Mittwoch, 21. Oktober 2026

Investoren fordern klares Bekenntnis zur Energiewende

 Daniel Mautz  / LinkedIn

Wer Investoren einlädt und gleichzeitig Energiegesetze verschleppt, darf sich nicht über leere Stühle wundern.

Der Kanzler lädt zum "Invest in Germany"-Gipfel. Schöne Kulisse, persönliche Gespräche mit Friedrich Merz und seinen Ministern, das ganze Programm. Das Versprechen lautet, Deutschland sei offen für Kapital, für Wachstum, für Zukunft. 

Nur haben die Investoren selbst eine Botschaft mitgebracht, die nicht auf der offiziellen Agenda stand. Sie fordern ein klares Bekenntnis zur Energiewende. Nicht als Wunsch. Als Bedingung.

Denn mehrere wichtige Energiegesetze stecken seit Monaten im parlamentarischen Nichts. Infrastrukturinvestoren wissen genau, was das bedeutet.
Planungsunsicherheit, verschobene Projekte, fehlende Verlässlichkeit. 

Yves Meyer-Bülow vom Infrastrukturinvestor I Squared sagt es deutlich. Deutschland hätte die historische Chance, seine Infrastruktur wieder zum Wettbewerbsvorteil zu machen. Das Wort "hätte" erzählt die ganze Geschichte.

Wer Milliarden in erneuerbare Energien, Netze und grüne Infrastruktur lenken will, braucht Rechtssicherheit. Keine Koalitionsdebatten, in denen Technologieoffenheit als Framing für Vertagung dient.
Keine vagen Signale. Gesetze.

Dass Pharmachef:innen ihre Teilnahme gleich ganz abgesagt haben, setzt dem Ganzen die Krone auf. Ein Investitionsgipfel, bei dem relevante Branchenvertreter:innen fernbleiben, ist ungefähr so überzeugend wie ein Stellenangebot ohne Gehaltsangabe.


Handelsblatt: https://lnkd.in/exC39Emp  Catiana Krapp, Helena Smolak  19.10.2026

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Die Bundesregierung wirbt mit dem „Invest in Germany“-Gipfel um Vertrauen und Geld internationaler Unternehmen. Doch viele äußern sich kritisch – Pharmachefs sagen sogar ihre Teilnahme ab.

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