Freitag, 12. Juni 2026

4 Studien zur Klimakrise

 

Dr. Stefan Schmitt  hier Zeit

4 neue Studien aus dieser Woche haben meine Kollegin Elena Erdmann und ich uns angeschaut (damit Sie es nicht tun müssen) + für DIE ZEIT auf je drei bis fünf Kernbotschaften reduziert:

»Wie die Erde schwitzt, … « (#Klimawandel #Ozeane)

»… und was die Menschen tun« (#Energiekrise #Dekarbonisierung)

Es handelt sich um die Publikationen 

  • »Indicators of Climate Change« (Copernicus ECMWF / European Centre for Medium-Range Weather Forecasts - ECMWF), 
  • »World Ocean Assessment 3« (United Nations), 
  • das Climate Action Tracker-Briefing »Government responses to the US-Israel war on Iran« (NewClimate Institute / Climate Analytics) und 
  • die Ember-Studie »A clean break«


Zeit Von Elena Erdmann und Dr.Stefan Schmitt 11. Juni 2026

Studien zur Klimakrise: Wie die Erde schwitzt, und was die Menschen tun

1,37 Grad Erderwärmung, der Schock der Energiepreise und Ozeane, denen es schlecht geht: Neueste Klimastudien zeigen, wo die Welt gerade steht. Und was es braucht.

Der Mai 2026 geht als zweitwärmster seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichte ein, die Ozeane sind seit Langem ungewöhnlich warm, und neben der Erderwärmung braut sich im Pazifik El Niño zusammen. Der Klimawandel gewinnt einmal mehr an Fahrt. 

In Bonn treffen sich derzeit wieder die Staaten der Welt zu Vorverhandlungen für die alljährliche Weltklimakonferenz, die im November im türkischen Antalya stattfinden wird. Deshalb erscheinen gerade zahlreiche wissenschaftliche Studien und Berichte, um eine fundierte Basis für die Gespräche zu liefern. Die wichtigsten Erkenntnisse haben wir zusammengefasst.

Übersicht:

  • Der Mensch hat die Erde bereits um 1,37 Grad aufgeheizt
  • Wie reagieren die Länder auf gestiegene Ölpreise?
  • Zu warm, voll mit Plastik und überfischt: Die Ozeane im Klimawandel
  • Europa könnte stärker auf Erneuerbare setzen – für mehr Unabhängigkeit

Der Mensch hat die Erde bereits um 1,37 Grad aufgeheizt

Studie: Indicators of Climate Change

Herausgeber: Europäische Union, das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus, sowie das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF)

Autor(en): Ein internationales Team von mehr als 70 Forschenden, darunter einige Autoren, die auch an den Berichten des Weltklimarates IPCC beteiligt sind

Erschienen: 11. Juni 2026

Kontext: Der Weltklimarat sammelt die wichtigsten Erkenntnisse der Klimaforschung. Allerdings erscheinen seine Berichte nur alle paar Jahre. Um diese Lücke zu schließen, veröffentlichen Forschende jedes Jahr den Bericht Indicators of Climate Change: Darin finden sich aktuelle Kennzahlen zum Klimawandel.

Fünf Kernbotschaften:

  1. Die globale Mitteltemperatur ist im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bereits um 1,37 Grad Celsius gestiegen. Gemeint ist dabei der langjährige Trend, einzelne Jahre waren sogar schon wärmer. Außerdem schauen die Wissenschaftler hier nur auf den menschengemachten Teil der Erderwärmung. Für manche mag das nach wenig klingen, warnt Studienautorin Sonia Seneviratne, tatsächlich sei es jedoch eine erhebliche Veränderung. »Wenn wir die Temperatur über Land anschauen, also dort, wo wir leben, sind wir bei 1,9 Grad, deutlich höher. Das wird häufig unterschätzt.«

  2. 1,5 Grad Erderwärmung – die Grenze, die sich die Staaten im Pariser Abkommen gesetzt hatten – werden wohl bald erreicht sein. Geht es weiter wie bisher, wäre es um das Jahr 2030 so weit. Das verbleibende CO₂-Budget – also die Menge an Kohlenstoffdioxid, die noch ausgestoßen werden kann, bis sich der Planet um 1,5 Grad erwärmt hat – ist Anfang 2026 auf 130 Milliarden Tonnen geschrumpft. Mit den derzeitigen Emissionen wäre es schon in zweieinhalb Jahren erschöpft.

