KlimaCamp
Pressemitteilung vom 5. Oktober 2026
Am kommenden Freitag, 9. Oktober, um 14 Uhr entrollen Klimagerechtigkeitsaktivist:innen ein 12 Meter großes Banner an der Mauer der Basilika in Weingarten.
In Sichtweite: die Baustelle der „Martinshöfe“, dem
alten Schuler-Gelände der alten Maschinenfabrik, auf dem die BUWOG gerade einen
Beton-Wohnkomplex errichtet [1].
„Die BUWOG verkauft sich als ehrenwertes Unternehmen, doch hinter ihr steht zu
100 Prozent der Wohnkonzern Vonovia. Die BUWOG möchte viel Profit aus dem
Projekt im Herzen Weingartens schlagen, doch das schlägt auf die Mieten. Wir
sind hier, um das aufzudecken“, erklären Rosmarie Vogt aus Weingarten.
Vergesellschaftungsidee aus Berlin
Auf dem Banner fordern sie „Vonovia/Buwog vergesellschaften“ - Eine radikale
Antwort auf die bedrohliche Wohnungsnot. In Berlin haben 58 Prozent der
Bevölkerung dafür gestimmt, Konzerne mit mehr als 3000 Wohnungen zu enteignen
und die Wohnungen in staatliche Obhut zu geben. [2]
„Es muss verhindert werden, dass sich Einzelne an unserem Grundbedürfnis,
"dem Wohnen", bereichern!“, sagt Samuel Bosch.
Sozialer oder Asozialer Wohnungsbau?
Laut der ZDF-Recherche-Sendung „Die Anstalt“ gibt Deutschland jährlich 3
Milliarden Euro an private Wohnkonzerne, um den sozialen Wohnungsbau zu
fördern. Diese bauen davon zwar 30.000 Sozialwohnungen, müssen diese aber nur
25 Jahre als solche vermieten. Nach Ablauf der Frist heben sie die Mieten
deutlich an. Im Endeffekt zahlt der Staat also Geld an Wohnkonzerne, doch es
verschwinden jährlich doppelt so viele Wohnungen, 65.000 Wohnungen, wie durch
die Maßnahme neu gebaut werden. [3]
Buwog Affäre
Auch die BUWOG selbst ist umstritten: Bis 2004 war sie in staatlichem Besitz
von Österreich. Dann fädelte Karl-Heinz Grasser als Finazminister und einige
andere Politiker ein, dass sie privatisiert werden konnte.
Die Buwog Affäre kommt 2009 zufällig ns Licht, als bei Ermitlungen zu einer
insovent gegeangenen bank verdächtige Privisionszahlungen auffallen. Der
Rechnusgshof stelte bereits 2008 Fest, das ie Buwog unter ihren Wert Verkauft
wurde. [4], [5]
Zusätzulich bedeutet eine privatisierung das ein Teil der Mieten zu den
Eigentümern Fließt. Vonovia hat 2024 beispielsweise eine illiarde an seine
Aktionäre ausgeschüttet. [3] Bei Staatlichen oder geminnützigen Eigentümern
kommt das Geld allen zu gute.
2018 fusionierte sie mit dem Wohnkonzern Vonovia. Für die Privatisierung sitzt
Grasser aktuell seine 4-jährige Freiheitsstrafe ab, doch die BUWOG bleibt
privatisiert. [6]
"Die Buwog muss dirngend vergesellschaftet werden, sonst machen
Betrügereien wie die Buwog-Affäre die Runde." so Rosmarie Vogt.
Eigentlich ist die Wohnungsnot doppelt inexistent
Laut der Schwäbischen Zetung werden im Lankreis Ravensburg circa 2000 Wohnungen
gebraucht. gleichzeitig stehen laut dem statisctischen Landesamt 5012
Wohnungne leer. [7]
"Wir haben gar keinen Wohnungsmangel. Die Frage ist, wie kommen Suchende
und Eingentümer:nnen von Wohnungen zusammen. Neubau ist keine Lösung, wir
brauchen günstigen Wohnraum. Und dieser ist bereits vorhanden." sagt die
Gemeinde- und Kreisrätin Hermine Städele.
"Es wäre ein Anfang, wenn Eigentümer:innen jedenfalls den Mietwert der
Wohnung versteuern müssten, auch wenn sie die Wohnung nicht vermieten"
schlägt Klaus Schulz als Lösung vor.
Während des Bannerdrops findet eine angemeldete Kundgebung auf dem
Basilikavorplatz zum Austausch über diese Problematik statt. Interessierte sind
eingeladen, sich zu informieren und mitzudiskutieren.
Quellen:
[1] https://www.buwog.de/presse/baubeginn-fuer-quartier-martinshoefe-erfolgreicher-spatenstich-mit-ob-moll
[2] Dwe quelle prozent und zahl der wohnungen ab wann es gillt
[3] https://www.zdf.de/play/shows/die-anstalt-104/die-anstalt-vom-11-november-2025-100
[4] https://www.derstandard.at/1330390577037/gesetz-verfassungswidrig-bei-buwog-patzte-der-gesetzgeber
[5] https://www.lawfinder.at/blog/buwog-prozess-geht-in-die-letzte-instanz
[6] https://www.derstandard.de/story/3000000262821/buwog-prozess-grasser-muss-vier-jahre-in-haft
[7] https://www.schwaebische.de/regional/oberschwaben/ravensburg/5000-wohnungen-frei-warum-man-trotzdem-nur-schwer-eine-findet-2836911
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