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Was hat der Berliner Linken-Wahlsieg mit der Brandmauer zur AfD zu tun? Wir haben uns angesehen, wie NIUS, Apollo News & Co. seit der Wahl berichten. Der Umweg führt über die Linke.
Muster 1: Die Linke wird zum Gefahrenbild. Aus konkreten Vorwürfen gegen einzelne Akteure wird schnell eine Erzählung über die ganze Partei – und schließlich über eine mögliche rot-rot-grüne Regierung.
Muster 2: Gleichzeitig wird die Brandmauer zur AfD selbst zum Problem erklärt. Sie erscheint als strategischer Fehler, der rechte Mehrheiten blockiere und die CDU schwäche.
Wie entsteht das Gefahrenbild? Reale Kontroversen werden erst zu „Gaza-Extremismus“ und Islamismus verdichtet. Dann werden auch Migration, Polizei-, Sozial- und Wohnungspolitik Teil derselben Bedrohungserzählung.
Auch bei der Brandmauer verschiebt sich der Frame: Aus Abgrenzung wird „Ausgrenzung“, aus der Brandmauer eine strategische Sackgasse. Kooperation mit der AfD wird gleichzeitig als längst bestehende Realität erzählt.
Hier treffen beide Erzählungen aufeinander: Rot-Rot-Grün gilt als Grenzüberschreitung, die Brandmauer als Sackgasse. So verschiebt sich die Frage – von „Warum mit der AfD?“ zu „Warum eigentlich nicht?“
Der entscheidende Unterschied: Linke und AfD sind keine spiegelbildlichen „Ränder“. Die Linke ist eine demokratische Partei; während bei der AfD relevante Strömungen gegen die FDGO arbeiten.
Darum ist auch die Gleichung falsch: „Rot-Rot-Grün macht CDU-AfD unausweichlich“ ist kein politischer Automatismus. Sie ist Teil der Erzählung, durch die die Abgrenzung zur AfD immer schwerer begründbar wirken soll.
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