehen. Weltweit sollte nach dem Vorschlag eines internationalen Expertenteams eine Steigerung der Kapazität um etwa 25 Prozent jährlich angestrebt werden, um bis 2050 eine installierte Leistung von 75 Terawatt (TW) zu erreichen.

Dieses Ziel sei ehrgeizig, aber durchaus gut erreichbar, heißt es im Beitrag der mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Fachjournal «Science». Das Wachstumspotenzial der Photovoltaik (PV) sei in der Vergangenheit durchweg unterschätzt worden.

Freitag, 7. April 2023

Bad Saulgau als Landeshauptstadt der Biodiversität: Willkommen im Biberland

Standard  hier  von Katharina Jakob

Am 7. April ist internationaler Tag des Bibers. Zeit, den Nager zu ehren: Wo er tätig sein darf, entfaltet er segensreiche Wirkung. Wenn nur die Kommunikation stimmt.

Spitz zernagte Baumstümpfe ragen aus dem Unterholz, gefällte Stämme liegen kreuz und quer in der Landschaft, unter den Schuhen schmatzt das Wasser. Wer das Revier eines Bibers betritt, ist mitunter regelrecht geschockt. Hier geht es wüst zu, ganz anders als in einer von Menschenhand geformten Kulturlandschaft. Doch so robust der Biber auch zu Werke gehen mag, so wertvoll ist sein Beitrag: Er korrigiert unsere menschlichen Fehler.

Wir haben unsere Häuser und Felder bis an die Flussufer herangebaut und sind Überflutungen hilflos ausgeliefert. Gleichzeitig stehen wir in Dürrezeiten ohne Wasser da, weil sich in unserer versiegelten Landschaft kein Tropfen mehr halten kann. Biber hingegen schaffen Auenlandschaften, wenn man sie lässt. Und die wiederum schützen Menschen. Wo anschwellende Flüsse nicht in Heizungskeller laufen, sondern in Wiesen, gibt es weniger Flutschäden. Biberdämme sorgen dafür, dass der Grundwasserspiegel auch in Trockenzeiten hoch bleibt – elementar wichtig in Zeiten der Klimaerwärmung mit immer häufigeren Dürreperioden.

Die nächste Weltklimakonferenz in Dubai wirft Schatten

Handelsblatt hier  07.04.2023

Klimagipfel-Präsident aus Dubai will auf Rolle der Wirtschaft setzen

Der nächste Weltklimagipfel-Präsident, Sultan Ahmed al-Dschaber, will die Rolle des privaten Sektors zum Schwerpunkt der nächsten UN-Weltklimakonferenz in Dubai machen. "Wir brauchen eine große Kurskorrektur und große Anstrengungen, um Fortschritte zu erzielen. Das können Regierungen nicht alleine", sagte Al-Dschaber in einem Interview mit dem "Guardian", das die Zeitung am Freitag veröffentlichte.

Die Nominierung Al-Dschabers zum designierten Präsidenten des UN-Treffens hatte im Winter Empörung ausgelöst, weil er Vorsitzender des staatlichen emiratischen Ölkonzerns ADNOC und Industrieminister der Vereinigten Arabischen Emirate ist. Die Emirate zählen zu den zehn größten Ölproduzenten der Welt. Dort eröffnet am 30. November in der Metropole Dubai die Weltklimakonferenz COP28.

Konkurrenz zum Flugzeug: Länder fordern mehr Nachtzüge

Tagesschau hier   07.04.2023

Nachtzüge werden immer beliebter - und sind gut fürs Klima. Damit Reisende weniger fliegen, fordern die Verkehrsminister der Länder laut einem Medienbericht nun, die Nachtzugverbindungen auszubauen.

Schon länger soll der Nachtzugverkehr dem Flugzeug Konkurrenz machen. Denn im Sinne des Klimaschutzes sollen Reisende weniger fliegen und mehr Zug fahren. Dass Nachtzüge in Zukunft verstärkt das Flugzeug ersetzen, fordern jetzt auch die Bundesländer und machen sich für ein größeres Angebot stark. Die Verkehrsminister drängen den Bund und die Deutsche Bahn, die Nachtzugverbindungen auszubauen. Das berichtet die "Rheinische Post" und beruft sich dabei auf ein Papier der Bundesländer. Nachtzüge seien eine "klimafreundliche Alternative zum Flugverkehr", heißt es demnach in dem Papier.

Neuer Bericht fordert Schließung aller Kohlekraftwerke bis 2040, um "Klimachaos" zu verhindern

hier in Euronews 07/04/2023

Weltweit sind noch mehr als 2.400 Kohlekraftwerke in Betrieb. Alle müssen in den nächsten 17 Jahren abgeschaltet werden, wenn die Welt ihre Klimaziele erreichen will.

Weltweit sind noch mehr als 2.400 Kohlekraftwerke in Betrieb. Alle müssen in den nächsten 17 Jahren abgeschaltet werden, wenn die Welt ihre Klimaziele erreichen will. Einem neuen Bericht zufolge muss die Welt fünfmal schneller aus der Kohle aussteigen als bisher, um ein "Klimachaos" zu verhindern. 

Erderwärmung Was im Bericht des Weltklimarats steht

hier  ARD   20.03.2023  Jan Frédéric Willems, DLF, 20.3.2023 

Ein rasant steigender Meeresspiegel, bis zu 2,8 Grad mehr bis 2100: Die Zukunftsszenarien im Abschlussbericht des Weltklimarats sind dramatisch. Die Forderungen entsprechend dringlich. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Papier.

