Prof. Dr. Markus Koschlik
Wer einen Blick in die Zukunft wagt, sollte aufpassen, dass ihm dabei die eigenen Geschäftsinteressen nicht die Sicht vernebeln.
1993 schalteten große deutsche Stromversorger diese Anzeige.
Darin die ziemlich eindeutige Prognose:
"Die regenerativen Energien wie Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken."
Dieser Einschätzung soll übrigens selbst Angela Merkel auf den Leim gegangen sein und den Satz 1994 nahezu wortgleich wiederholt haben.
Aber schauen wir mal, was aus den angeblich maximal möglichen 4 % tatsächlich geworden ist...
Gestern haben BDEW und ZSW die Zahlen für die ersten drei Quartale 2026 veröffentlicht:
Erneuerbare: 60,7 % 🚀
Das ist übrigens mehr als das Fünfzehnfache der damals herbeifabulierten angeblichen Obergrenze.
Aber fairerweise sollte erwähnt werden, dass man sich damals ja nicht nur bei den Erneuerbaren verschätzt hat. Die in derselben Anzeige als unverzichtbar dargestellte Kernenergie kommt heute in Deutschland auf ziemlich genau 0 %.
Erneuerbare Energien decken mehr als 60 Prozent des Stromverbrauchs ab
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News kompakt: Deutschland erreicht neuen Solarstromrekord
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Erneuerbare Energien: Solarstromproduktion übertrifft bereits jetzt Vorjahreswert
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