Donnerstag, 8. Oktober 2026

Vergesellschaftung wie in Berlin? Aktivist*innen Kritisieren BUWOG/Vonovia Bauprojekt in Weingarten

KlimaCamp

Pressemitteilung vom 5. Oktober 2026

Am kommenden Freitag, 9. Oktober, um 14 Uhr entrollen Klimagerechtigkeitsaktivist:innen ein 12 Meter großes Banner an der Mauer der Basilika in Weingarten.

In Sichtweite: die Baustelle der „Martinshöfe“, dem alten Schuler-Gelände der alten Maschinenfabrik, auf dem die BUWOG gerade einen Beton-Wohnkomplex errichtet [1].

„Die BUWOG verkauft sich als ehrenwertes Unternehmen, doch hinter ihr steht zu 100 Prozent der Wohnkonzern Vonovia
. Die BUWOG möchte viel Profit aus dem Projekt im Herzen Weingartens schlagen, doch das schlägt auf die Mieten. Wir sind hier, um das aufzudecken“, erklären Rosmarie Vogt aus Weingarten.

Vergesellschaftungsidee aus Berlin

Auf dem Banner fordern sie „Vonovia/Buwog vergesellschaften“ - Eine radikale Antwort auf die bedrohliche Wohnungsnot. In Berlin haben 58 Prozent der Bevölkerung dafür gestimmt, Konzerne mit mehr als 3000 Wohnungen zu enteignen und die Wohnungen in staatliche Obhut zu geben. [2]
„Es muss verhindert werden, dass sich Einzelne an unserem Grundbedürfnis, "dem Wohnen",  bereichern!“, sagt Samuel Bosch.

Sozialer oder Asozialer Wohnungsbau?

Laut der ZDF-Recherche-Sendung „Die Anstalt“ gibt Deutschland jährlich 3 Milliarden Euro an private Wohnkonzerne, um den sozialen Wohnungsbau zu fördern. Diese bauen davon zwar 30.000 Sozialwohnungen, müssen diese aber nur 25 Jahre als solche vermieten. Nach Ablauf der Frist heben sie die Mieten deutlich an. Im Endeffekt zahlt der Staat also Geld an Wohnkonzerne, doch es verschwinden jährlich doppelt so viele Wohnungen, 65.000 Wohnungen, wie durch die Maßnahme neu gebaut werden. [3]

Buwog Affäre

Auch die BUWOG selbst ist umstritten: Bis 2004 war sie in staatlichem Besitz von Österreich. Dann fädelte Karl-Heinz Grasser als Finazminister und einige andere Politiker ein, dass sie privatisiert werden konnte.
Die Buwog Affäre kommt 2009 zufällig ns Licht, als bei Ermitlungen zu einer insovent gegeangenen bank verdächtige Privisionszahlungen auffallen. Der Rechnusgshof stelte bereits 2008 Fest, das ie Buwog unter ihren Wert Verkauft wurde. [4], [5]
Zusätzulich bedeutet eine privatisierung das ein Teil der Mieten zu den Eigentümern Fließt. Vonovia hat 2024 beispielsweise eine illiarde an seine Aktionäre ausgeschüttet. [3] Bei Staatlichen oder geminnützigen Eigentümern kommt das Geld allen zu gute.
2018 fusionierte sie mit dem Wohnkonzern Vonovia. Für die Privatisierung sitzt Grasser aktuell seine 4-jährige Freiheitsstrafe ab, doch die BUWOG bleibt privatisiert. [6]
"Die Buwog muss dirngend vergesellschaftet werden, sonst machen Betrügereien wie die Buwog-Affäre die Runde." so Rosmarie Vogt.

Eigentlich ist die Wohnungsnot doppelt inexistent

Laut der Schwäbischen Zetung werden im Lankreis Ravensburg circa 2000 Wohnungen gebraucht. gleichzeitig stehen laut dem statisctischen Landesamt  5012 Wohnungne leer.  [7]
"Wir haben gar keinen Wohnungsmangel. Die Frage ist, wie kommen Suchende und Eingentümer:nnen von Wohnungen zusammen. Neubau ist keine Lösung, wir brauchen günstigen Wohnraum. Und dieser ist bereits vorhanden." sagt die Gemeinde- und Kreisrätin Hermine Städele.
"Es wäre ein Anfang, wenn Eigentümer:innen jedenfalls den Mietwert der Wohnung versteuern müssten, auch wenn sie die Wohnung nicht vermieten" schlägt Klaus Schulz als Lösung vor.

Während des Bannerdrops findet eine angemeldete  Kundgebung auf dem Basilikavorplatz zum Austausch über diese Problematik statt. Interessierte sind eingeladen, sich zu informieren und mitzudiskutieren.

Quellen:
[1]  https://www.buwog.de/presse/baubeginn-fuer-quartier-martinshoefe-erfolgreicher-spatenstich-mit-ob-moll
[2] Dwe quelle prozent und zahl der wohnungen ab wann es gillt
[3] https://www.zdf.de/play/shows/die-anstalt-104/die-anstalt-vom-11-november-2025-100
[4] https://www.derstandard.at/1330390577037/gesetz-verfassungswidrig-bei-buwog-patzte-der-gesetzgeber
[5] https://www.lawfinder.at/blog/buwog-prozess-geht-in-die-letzte-instanz
[6] https://www.derstandard.de/story/3000000262821/buwog-prozess-grasser-muss-vier-jahre-in-haft
[7] https://www.schwaebische.de/regional/oberschwaben/ravensburg/5000-wohnungen-frei-warum-man-trotzdem-nur-schwer-eine-findet-2836911

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