  3. Die weltweiten Treibhausgasemissionen steigen noch immer, wenn auch langsamer als früher. 2024 (das aktuellste Jahr, für das Daten vorliegen) erreichten sie erneut einen Höchstwert: 56,8 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalente. Entsprechend wächst auch die Konzentration des wichtigsten Treibhausgases in der Atmosphäre weiterhin. Der größte Teil dieser Emissionen stammt nach wie vor aus dem Verbrennen fossiler Rohstoffe, also Kohle, Öl und Gas.

  4. Eine Frage hat die Klimawissenschaft in den vergangenen Monaten besonders beschäftigt: Beschleunigt sich die Erderwärmung? Und steigen die Temperaturen womöglich sogar schneller als erwartet? Laut den Autoren der Studie lassen sich die neuesten Messwerte durchaus mit früheren Modellen erklären. Allerdings liegen sie dort eher im extremeren Bereich. Pro Dekade würde die Temperatur derzeit um 0,27 Grad zunehmen. Das größte Problem sei dabei, dass die Treibhausgasemissionen immer noch steigen. Bleibt es dabei, dürfte sich auch die Erderwärmung weiter beschleunigen. Hinzu käme, dass darüber diskutiert wird, wie sich die Erderwärmung auf Prozesse wie die Wolkenbildung oder das Auftauen des Permafrostes auswirkt. Dabei könnte es zu Effekten kommen, die potenziell die Erderwärmung zusätzlich verstärken könnten.

  5. Bei zwei Indikatoren sieht man hingegen eine deutliche Beschleunigung: 
    • Das ist zum einen das sogenannte Energieungleichgewicht der Erde: Die Differenz zwischen der Energie, die vom Erdsystem absorbiert wird, und der Energie, die es als Wärmestrahlung wieder abgibt. So wird nicht nur der Treibhauseffekt an sich erfasst, sondern auch, wie viel Energie etwa die Ozeane aufnehmen. 
    • Zum anderen ist auch die Zahl der Hitzewellen in den Ozeanen deutlich gestiegen. Global habe es 2025 an 65 Tagen solche marinen Hitzewellen gegeben, mehr als dreimal so viel wie Anfang der 1990er-Jahre.


Wie reagieren die Länder auf gestiegene Ölpreise?

Studie: Climate Action Tracker Briefing

Herausgeber: NewClimate Institute, Climate Analytics, Institute for Essential Services Reform

Autor(en): Niklas Höhne, Ana Missirliu, Janna Hoppe, Frederic Hans, Sofia Gonzales-Zuñiga, Sarah Heck, Claudio Forner, Bill Hare

Erschienen: 11. Juni 2026

Kontext: Der Climate Action Tracker (CAT) ist ein Projekt mit dem Ziel nachzuverfolgen, welche Klimaschutzmaßnahmen Staaten ankündigen und inwiefern sie diese umsetzen. Bekannt ist es für ein Thermometer, das anzeigt, auf welche Erderwärmung die Menschheit zuläuft (aktuell: 2,6 Grad Celsius). Die CAT-Autoren haben nun für die 40 von ihnen beobachteten Länder analysiert, wie diese auf den Energiepreisschock infolge des amerikanisch-israelischen Angriffs auf den Iran reagiert haben. Die Reaktionen vergleichen sie mit jenen zu Beginn der Covid-19-Pandemie (PDF) ab 2020 und dem russischen Überfall auf die Ukraine (PDF) ab 2022.


