Dienstag, 27. Oktober 2026

Die Empörung wird massiv von der AFD im Hintergrund befeuert

 Sven König  20. Okt.2026

Warum lässt sich die CDU Deutschlands und auch die Christlich-Soziale Union so vor den Karren der AxD spannen?

Es ist klar zu beobachten, dass die AxD bzgl Berliner Landespolitik kaum wahrnehmbar ist. 

Aber die Empörung aller in der CDU Deutschlands und Christlich-Soziale Union wird massiv von der AxD im Hintergrund befeuert.

Das Kalkül: Obwohl die Linke nachweislich mehrheitlich verfassungskonform ist, wird es als Argument für die Zusammenarbeit der CDU Deutschlands mit der AxD vorbereitet. 

Die Brutalität der Sprache vieler Politiker sowohl der CDU Deutschlands und Christlich-Soziale Union ist zutiefst UN-CHRISTLICH!

Die Gleichstellung des Holocaust mit einer rot-rot-grünen Landesregierung durch die Junge Union Deutschlands ist eine GRENZÜBERSCHREITUNG!

Es widert mich an!


ZDF hier  von Johannes Lieber  19.10.2026

Analyse

"Ächtung", "Dammbruch", "Brandmauer":

Rot-Grün-Rot in Berlin zeigt Zerrissenheit der Bundespolitik

Die Berliner SPD und Grüne haben den Weg für Koalitionsverhandlungen mit den Linken freigemacht. Die Kritik auf Bundesebene war schon vorher groß - auch aus den eigenen Reihen.

Den Slogan "Nie wieder ist jetzt" bemühen in den letzten Tagen sowohl Teile der Union als auch der SPD. Er steht gegen Antisemitismus, für den Schutz jüdischen Lebens - und für einige Abgeordnete der schwarz-roten Koalition im Bund auch gegen eine linke Bürgermeisterin in Berlin.

Doch genau das wurde nun einen Schritt wahrscheinlicher. Die Berliner SPD machte den Weg frei für Koalitionsverhandlungen mit Linken und Grünen. Am Abend stimmten auch die Berliner Grünen zu, über Rot-Grün-Rot verhandeln zu wollen. Besonders in der SPD scheiden sich aktuell die Geister, ob das eine gute Idee ist.

Berliner SPD für Koalitionsverhandlungen mit Linken und Grünen

SPD uneinig über Umgang mit Linken

20 namhafte Bundestagsabgeordnete der SPD, darunter die ehemalige Innenministerin Nancy Faeser, sprachen sich vor der Entscheidung der Berliner Sozialdemokraten in einem Brief gegen die Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit den Linken aus. Ein Hauptkritikpunkt: Die immer wiederkehrenden Antisemitismusvorwürfe gegen die Berliner Linke.

Einer der Initiatoren der Erklärung, der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler, ließ im ZDF erkennen, dass er sich für eine Koalition mit der CDU statt der Linken in Berlin ausspricht. Doch innerhalb der Bundes-SPD ist man sich dabei keinesfalls einig.

Grüne und SPD wollen mit der Linken über eine Koalition verhandeln. Der Grünen-Parteitag und der Landesvorstand der SPD stimmten für Koalitionsgespräche. Die Linke stimmt Ende Oktober darüber ab.

20.10.2026 | 0:18 min

Die vier Berliner Bundestagsabgeordneten der Sozialdemokraten weisen die Erklärung der 20 anderen zurück und unterstützen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen.


Berlin braucht eine handlungsfähige Regierung, die sich den konkreten Problemen der Menschen widmet - und nicht eine politische Debatte, die bereits vor Beginn ernsthafter Verhandlungen alle Türen schließt.


Erklärung der SPD-Bundestagsabgeordneten aus Berlin


Auch sie bekennen sich in ihrer Erklärung zum Existenzrecht Israels und dem Schutz jüdischen Lebens. Und dennoch: Eine mögliche Koalition mit der Linken spaltet die SPD.

Der frisch wiedergewählte Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, stärkt Kanzler Merz im ZDF den Rücken. Gleichzeitig fordert er ihn auf, die Rentenreform jetzt zügig umzusetzen.

