Philipp Raasch /Der Autopreneur https://lnkd.in/p/dTW5mvvY
Über das Verbrenner-Aus entscheidet China. Und nicht die EU
Seit Jahren diskutieren wir in der EU das Verbrenner-Aus:
2035 oder 2040. Aufweichen oder halten.
Viele sagen: Ein Kippen des Verbrenner-Aus rettet die deutsche Autoindustrie.
Das Problem ist: Dieses Datum ändert gar nichts.
Selbst wenn wir das Verbrenner-Aus komplett kippen: Die E-Autos setzen sich trotzdem durch.
Warum?
Lange hatte das E-Auto echte Nachteile im Alltag.
Vor allem: Reichweite und Ladezeit.
Heute sind die praktisch weg:
- Aktuelle E-Autos laden in 5 Minuten
- Und erreichen Reichweiten von 700-900 km
Damit fällt das Sachargument weg.
Der Wettbewerb verschiebt sich zum Preis.
Und der Massenmarkt entscheidet beim Autokauf immer nach Preis.
Die Rechnung:
- Der Verbrenner wird über die Zeit immer teurer
- Das E-Auto wird immer günstiger
Wo sich die beiden Kurven kreuzen, kippt der Markt. Und zwar schnell.
In China ist das schon passiert.
Auch weil die Politik dort das E-Auto über Jahre massiv gefördert hat.
Dort war 2025 mehr als die Hälfte aller Neuwagen elektrisch oder ein Plug-in-Hybrid.
Anfang September waren es schon 70%.
Und genau dort haben VW, BMW und Mercedes jahrelang rund jedes 3. Auto verkauft.
Die Regeln für diesen Markt macht China.
Und darauf hat unsere Politik in der EU keinen Einfluss.
Die Energie für diese Debatte können wir uns also sparen.
Viel wichtiger ist die Frage: Wie holen wir bei Batterie, Software und KI auf?
Denn davon hängt unser Wohlstand in den nächsten Jahrzehnten ab.

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