Fünf Kernbotschaften:

  1.  Ausstieg ist nicht die einzige Option: Die Reaktionen in den untersuchten Ländern weisen in zwei gegensätzliche Richtungen, einerseits indem sie den Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu beschleunigen versuchen, andererseits probieren sie mit öffentlichen Ausgaben die Versorgung mit Öl und Gas trotz Mangel und Preissteigerung sicherzustellen. Das sei auch schon 2020 und 2022 so gewesen, merken die Studienautoren an. Damals hätten sich die konträren Reaktionen im Hinblick auf den Klimaschutz »gegenseitig aufgehoben« – sie hätten zwar geholfen, die Emissionen zu stabilisieren, aber unter dem Strich nicht für einen strukturellen Fortschritt gesorgt.

  2. Die Energiewelt hat sich gewandelt: »Die aktuelle Krise entfaltet sich unter merklich veränderten Bedingungen«, halten die Autorinnen und Autoren angesichts des Preisanstiegs bei Öl und Gas fest. Saubere Technologien seien gereift, die Elektrifizierung beschleunige sich, das Wachstum erneuerbarer Energien sei exponentiell. »Das verändert den strategischen Kontext politischer Entscheidungen.« Konkret stünden Regierungen vor der Wahl, die Abhängigkeit von Fossilen zu verstetigen oder ihr Energiesystem entschieden zu dekarbonisieren. Als Hindernis wird ausgerechnet genannt, dass in der EU, Japan und den USA »Anreize zur Transformation zeitweilig aufgeweicht« würden.

  3. Kurzfristige Entlastungen schaden eher: »Umfassende Subventionen für Kraftstoffe, Steuersenkungen und Preisobergrenzen« würden häufig gewählt, um angesichts von Preissteigerungen »den unmittelbaren sozialen Druck zu lindern«. Das »schwäche jedoch Preissignale«, schreiben die Autoren. Das heißt, Regierungen halten mit Steuergeld Gas und Öl, Benzin und Diesel künstlich erschwinglich, statt Alternativen zu fördern. Mindestens zehn Staaten hätten so reagiert, darunter Deutschland. Allein einkommensschwache Haushalte zu unterstützen, wäre ein gezielterer Einsatz von öffentlichen Geldern gewesen. Länder wie Belgien, Bulgarien, Frankreich, Pakistan und das Vereinigte Königreich hätten diesen Weg gewählt.

  4. Die Energiekrise wirkt wie ein Katalysator: Heute stünden Länder wie China und Pakistan bereits besser da, da sie ihre Elektrifizierung vorangetrieben hätten. Chile und Spanien seien Beispiele für Länder, in denen strukturelle Reformen wirkten, was ihnen bessere Bedingungen in künftigen Energiekrisen verspreche. Chile beziehe seinen Strom heute zu 70 Prozent aus Erneuerbaren. Spanien, ebenfalls ein Vorreiter bei fossilfreier Elektrizität, habe die Abgaben auf Strom gesenkt – eine Maßnahme, zu der die Autoren raten. Deutschland wird hingegen als Negativbeispiel genannt – mit seinem Tankrabatt.

  5. Die guten Absichten von gestern sind noch immer die beste Strategie: Die Maßnahmen, die bereits beim Klimagipfel 2023 in Dubai vereinbart worden waren, sehen die CAT-Autoren als besten Weg für Volkswirtschaften raus aus der Preiskrise der fossilen Energieträger. Dazu zählte die weltweite Verdreifachung erneuerbarer Stromerzeugung, die Verdopplung der Energieeffizienz in Gebäuden, im Verkehr und in der Industrie.

    Zusammengenommen würde das die Abhängigkeit von Öl und Gas auch dauerhaft mindern. Außerdem solle der sogenannte Methanschlupf bis 2030 um 30 Prozent reduziert werden: Besonders bei der Förderung und dem Transport von Erdgas entweichen große Mengen des Klimagases direkt in die Atmosphäre, was technisch vermeidbar wäre – und angesichts hoher Gaspreise schon ein Gebot der Sparsamkeit sein sollte. Der Ausbau Erneuerbarer, die Erhöhung der Energieeffizienz und die Senkung des Methanausstoßes könnten die »für das 21. Jahrhundert prognostizierte Erwärmung auf unter 2 °C begrenzen«. Die Erderwärmung zu mindern, ist aus dieser Perspektive auf einmal ein erfreulicher Nebeneffekt im Kampf gegen den fossilen Preiskrieg.


