Martin Jendrischik
Deutschland hat die zweitniedrigste Smart-Meter-Quote Europas. Nur Griechenland liegt dahinter.
Die EU-Regulierungsagentur ACER hat ausgewertet, wie viele Haushalte in 25 Ländern einen Smart Meter haben.
In 16 Ländern sind es mindestens drei Viertel, in Schweden, Dänemark, Italien und Estland 100 Prozent. Deutschland kommt auf sechs Prozent.
Fairerweise gehört dazu: Ein Smart Meter ist hierzulande erst ab 6.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch Pflicht. Bei den Pflichtfällen liegt die Quote nach Zahlen der Bundesnetzagentur bei 26,1 Prozent. Das ist besser, aber weit entfernt von den Mindestquoten, die die EU-Kommission vorgeschlagen hat: 50 Prozent bis 2030, 75 Prozent bis 2033.
Schweden und Italien haben ihren Netzbetreibern früh feste Fristen gesetzt. In Deutschland verantworten 803 grundzuständige Messstellenbetreiber den Pflichteinbau, 591 davon betreuen weniger als 30.000 Messlokationen.
Mit der EEG-Novelle wird der Rückstand zum Problem. Wer seinen Solarstrom künftig selbst vermarktet, rechnet nach Viertelstunden ab, und diese Werte liefert nur ein intelligentes Messsystem.

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