Der Weltklimarat hat in seinem Abschlussbericht eindringlich vor den Folgen des Klimawandels gewarnt. Die Ozeane könnten demnach bis zur Jahrhundertwende einen Anstieg von bis zu einem Meter verzeichnen, die Erde sich schneller und stärker erwärmen als bisher angenommen. Grund sei der vor allem in den vergangenen Jahrzehnten extrem gestiegene CO2-Ausstoß, so die Wissenschaftler. Die Folgen sind für Milliarden von Menschen dramatisch - vor allem im Globalen Süden, der am wenigsten Treibhaus ausstößt. Zu welchen Schlüssen die Wissenschaftler gekommen sind - eine Übersicht.

Paket „Fit für 55“: Rat verabschiedet Verordnungen über Lastenteilung sowie über Landnutzung und Forstwirtschaft

Rat der EU Pressemitteilung 28. März 2023 13:10  hier

Der Rat hat heute zwei Verordnungen angenommen, die es der EU ermöglichen werden, ihre Nettotreibhausgas-Emissionen bis 2030 um mindestens 55 % gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. In der sogenannten „Lastenteilungsverordnung“ werden für die Mitgliedstaaten strengere Emissionsreduktions-ziele festgelegt, die bis 2030 erreicht werden müssen. Die Verordnung über den Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft (LULUCF) wird den Beitrag des Sektors zu den ehrgeizigeren allgemeinen Klimazielen der EU für 2030 stärken.

siehe dazu auch den folgenden Post hier

Überlingen: Architekten drängen auf Klimaschutz

 30.03.2023  hier im Südkurier

Das Kramer-Areal soll von einem Industriestandort zu einem Wohngebiet transformiert werden. Nahe am Bodensee entsteht so ein neuer Stadtteil für rund 700 Bewohner. 

Die Organisation Architects for Future (A4F) drängt auf eine klimaneutrale Bebauung. Der Umgang mit dem Bestand spiele dabei eine entscheidende Rolle. Ebenso die Frage nach der Bebauungsdichte, nach der Nutzung und der Verwendung bestimmter Baumaterialien. Nach Angaben der Stadtverwaltung werden im städtebaulichen Realisierungswettbewerb entsprechende Forderungen an die teilnehmenden Büros gestellt.

Donnerstag, 6. April 2023

Reicher Moos: Veranstaltung in Vogt am 18.4.23

 

Einladung

Hallo Unterstützende unseres Reicher Moos,
wir wünschen allen ein frohes Osterfest!

 Unser erster Informationsabend in Waldburg war sehr gut besucht und ein guter Auftakt!

In Vogt erwarten wir noch mehr Zuspruch und Interesse. Nächste Woche werden Flyer in Vogt und den Aussenbereichen verteilt.

 Eine Bitte:

Werbt für unser Anliegen in sozialen Medien, schreibt Leserbriefe, sprecht mit Bekannten und ladet alle zu unserer nächsten Infoveranstaltung ein!

Gebt dem Reicher Moos die Chance zum Überleben!
Das ist jetzt noch möglich!


Negativ Trend: Deutschland verliert jährlich 760 Millionen Tonnen Wasser

Focus hier  Donnerstag, 06.04.2023  von Nadja Podbregar

Klimawandel und Wetterextreme haben Wasserspeicher in den letzten 20 Jahren dezimiert

Negative Bilanz: Deutschland hat in den letzten 20 Jahren rund 15,2 Milliarden Tonnen Wasser aus seinen natürlichen Wasserspeichern verloren – das entspricht jährlich 760 Millionen Tonnen Wasser, wie Analysen ergeben haben. Dieser Verlust aus Gewässern, Grundwasser und Boden entsteht, weil seit 2002 weniger Wasser durch Zuflüsse und Niederschläge dazugekommen ist, als durch Verdunstung und Abflüsse verloren ging. Vor allem seit 2015 ist die Bilanz der deutschen Wasserressourcen daher negativ.

Der Klimawandel geht auch an Deutschland nicht spurlos vorüber: Die Mitteltemperaturen steigen, die Winter werden milder und im Sommer mehren sich Hitzetage und Trockenperioden. Besonders ausgeprägt ist dies seit dem Hitzesommer 2018, der auch europaweit eine historisch beispiellose Dürreperiode einleitete. Dies wirkte sich auch auf Bodenfeuchte und Gewässer aus: Sie haben ihr Wasserdefizit auch nach dem regenreicheren Jahr 2021 noch nicht wieder ausgleichen können. 

Klimaschutz im Verkehr: Es gibt kein Entkommen

 Euractiv hier  Jonathan Packroff | EURACTIV.de

Die Ampel-Koalition glaubt, durch eine Aufweichung des Klimaschutzgesetzes eine schmerzhafte Reduzierung der Verkehrsemissionen vermeiden zu können. Aber auf EU-Ebene wurden die Klimaziele gerade erst verschärft – und auch der deutsche Straßenverkehr wird seinen Beitrag leisten müssen.

Podcast: Aber China....und unsere LKW-Maut

 


Zeit hier  zum Anhören

Interview mit Claudia Kemfert„Einzelne Unternehmen haben Deutschland an den wirtschaftlichen Abgrund gedrängt“

Deutschlandfunk  hier  zum Anhören Schmidt -Mattern, Barbara | 05. September 2022,

Entlastungspaket Energieökonomin: Der Klimaschutz wird völlig vernachlässigt

Energieökonomin Claudia Kemfert (DIW) fehlt bei den neuen Entlastungen ein Booster-Programm für erneuerbare Energien. Es sei ein völlig falsches Signal der Ampel-Koalition, die Strompreise zu senken und für fossile Energien alles in Bewegung zu setzen.

