Montag, 5. Oktober 2026

Erneuerbaren - Anteil von 60,7 Prozent am deutschen Bruttostromverbrauch

 


Prof. Dr. Markus Koschlik

Wer einen Blick in die Zukunft wagt, sollte aufpassen, dass ihm dabei die eigenen Geschäftsinteressen nicht die Sicht vernebeln.

1993 schalteten große deutsche Stromversorger diese Anzeige.

Darin die ziemlich eindeutige Prognose:

"Die regenerativen Energien wie Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken."

Dieser Einschätzung soll übrigens selbst Angela Merkel auf den Leim gegangen sein und den Satz 1994 nahezu wortgleich wiederholt haben.

Aber schauen wir mal, was aus den angeblich maximal möglichen 4 % tatsächlich geworden ist...

Gestern haben BDEW und ZSW die Zahlen für die ersten drei Quartale 2026 veröffentlicht:

Erneuerbare: 60,7 % 🚀

Das ist übrigens mehr als das Fünfzehnfache der damals herbeifabulierten angeblichen Obergrenze.

Aber fairerweise sollte erwähnt werden, dass man sich damals ja nicht nur bei den Erneuerbaren verschätzt hat. Die in derselben Anzeige als unverzichtbar dargestellte Kernenergie kommt heute in Deutschland auf ziemlich genau 0 %.


pv magazine Deutschland

In den ersten drei Quartalen erreichten die erneuerbaren Energien einen Anteil von 60,7 Prozent am deutschen Bruttostromverbrauch. 

Das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum und ein neuer Rekord, wie vorläufige Berechnungen von ZSW und BDEW zeigen. Die Photovoltaik-Erzeugung stieg um 13,9 Prozent auf 94,7 Milliarden Kilowattstunden.




Erneuerbare Energien decken mehr als 60 Prozent des Stromverbrauchs ab
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News kompakt: Deutschland erreicht neuen Solarstromrekord
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