Christian Stoecker
Wie schon oft gesagt und geschrieben:
Katherina Reiche tut immerzu so, als arbeite sie für niedrigere Strompreise.
Sie spricht aber praktisch nur mit Unternehmen, die an hohen Strompreisen viel Geld verdienen. Und reguliert in deren Sinne. Verstehen CDU Deutschlands, BDI - Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. und DIHK das?
Siehe auch hier. https://lnkd.in/eF5zUUsy
Und hier https://lnkd.in/e-zaqzWW
Und hier https://lnkd.in/eX7W5Z2R
Und hier https://lnkd.in/eeqibHWr
19.10.2026, • aus DER SPIEGEL 43/2026 hier
Reiche und ihre Spitzenbeamten treffen sich fast nur mit Energiekonzernen
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und ihre Topbeamten treffen sich mit Vertretern von Energiekonzernen offenbar lieber als mit Umweltverbänden. Sehr viel lieber, wie eine parlamentarische Anfrage ergab.
Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) und ihre Staatssekretäre haben sich von Januar bis September 37-mal mit Vertretern von Energiekonzernen getroffen – und nur einmal mit Umweltverbänden. Das geht aus der Antwort von Reiches Haus auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. Reiche selbst war bei sieben dieser Treffen zugegen.
Mit Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energie hatte die Ministeriumsführung in dieser Zeit überhaupt keine Gesprächstermine. Das in der Antwort genannte einzige Gespräch mit Umweltverbänden führte nicht Reiche selbst, sondern ihr Staatssekretär Frank Wetzel – und das war bereits am 5. März.
Reiche, die bis vor ihrem Amtsantritt im Mai 2025 Chefin der E.on-Tochter Westenergie war, wird regelmäßig vorgeworfen, eine Politik zugunsten traditioneller Energiekonzerne zu verfolgen, während sie erneuerbare Energien auszubremsen versuche. Umweltverbände und Greentech-Unternehmen klagen seit Langem darüber, dass sie bei der Ministerin und ihren Topmitarbeitern keine Termine bekommen und auch sonst kaum zu ihnen durchdringen.
Sie habe »noch nie erlebt, dass man mit einem Wirtschaftsministerium und einer Ministerin so wenig in Dialog treten kann«, sagte etwa Bärbel Heidebroek, Geschäftsführerin der Landwind-Gruppe und Präsidentin des Bundesverbands Windenergie (BWE), kürzlich in einem Interview. Anderen Verbänden aus der Erneuerbaren-Branche ergehe es ähnlich.
Das Ungleichgewicht bei den Gesprächsterminen sehen Kritiker nun als weiteren Beleg für die Bevorzugung traditioneller Energiekonzerne in den Gesetzesvorhaben des Wirtschaftsministeriums. »Von einseitiger Meinungsbildung kommt einseitige Politik«, sagt der Grünen-Bundestagsabgeordnete Michael Kellner, zu Zeiten der Ampelregierung selbst Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Vertreter der Erneuerbaren-Branche und Umweltverbände würden »kaum gehört und gesehen«. »Ich wundere mich nicht, wenn dann eine Politik für fossile Energien dabei herauskommt«, so Kellner.
Das Wirtschaftsministerium betont dagegen, dass es auch unterhalb der Leitungsebene »vielfältige dienstliche Kontakte« gegeben habe, über die aber keine vollständige Aufstellung existiere.

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