Bundespressekonferenz mit Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung DIW Berlin und Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit


Focus hier  FOCUS-online-Redakteurin Jacqueline Arend   06.04.2023

„Schockwellen“. Ihr Buch-Titel beschreibt, was die Wirtschaftsexpertin Claudia Kemfert fühlt, nachdem sie jahrelang die Bundesregierung beraten und vor russischer Energie-Abhängigkeit gewarnt hat - ohne Erfolg

Streit um Wasserstoffheizungen: Warum sie nicht die Lösung sind

Umwelt-Institut  hier   Kasimir Buhr  5. April 2023  

Die Ampel-Koalition hat neue Regeln für Heizungen vorgeschlagen, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Ursprünglich war geplant, fossile Heizungen zu verbieten und nur noch erneuerbare Heizungen einzubauen. Doch FDP und Gaslobby haben geschickt die Ängste vieler Menschen vor hohen Kosten ausgenutzt, um ineffiziente Wasserstoff-Heizungen zu unterstützen. Absurd: Gerade diese Geräte dürften auf lange Sicht das Heizen deutlich teurer machen.

Um das Klima zu schützen und unabhängig von Autokraten wie Putin zu werden, müssen wir weg von Erdgas und Öl. 2045 will Deutschland klimaneutral sein, gleichzeitig werden Heizungen aber oft deutlich länger als 20 Jahre genutzt. Um unser Klimaziel zu erreichen, dürften also ab jetzt nur noch Heizungen, die mit erneuerbarer Energie funktionieren, eingebaut werden. Darum war ursprünglich ein Verbot für den Neueinbau von fossilen Heizungen geplant.

Doch nach langem Streit wurde das Ziel, ab 2024 nur noch erneuerbare Heizungen einzubauen, durch viele Ausnahmen abgeschwächt. Besonders absurd sind dabei die Ausnahmen für sogenannte „H2-ready“-Heizungen. Das sind Geräte, die wie eine Gastherme Erdgas nutzen, theoretisch aber auch mit reinem Wasserstoff funktionieren.

Angstmache für teures Märchen

 


Mittwoch, 5. April 2023

Der grüne Anstrich trügt

 02.04.2023  hier im Südkurier

Um Nachhaltigkeitsversprechen auf Verpackungen kommt man beim Wocheneinkauf kaum noch herum. Die Nachfrage ist da. Viele Menschen wollen nachhaltiger leben und achten darauf, weniger Müll zu produzieren. So greifen viele nach Verpackungen, die nachhaltig wirken. „Darauf haben die Hersteller reagiert“, sagt der Umweltexperte Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Leider nicht unbedingt damit, dass sie wirklich nachhaltige Verpackungen angeboten haben.“ Viele Verpackungen würden stattdessen als nachhaltig tituliert, obwohl sie nicht anders seien als zuvor.

 


Abschaltfest am 15.4. in Neckarwestheim!

 Ausgestrahlt| Carolin Franta <info@ausgestrahlt.de> schreibt: 

Wir wollen  das endgültige Aus der AKW in Deutschland feiern! Am 15. April gehen die letzten drei Reaktoren Emsland, Neckarwestheim 2 und Isar 2 vom Netz. Das ist der historische Erfolg von Hunderttausenden, die jahrzehntelang gegen die nukleare Gefahr gekämpft und sich für eine Energiewende stark gemacht haben. Gemeinsam gewonnen!

Zusammen mit örtlichen Initiativen und anderen Organisationen ruft .ausgestrahlt zur Kundgebung auf und lädt Dich zum Abschaltfest ein. Freu Dich auf spannende Gäste aus dem AKW-Widerstand, auf Kabarett, Konzert u.v.m.

WANN: am Samstag, den 15. April, ab 13 Uhr
WO: am AKW Neckarwestheim, Im Steinbruch, 74382 Neckarwestheim

 
Nähere Infos zu Programm, Anreise und Mitfahrgelegenheiten findest Du hier.

Komm nach Neckarwestheim an diesem historischen Tag und bring Deine Freund*innen und Verwandten mit.  Feiert mit uns den großen Erfolg der Anti-AKW-Bewegung und zeigt die Sonnen-Flagge - für das Ende der Atomkraft und für eine Zukunft mit 100 Prozent erneuerbaren Energien!

Finanzen: Ist das auch nachhaltig?

 hier  in  Frankfurter Rundschau Artikel von Antje Mathez • 5.4.22

Stühlerücken beim Global Challenges Index: Einige Unternehmen müssen ihn verlassen, neue werden aufgenommen. Die FR nimmt das zum Anlass, den Index genauer zu beleuchten.

Grüne Geldanlagen sind längst keine Nischenprodukte mehr. Und seit die EU eine grüne Taxonomie ausgegeben hat, die nicht nur Fachleute unter dem Begriff Greenwashing einordnen, schauen Anlegerinnen und Anleger ebenso wie institutionelle Investoren genauer hin, wenn sie ihr Geld oder das ihrer Kund:innen wirklich nachhaltig anlegen wollen. Wer sich grüner darstellt als er ist, wird abgestraft, das Mindeste ist ein Reputationsschaden. Wer heute noch in klimaschädliche Papiere investiert, muss sich morgen um stranded assets, also wertlos werdende Geldanlagen, sorgen.