18.10.2026 | 6:09 min

Linken-Politikerin im Zentrum der Kritik

Im Zentrum der Kritik steht die Linken-Politikerin Vanessa Emde. Sie wurde bei der Wahl vor gut einem Monat mit 46,2 Prozent der Stimmen direkt ins Berliner Parlament gewählt. Im Wahlkampf sprach sie einem Rapper, der israelischen Soldaten bei einer Linken-Veranstaltung den Tod wünschte, ihre "volle Solidarität" aus.

SPD und Grüne forderten, dass Emde nicht Teil der Linksfraktion in Berlin sein dürfe - dennoch wurde sie aufgenommen. Das bezeichnete die als "kleinen Geländegewinn gegen die Staatsräson". Damit spielt sie auf eine Aussage von Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an, dass die Sicherheit Israels für Deutschland eine besondere Verantwortung sei.

Das hat wohl auch beim Vorstand der Berliner Linken für ein Umdenken gesorgt. Der will Medienberichten zufolge nicht mehr mit Emde zusammenarbeiten. Diese Woche soll es Gespräche geben.

Nach Kritik an der Abgeordneten Vanessa Emde distanziert sich die Berliner Linke von ihr - sie kooperiere nicht mit der Partei. Emde hatte online umstrittene Äußerungen zu Israel geteilt.

16.10.2026 | 4:19 min

Junge Union fordert "gesellschaftliche Ächtung"

Besonders scharf ist die Kritik aus der Union. CSU-Chef Markus Söder will eine "Brandmauer gegen links" hochziehen und der CDU-Abgeordnete Christoph Ploß bezeichnet eine Koalition mit den Berliner Linken als "absoluten Dammbruch". Es brauche eine "gesellschaftliche Ächtung des Kulturbruchs" durch SPD und Grüne, fordert die Junge Union - während "Nie wieder ist jetzt" auf einer LED-Wand aufleuchtet.


Wer verübt antisemitische Straftaten?

Die meisten antisemitischen Straftaten gehen laut der Polizeilichen Kriminalstatistik von Tätern mit rechter Ideologie aus (47 Prozent). Ein gutes Drittel der Taten (35 Prozent) geht auf "ausländische Ideologie" zurück. Linke Täter machen rund zwei Prozent der antisemitischen Straftaten aus.


Angesprochen darauf bezeichnete die Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner die Jugendorganisation der Union als "rechten Flügel" der Partei.


Was die da veranstaltet haben mit diesem "Nie wieder ist jetzt", das ist eine Unverschämtheit. 

Es ist wirklich eine Unverschämtheit, dass sie diesen Spruch instrumentalisieren gegen die Linke.

Ines Schwerdtner, Parteivorsitzende "Die Linke"


Die Berliner Linke steht nach ihrem Wahlerfolg vor einer schwierigen Debatte: Spitzenkandidatin Elif Eralp hat sich ausdrücklich zum Schutz jüdischen Lebens in der Hauptstadt bekannt.

22.09.2026 | 6:41 min

Grünen-Chef spricht von Rot-Grün-Rot im Bund

Auch der zweite mögliche Koalitionspartner - die Grünen - ist sich nicht einig, ob man eine Koalition mit der Linken eingehen soll. Co-Parteichefin Franziska Brantner, die dem eher konservativen Realo-Flügel zugeordnet wird, sagte in der ARD, dass die Berliner Linke "offensichtlich ein Problem mit Antisemitismus, auch mit Nähe zu Organisierter Kriminalität" habe. Sie dürfte zudem fürchten, dass Rot-Grün-Rot in Berlin Schwarz-Grün im Bund erschwert.

Weniger kritisch äußerte sich Felix Banaszak, ebenfalls Grünen-Parteichef. Auf dem Bundeskongress der Grünen Jugend brachte er am Wochenende sogar Rot-Grün-Rot im Bund ins Spiel.


Wenn diese drei Parteien eine Option haben wollen,
nach der nächsten Bundestagswahl zusammenzukommen,
dann darf dieses Bündnis gerade nicht auf den falschen Voraussetzungen gestartet werden.

Felix Banaszak, Parteivorsitzender Bündnis 90/Die Grünen


Wirklichen Einfluss hat die Grünen-Spitze aber nicht auf die Entscheidung in Berlin. "Die weiteren Entscheidungen liegen auf Berliner Landesebene", soll Banaszak laut "Bild"-Zeitung seinen Parteimitgliedern geschrieben haben.

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