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Die EU will ihre Photovoltaik-Industrie stärken – bis 2030 sollen 40 % des Bedarfs mit einheimischen Produkten gedeckt werden.
Eine neue DIW-Analyse zeigt: Eine EU-weite Harmonisierung der Förderkritierien für PV-Projekte könnte die Produktionskosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.
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Die Europäische Union will ihre Photovoltaik-Industrie stärken – bis Ende des Jahrzehnts soll knapp die Hälfte des PV-Bedarfs mit einheimischen Produkten gedeckt werden.Eine neue DIW-Analyse zeigt: Eine EU-weite Harmonisierung der Förderkritierien für PV-Projekte könnte die Produktionskosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie stärken.
🔗 Zur Studie: https://lnkd.in/dMCSbcmn
Bis 2030 sollen 40 Prozent des PV-Bedarfs mit EU-Produkten gedeckt werden – langfristig soll so die Versorgung mit klimafreundlichem Strom unabhängiger von globalen Lieferketten werden.
Eine aktuelle DIW-Analyse äußert Zweifel, ob die aktuelle Umsetzung des Gesetzespaket dazu geeignet ist.
Der Net Zero Industry Act erlaubt es den EU-Mitgliedsstaaten, Förderprogramme für PV-Projekte an nicht preisbezogene Kriterien, etwa den CO2-Fußabdruck oder die Energieeffizienz, zu knüpfen.
Die Hauptkritik der Autoren Thibault Deletombe und Karsten Neuhoff: Die innerhalb einzelner EU-Länder verfolgten Förderansätze unterscheiden sich stark, was negative Folgen für Kosten und Wettbewerb hat.Die Modellanalyse der DIW-Forscher zeigt: Die derzeitige Fragmentierung führt dazu, dass Marktpotenziale im Binnenmarkt nicht vollständig genutzt werden. Unterschiedliche Anforderungen an PV‑Module erhöhen die Komplexität für Hersteller und Investoren – und treiben so die Kosten.
"Wenn jedes Land eigene nicht preisbezogene Kriterien definiert, entsteht ein Flickenteppich an Anforderungen, der Investitionen erschwert und Skaleneffekte verhindert", erklärt Karsten Neuhoff, Leiter der Abteilung Klimapolitik im DIW Berlin. „Das verteuert die Herstellung und schwächt die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Anbieter."
Aus diesem Grund plädieren die Wissenschaftler für eine EU-weite Harmonisierung der Förderkriterien, wobei auch andere Gesetzgebungsvorhaben, etwa der EU Industrial Accelerator Act (IAA) berücksichtigt werden sollten. „Nur mithilfe einer abgestimmten europäischen Industriestrategie können die Ziele der EU erreicht werden: eine resilientere Herstellung von PV‑Anlagen, geringere Kosten und ein Beitrag zu einem wettbewerblichen globalen Markt. Dazu müssen Industrie‑, Wettbewerbs- und Umweltpolitik enger miteinander verzahnt werden“, resümiert Studienautor Thibault Deletombe.
🔎 Zur Studie im DIW Wochenbericht 23/2026: https://lnkd.in/d6TJmAED
📰 Zur Pressemitteilung: https://lnkd.in/dntyx_N8
🎤 Zum Interview mit Studienautor Thibault Deletombe: https://lnkd.in/dP5CqtUP
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