Dienstag, 4. April 2023

Konstanz: ein Antrag zur Änderung der Baumschutzsatzung!

links: gesehen in Wien

Ausgangssituation

Die Konstanzer Baumschutzsatzung stellt ein wichtiges Instrument zur Sicherung unseres wertvollen Baumbestandes dar. Momentan sieht sie vor, dass wenn ein Baum gefällt wird, ein neuer gepflanzt werden muss. Problematisch ist: bis der neue Baum die ökologische Wertigkeit seines Vorgängers erreicht hat vergehen Jahre, zum Teil gar Jahrzehnte.

Idee

Ein adäquaterer Ersatz wäre unserer Ansicht nach, bei der Ersatzpflanzung den jeweiligen Stammumfang des gefällten Baumes und des neuen Baumes zu berücksichtigen. Wird zum Beispiel ein Baum mit dem Stammumfang von 80 cm gefällt, müssen so mehrere Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 18-20cm gepflanzt werden, bis der Stammumfang des gefällten Baumes erreicht wurde.

WLAN soll Nachtruhe nicht stören - Zwei oberschwäbische Städte gehen nachts offline

 SWR hier  4.4.2023




Wind-an-Land-Strategie vorgestellt - Ideen können noch gehört werden

Mitmachen: Konsultation noch bis zum 6. April 2023

Liebe Interessierte,

am Mittwoch, den 22.3.2023, fand der erste Windgipfel statt. Die Bundesregierung und das BMWK wollen damit den Windkraftausbau weiter vorantreiben und Hürden abbauen. Dazu haben wir Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer, der Ressorts der Bundesregierung, der Verbände, der kommunalen Spitzenverbände und der Gewerkschaften eingeladen. Im Mittelpunkt stand eine breite Palette von möglichen Maßnahmen, die für eine Ausweitung und Beschleunigung bei der Planung, Genehmigung, Bürokratieabbau und beim Zubau von Windenergie an Land sorgen sollen. Der Windgipfel knüpft an den ersten PV Gipfel vom 10. März 2023 an. Das Eckpunkte-Papier zum Gipfel findet Ihr hier: Eckpunktepapier Wind

Klimaschutz in Karlsruhe - so geht`s weiter

RND  hier  Christian Rath  03.04.2023

Klimaschutz als Grundrecht: Die Karlsruher Klimarichterin Gabriele Britz geht

Aus der Feder von Verfassungsrichterin Gabriele Britz stammt das Staatsziel Klimaschutz. Nun übergibt sie im Verfassungsgericht die Zuständigkeit an ihren Vertrauten Martin Eifert.

Überlingen: Ton der Kontroverse bei Bebauungsplan "Rauenstein Ost"wird schärfer

02.04.2023  hier  Südkurier

Als „haltlos und unbegründet“ bezeichnet Oberbürgermeister Jan Zeitler die Vorwürfe von Elmar Kindermann hinsichtlich des Bebauungsplans Rauenstein Ost, die der Jurist im Ruhestand bereits in einem Schreiben vom 17. Januar an Stadtverwaltung und Stadträte und später in einem Brief vom 22. Februar an die Schweizer BG Business Group erhoben hatte. Kindermann hatte der Stadtverwaltung ein „rechtsmissbräuchliches Verfahren“ vorgehalten, das „nicht zu rechtswirksamen Beschlüssen führen“ könne.

Hirschlatt: Von FN abgelehntes Gewerbegebiet wird im Regionalplan weitergeführt

 02.04.2023  hier  Südkurier

Job in der Industrie statt auf dem Acker

Wenn Manuel Gessler auf seinem Feld in Hirschlatt steht, fühlt er sich wohl. Gut 20 Hektar ist das Areal groß: Dort, wo links die Kirschbäume stehen und rechts die Apfelbäumchen. Noch scheint es, als wäre alles beim Alten. Doch hier könnte es bald ganz anders aussehen. Vielleicht. In einigen Jahren. Denn wo es heute grünt, könnten morgen Gewerbebauten entstehen. Doch der Reihe nach.

Verkehrskongress fordert umweltfreundliche Mobilität

ZEIT ONLINE  hier 2. April 2023   Quelle: dpa Niedersachsen  

Mit einem Forderungskatalog an die Bundesregierung ist der 24. bundesweite Umwelt- und Verkehrskongress in Lüneburg zu Ende gegangen. Mehrere Hundert Teilnehmer stimmten am Sonntag dafür, dass ein zukunftsorientiertes Mobilitätsgesetz erarbeitet werden soll, das einen deutlichen Schwerpunkt auf den Umweltverbund (Bahn, ÖPNV, Fuß- und Radverkehr) und innerhalb dessen insbesondere auf die aktive Mobilität (Fuß- und Radverkehr) setzt.

Ein Punkt des Abschlussdokuments ist ein generelles Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf Autobahnen und innerorts flächendeckend Tempo 30. Auch eine grundsätzliche Reform des Bundesverkehrswegeplans wird gefordert, bei der alle Großprojekte, auch bei der Bahn, einer Überprüfung unterzogen werden sollten.

Ein Dorn im Auge sind den Verkehrsexperten Kurzstreckenflüge und deren Förderung durch niedrige Gebühren und Steuern. Flughäfen ohne internationale Bedeutung sollten nicht weiter mit öffentlichen Mitteln subventioniert werden, hieß es weiter.

Rund 350 Teilnehmern trafen sich von Freitag an unter dem Motto «Was uns antreibt - gesund und klimaschonend unterwegs». Der Arbeitskreis Verkehr und Umwelt (Umkehr) sowie der Fachverband Fußverkehr Deutschland (Verein Fuß) organisierten die Veranstaltung in der Hansestadt.


© dpa-infocom, dpa:230402-99-184104/2 

Montag, 3. April 2023

SPD mal wieder "Weggeduckt": Die Kindergrundsicherung wackelt

Vor der Wahl und dann bei den Koalitionsverhandlungen:

zu früh gefreut? hier

Das waren die Partei- Aussagen während des Wahlkampfes  hier


NTV  hier  04.04.2023  Von Sebastian Huld

Wie viel Geld ist genug gegen Kinderarmut?

Familienministerin Paus braucht nach eigenen Angaben mindestens 12 Milliarden Euro mehr im Kampf gegen Kinderarmut.

Die Ampel hat offenkundig ein Problem mit Verträgen: Einmal Geeintes legen die Parteien hernach unterschiedlich aus und am Ende sitzt FDP-Chef Lindner am längeren Hebel: dem Geldhahn. Beim Streit um die Kindergrundsicherung geht es auch um die grundsätzliche Frage, ob mehr Geld auch mehr hilft.

Kommentar zum Regionalplan: Schluss mit der Geheimniskrämerei

 hier    in der Schwäbischen Zeitung / Kommentar Paul Martin  Veröffentlicht:31.03.2023

Kurios: Der Regionalverband will 50.000 Euro für eine Kampagne ausgeben, die Karten mit den Windkraft– und PV–Flächen aber sind geheim. Ein Kommentar von Paul Martin.


Der Regionalverband macht ein Geheimnis draus: Noch darf niemand erfahren, wo demnächst die Flächen für Windparks oder große PV–Anlagen zur Verfügung stehen.

Kurios ist, dass man parallel betont und beschließt, wie viel dem Planungsverband die Öffentlichkeitsarbeit buchstäblich wert sei.
Liegt den Verantwortlich wirklich was an Transparenz?

Wenn den Verantwortlichen wirklich so viel an der Transparenz ihrer Arbeit liegen würde, wäre der aktuelle Planungsstand längst einsehbar. Interessierte Bürger können ihn aber nirgends finden.

Die weit fortgeschrittenen Karten zu den Wind– und PV–Flächen werden zwar regelmäßig gezeigt. Aber nur in der Verbandsversammlung oder im Ausschuss, und nur für ein paar schnelle Minuten. Danach sind sie wieder unter Verschluss.

Tettnangs grüne Räte kritisieren Regionalplan

hier in der Schwäbischen Zeitung   Veröffentlicht:29.03.2023

Die Fraktion bezieht sich in ihrer Stellungnahme sowohl auf den zeitlichen Rahmen als auch auf den Umgang mit dem Thema Energie.

Eine Stellungnahme der Grünen–Fraktion im Tettnanger Gemeinderat zum Artikel „Das lange Warten auf den Regionalplan“ hat Albert Dick der Redaktion zugeschickt.

„Das lange Warten auf den Regionalplan“ sei am 15. März zu lesen gewesen, so beginnt die Mitteilung, da dieser seit Oktober 2021 dem Ministerium in Stuttgart vorliegte. „Das Warten auf einen ,zukunftsfähigen’ Regionalplan geht aber schon viel länger, genaugenommen seit 2011, und liegt nicht am Ministerium in Stuttgart“, so ist weiter zu lesen.

Thekla Walker: gültige Sektorenziele für Baden-Württemberg

Vor Kurzem gab es einen Video-Chat mit der Umweltministerin von BW, Thekla Walker

In Baden-Württemberg gibt es die Sektorenziele offensichtlich noch, auch wenn das Klimaschutzgesetz geändert wurde, und die werden folgendermaßen beschrieben:




Technologischer Fortschritt - Die Rückkehr des Wunderglaubens

Spiegel hier  Eine Kolumne von Christian Stöcker  01.04.2023

Hunderte Fachleute und Elon Musk fordern eine Entwicklungspause für künstliche Intelligenz. Einige davon fürchten ein negatives Wunder, das die Menschheit ausrotten könnte. Viel gefährlicher aber ist ein anderer Glaube.

....Yudkowsky und Gleichgesinnte – von denen es mehr gibt, als man denken würde – glauben also daran, dass wir versehentlich einen Gott erschaffen werden, der uns anschließend auslöscht. Man muss an dieses Szenario nicht glauben, um den Unterzeichnern des offenen Briefs in der Sache dennoch zuzustimmen: Die unkontrollierte, unregulierte und rasante Entwicklung von KI-Systemen bräuchte dringend demokratische Kontrolle. Und zwar schnell, denn die Entwicklung ist nun einmal exponentiell. Dazu muss man nicht an Wunder glauben.

Der andere Wunderglaube ist gefährlicher

Der andere Bereich, in dem im Moment ständig Wunder herbeigeredet werden, ist die Bekämpfung der Klimakrise. Hier allerdings mit anderen Vorzeichen. Gerade hierzulande werden derzeit ständig Luftschlösser gebaut, mit dem durchsichtigen Ziel, möglichst wenig gegen die Klimakrise zu unternehmen.

Zur Liste dieser Wunder gehören:

    Die magische Vermehrung des grünen Wasserstoffs

    Die magische Vermehrung von E-Fuels

    Die magische Entfernung von CO₂ aus der Luft

    Die magische Energiequelle Kernfusion

Dieser – anders als beim Thema KI – rückhaltlos technikoptimistische Wunderglaube ist viel gefährlicher als »Erwachende, strafende Götter«-Szenarien. Er dient nämlich dem Zweck, echtes Handeln zu verhindern zu verzögern, die Bevölkerung zum Wohle der Fossilbranchen in falscher Sicherheit zu wiegen.

Update: Europe Calling “Koalitionsausschuss - Fortschritt oder Rückschritt für den Klimaschutz?”

Wer das Webinar verpasst hat, kann es jetzt hier anschauen oder hören:


Zusammenfassung & Einschätzung:

Sonntag, 2. April 2023

Markdorf: Kein Bauen ohne Rücksicht aufs Klima - Zukünftig Berücksichtigung der "Grauen Energie"

Bild links: BR hier mit mehr Infos zum Thema "Graue Energie" bzw. "Cradle to Cradle"

30.03.2023  hier

Im Dezember hatten etliche Stadträte mit deutlichem Unmut reagiert: Zuvor hatte Stadtbauamtsleiterin Monika Gehweiler dargelegt, dass es ein Nachhaltigkeitssiegel brauche, um KfW-Fördergelder für den Bau der geplanten neuen Grundschule im Markdorfer Süden zu erhalten. Denn die Gelder von der Kreditanstalt für Wiederaufbau sind an ein Zertifikat geknüpft, das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude, kurz QNG. 

Hohe Fördermittel hin, hohe Fördermittel her, manche Stadträte kritisierten, dass das Geld für teure Gutachten doch erheblich sinnvoller für Baumaßnahmen ausgegeben werden sollte.

Blick auf gesamten Zyklus

Bodenseekreis: Die Elektroroller kommen nach Friedrichshafen und Überlingen, vielleicht bald auch an der Bodenseeküste?

31.03.2023  hier im Südkurier 

Wo sind all die Elektroroller hin?

Friedrichshafen: ...Nach einer längeren Debatte entschied sich der Gemeinderat vor rund einem Jahr, die elektrischen Flitzer dauerhaft in der Zeppelinstadt zu etablieren – und verabschiedete dazu eine Sharing-Satzung mit strengen Regeln. Jetzt steht fest: Die grünen E-Scooter kommen wieder!...

Auch in Überlingen läuft derzeit eine Ausschreibung, nachdem drei Monate lang 250 Tier-Scooter und 50 E-Bikes unterwegs waren. ... Die Regularien sind ähnlich streng wie in Friedrichshafen. So dürfen die E-Roller künftig zum Beispiel in der Altstadt nur auf markierten Plätzen abgestellt werden....

Ein weiterer Anbieter, der in der Stadt Markdorf im Gespräch war, ist Zeus Scooters. ...„Wir haben uns nicht beworben, da beide Städte E-Scooter und Pedelec wünschen, Pedelecs haben wir momentan noch nicht im Angebot“, erklärt Nico Reitemeier, Kundenbetreuer bei Zeus..... „Die Testphase in Markdorf wurde auf Eis gelegt, da wir hier keinen Partner zur Wartung vor Ort finden konnten.“ 

Koalition will Sektorenziele im Klimaschutzgesetz abschaffen - Ist der Kli­ma­schutz-Rück­schritt noch ver­fas­sungs­kon­form?

 hier  Ito.de  von Lena Bitz31.03.2023

Während bislang jedes Ministerium individuelle Klimaziele erfüllen musste, soll nun eine Gesamtrechnung erfolgen. Die Folge: Weniger Druck einzelner Ressorts zur CO2-Reduktion. Ist das mit dem Klimabeschluss des BVerfG vereinbar?

Sven Giegold: Durchbruch in Brüssel für die Erneuerbaren Energien in der EU

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,

heute in den frühen Morgenstunden wurde nach einer Nachtsitzung im Trilogverfahren zwischen Europäischer Kommission, Europaparlament und Rat der Durchbruch bei der EU-Erneuerbaren-Richtlinie (RED III) erreicht. Vorausgegangen waren fast zwei Jahre intensive Verhandlungen zwischen den EU-Institutionen.
Die Trilogeinigung ist eine informelle Einigung, die jetzt noch von EP und Rat formell angenommen werden muss.

Die Beschlüsse zur EU-Richtlinie für erneuerbare Energien sind ein Durchbruch für Europa. Das Tempo des Ausbaus der Erneuerbaren wird europaweit verdoppelt. Die Ziele des Koalitionsvertrags für die Erneuerbaren werden damit rechtsverbindlich - und zwar nicht nur für Deutschland sondern für alle Mitgliedsstaaten. Wir machen Tempo bei der Energiewende und um schneller unabhängig von russischem Gas zu werden. Erst 2018 wurde die Erneuerbaren-Energien-Richtlinie während der Großen Koalition in Deutschland reformiert. Das Hauptziel für den Erneuerbaren-Ausbau wurde auf 32,5% am gesamten Energieverbrauch europaweit in 2030 angehoben. Heute haben wir lediglich rund 20% erreicht. Ursprünglich hatte die EU-Kommission nach den Klimaprotesten und der Europawahl 2019 im Rahmen des Green Deals 40% vorgeschlagen. Nach dem Angriff auf die Ukraine erhöhte die EU-Kommission ihren Vorschlag auf 45%.

Was nun herausgekommen ist:

  • Die EU hebt ihr bisheriges Erneuerbaren-Ziel von 32,5% auf 45% an. 42,5% Prozent werden wie bisher durch Mitgliedstaaten erbracht; 2,5% werden durch weitergehende freiwillige Beiträge der Mitgliedstaaten oder EU-Maßnahmen. Daneben sind viele verbindliche Sektorziele vereinbart worden, damit neben dem Stromsektor auch in den anderen Sektoren der Umstieg auf Erneuerbare Fahrt aufnimmt. 
  • Beim Erneuerbare-Wärme-Ziel: Das bisher unverbindliche Ziel für den Wärmebereich wird verbindlich und auf 1,1 Prozentpunkte Steigerung pro Jahr festgelegt. Hinzu kommt ein neues, indikatives Gebäudeziel von 49% Erneuerbare Energien am Wärmebedarf in Gebäuden.
  • Im Verkehrssektor erhöht sich das bereits verbindliche Ziel von 14% auf 29%.
  • In der Industrie muss verbindlich bis 2030 42% des eingesetzten Wasserstoffes aus Erneuerbaren Energien kommen, und dann 60% in 2035. Der Anteil von EE am Energieverbrauch der Industrie insgesamt soll jedes Jahr um 1,6% steigen.
  • Wir beschleunigen die Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien und Netze. Die Regelung aus der Notfallverordnung, die wir letztes Jahr im Zuge der Krise vereinbart haben, werden zukunftsfest gemacht und dauerhaft fortgeschrieben. Auch in der EU sind jetzt Erneuerbare und Netzausbau von überragendem öffentlichen Interesse. Damit kann z.B., wenn es schon bei der Ausweisung der Flächen eine Umwelt- und Artenschutzprüfung stattgefunden hat auf deine weitere Prüfung für die einzelne Anlage verzichtet werden, aber nur, wenn angemessene Vermeidungs- oder Ausgleichsmaßnamen getroffen wurden, das Naturschutzniveau also hoch bleibt. Dies war im ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission so nicht vorgesehen, sondern kommt nun auf deutsche Initiative hin in verstärkter Form.
  • Neuer Schwung für grenzüberschreitende Projekte: jeder Mitgliedstaat muss mindestens 1 grenzüberschreitendes Projekt für die Erneuerbaren angehen. Damit wird die gemeinsame Zusammenarbeit gestärkt, bspw. bei gemeinsamen Offshore-Projekten.

Samstag, 1. April 2023

Nebenan.de prämiert Ideen mit Vorbildcharakter im Klimaschutz

Liebe BUND-Aktive,

auf Anregung von Leonore Apitz, BUND-Fundraising-Referentin, mache ich Sie auf folgenden Fördertopf zum (örtlichen) Klimaschutz aufmerksam:

Der „Ideenwettbewerb Klimaschutz nebenan" geht in eine neue Runde. Im Fördertopf sind bis zu 3000 Euro für die Umsetzung der besten Projekte.

https://web.fundraiser-magazin.de/klimaschutz-nebenan

Die nebenan.de Stiftung ist überzeugt, dass Klimaschutz direkt vor der eigenen Haustür beginnt. Deshalb hat sie den bundesweiten Ideenwettbewerb Klimaschutz nebenan ins Leben gerufen. Dabei geht es um konkrete Vorschläge, die sich einfach umsetzen lassen. Die besten Ideen können bis zu 3000 Euro Startkapital gewinnen.

Wer eine gute Idee hat, kann diese bis zum 15.5.2023 einreichen.

Wichtig ist, dass die Idee einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz leistet und möglichst viele Menschen in der Nachbarschaft erreicht. Sie muss außerdem tatsächlich umsetzbar sein, sich dazu eignen, sie langfristig zu etablieren und sie soll Vorbildcharakter haben.

Nach dem Ende der Einreichungsfrist schaut sich die nebenan.de Stiftung alle Ideen an und wählt anschließend 100 aus, die am meisten überzeugen konnten. In einem Online-Voting, das vom 5. Juli bis 25.August 2023 läuft, kann jede und jeder seine bzw. ihre Stimme für eine Idee abgeben und damit die 15 Publikumsfavoriten wählen.

Startkapital plus Chance auf weitere 2000 Euro: Die Lieblinge des Publikums erhalten zusammen mit fünf weiteren Projekten, welche die nebenan.de Stiftung auswählt, jeweils 1000 Euro Startkapital für die Umsetzung ihrer Idee. Alle 20 Projekte ziehen außerdem ins Finale ein und haben die Chance auf zusätzlich 2000 Euro Preisgeld. Welche fünf Ideen sich am Ende über diese weitere Finanzspritze freuen können, entscheidet eine Fachjury.

Schnellerer Wärmepumpenumstieg: Was machen Polen, Italien, Frankreich besser?

e-fahrer hier  01. April 2023 | Gero Gröschel

Während Deutschland mit der Einführung der Wärmepumpen zu kämpfen hat, funktioniert der Umstieg in Polen, Italien und Frankreich wesentlich besser. Hier wurden 2022 deutlich mehr dieser Geräte verkauft als hierzulande. Wie lässt sich das erklären?

Deutschland hat bei der Wärmewende ambitionierte Ziele. Fossile Heizsysteme sollen sukzessive gegen klimafreundliche Systeme ausgetauscht werden. Eine wichtige Rolle soll dabei die Technologie der Wärmepumpe spielen. Doch im Vergleich zu seinen Nachbarländern hinkt Deutschland zahlenmäßig hinterher. Während 2022 bei uns 236.000 Wärmepumpen verkauft wurden, waren es in Frankreich rund 463.000 und in Italien sogar über 500.000 Stück. In Deutschland wuchs der Absatz zwar um rund 50 Prozent, in Polen dagegen um einhundert.

Update Bayerns Trinkwasser: Vorsicht ist geboten!

Erst kürzlich hat die Umweltministerin die Nationale Wasserstrategie auf den Weg gebracht. Ziel war es die Wasserversorgung der Menschen im Land zu sichern und vor wirtschaftliche Interessen zu stellen. hier

Nun kommt diese Meldung aus Bayern, die genau in die entgegengesetzte Richtung zeigt.

Uns betrifft es nicht direkt. Im Moment jedenfalls. Das kann sich mit den politischen Verhältnissen aber ganz schnell ändern und dann in der Bundespolitik festgezurrt werden  - daher muss man ganz genau im Auge behalten, was sich in Bayern beim  Thema "Wasser" tut......

Bild oben: Aus einem Correctiv-Bericht, hier  mit sehr spannenden Hinweisen und Ergebnissen


Update 31.3.23 Söder kündigt Wassercent für Bayern an
Süddeutsche Zeitung hier

Bodenseekreis: Kinder sollen aufs Elterntaxi verzichten

 29.03.2023  hier im Südkurier

Wenn derzeit besonders viele Grundschüler zur Schule radeln, könnte das einen einfachen Grund haben: Die Aktion „SpoSpiTo“-Bewegungspass hat begonnen und damit winken Preise für all jene Erst- bis Viertklässler, die an 20 Tagen aufs Elterntaxi verzichten und stattdessen selbstständig zur Schule gehen – oder eben radeln.

Heiligenberg: Projekt Dorfladen rückt in Reichweite

 29.03.2023  hier im Südkurier

Im Luftkurort scheint Wunschdenken zur Realität zu werden. Die Einrichtung eines Dorfladens mit Treffpunkt für die Bevölkerung geht mit großen Schritten voran. Aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) wurde ein Zuschuss von 60.750 Euro genehmigt. Doch das genügt nicht als Startkapital. Kredite und Bürgerbeteiligung sollen da helfen. Anregungen gab Unternehmensberater Wolfgang Gröll vom Bundesverband der Bürger- und Dorfläden.

Mehr Optimismus wagen oder "wie behält man nur den Überblick über die ganzen Krisen?"

hier bei Süddeutsche Zeitung

Der Präsidenten des Umweltbundesamtes Dirk Messner spricht über die Klimakrise

UN-Wasserkonferenz endet mit hunderten "freiwilligen Selbstverpflichtungen"

Süddeutsche Zeitung hier  25. März 2023

Die Vereinten Nationen hatten angesichts einer weltweit drohenden Wasserkrise zu einer dreitägigen Konferenz geladen. Generalsekretär Guterres hofft, dass die Versprechen der Länder nun auch realisiert werden.

Das Treffen sei ein nötiger Weckruf gewesen, bilanziert das World Resources Institute zum Abschluss der Wasserkonferenz in New York. UN-Generalsekretär António Guterres nimmt zum Ende des dreitägigen UN-Treffens die Länder beim Kampf gegen Trinkwasserknappheit in die Pflicht. Alle Hoffnung für die Menschheit "hängt davon ab, dass die wegweisenden integrativen und handlungsorientierten Verpflichtungen, die von den Mitgliedstaaten und anderen auf dieser Konferenz eingegangen wurden, realisiert werden".

Er spielte damit auf hunderte einzelne, nicht verpflichtende Maßnahmen und Projekte an, die unter anderem Staaten, Nichtregierungsorganisationen und die Freie Wirtschaft bei der Konferenz in den vergangenen zwei Tagen zugesagt hatten. "Es bedeutet, den Druck auf unser Wassersystem zu verringern", sagte Guterres.

«Der deutsche Atomausstieg ist unumkehrbar»

 hier bei ews Schönau  

Petra Völzing sprach mit dem Journalisten und Energieexperten Bernward Janzing über die Perspektiven für einen weltweiten Atomausstieg.

Deutschland steht endlich vor dem endgültigen Ausstieg aus der Atomkraft. International ist die gefährliche Technologie aber noch lange nicht am Ende. 

Am 15. April gehen die letzten drei Atommeiler vom Netz. Ist das wirklich das Ende der Atomkraft in Deutschland?

Warum uns liberaler Klimaschutz teuer zu stehen kommt

SPIEGEL Klimabericht  - Das Wichtigste zum größten Thema unserer Zeit 

Freitag, 31. März 2023  Susanne Götze

Vor zwanzig Jahren gab es noch eine Menge Klimaleugner und aktive Bremser, die jeden Fortschritt in der Klimapolitik behinderten. Das hat sich verändert. Fast alle politischen Parteien sind zumindest der Rhetorik nach für Klimaschutz. Uneinig ist man sich hingegen, welchen Weg man bis zur Klimaneutralität im Jahr 2045 gehen soll. Klimaschutz ist schließlich nicht gleich Klimaschutz. Sicher ist nur, dass am Ende eine grüne Null da stehen muss, wo jetzt noch 746 Millionen Tonnen Klimagase die Bilanz verhageln.