Zu warm, voll mit Plastik und überfischt: Die Ozeane im Klimawandel

Studie: World Ocean Assessment 3

Herausgeber: Vereinte Nationen

Autor(en): Mehrere Dutzend internationale Experten, darunter einige aus Deutschland

Erschienen: 8. Juni 2026

Kontext: Vor fünf Jahren erschien das letzte World Ocean Assessment, das vor allem Veränderungen der Meere und marinen Lebensräume im Zeitraum 2010 bis 2018 behandelte. In der neuen Ausgabe geht es nun primär um die Zeit seit 2018. Die Arbeit von beinahe 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus mehr als 80 Ländern wird in der Studie zusammengefasst. Teilweise sind die jüngsten Daten von 2023, was zeigt: Hier geht es weniger um neueste Messungen als darum, kontinuierlich großräumige Trends in den Meeren festzuhalten.


Drei Kernbotschaften:

  1. Es ist nicht allein das Klima, aber es spielt stets eine Rolle – auch bei den Ozeanen: Verschmutzung, industrieller Fischfang und sowohl Erhitzung als auch Versauerung des oberflächennahen Meerwassers würden sich verstärken. Hier verschärfe die Klimakrise jede der anderen Belastungen für die Lebensgemeinschaften im Meer.

    So zeigten am unteren Ende der Nahrungskette beispielsweise Krill und Plankton Schwankungen, die sich auf andere Meeresbewohner auswirkten. Besonders seien Fischbestände bedroht, obwohl längst nachhaltige Fangweisen bekannt seien. Als positives Beispiel nennt der Report die Erholung der Thunfischbestände.

    Insgesamt beschreiben die Autoren aber »eine sich verschärfende Krise«. Sie schreiben: »Klimawandel, Umweltverschmutzung, Überfischung und der Verlust an biologischer Vielfalt belasten die Ozeane stark.«

  2. Der Meeresspiegel steigt zwar nur millimeterweise, aber immer mehr:
    Schuld daran ist auch die zusätzliche Wärme. Die Ozeane haben bisher knapp ein Drittel des von Menschen ausgestoßenen Kohlendioxids aufgenommen und 90 Prozent der Hitze des Treibhauseffekts durch die Verbrennung fossiler Energieträger.

    Beinahe ein Sechstel der Wärme haben die Weltmeere allein in den Jahren seit 2018 aufgenommen. Die größte relative Temperaturveränderung zeige sich nun im Atlantik sowie in den südlichen Teilen des Indischen und Pazifischen Ozeans. Das wärmer werdende Wasser dehnt sich aus, was (neben dem Schmelzwasser ferner Gletscher) wesentlich zum Meeresspiegelanstieg beiträgt. Dieser habe im Jahr 2015 noch zwei Millimeter betragen, 2023 seien es bereits mehr als vier Millimeter gewesen. Die Rate hat sich in weniger als einem Jahrzehnt verdoppelt. Und bis zur Jahrhundertmitte, schreiben die Autoren, werde ein Drittel aller niedrig liegenden Küsten einen Landverlust von mehr als 100 Metern Küstenlinie erfahren.

  3. Die Verschmutzung mit Öl und Chemikalien geht zurück, Plastik nimmt zu:
    Steigende Mengen von Kunststoffen landen im Meer. Die Autoren rechnen gegenwärtig mit rund 50 Millionen Tonnen pro Jahr. Dort zerfällt dieser Müll zu Mikroplastik. Dessen schädliche Auswirkung sei mittlerweile bei mehr als 4.000 Arten von Meereslebewesen dokumentiert.

    Achtlos weggeworfener Verpackungsmüll sei dabei nicht die einzige Quelle dieser Verschmutzung. Auch von unsachgemäß geführten Müllkippen gelangen Kunststoffe über Flüsse ins Wasser, zugleich ist der Reifen- und Bremsabrieb aller Kraftfahrzeuge weltweit eine unerschöpfliche Mikroplastikquelle. Wind und Regen transportieren ihn meerwärts.


Europa könnte stärker auf Erneuerbare setzen – für mehr Unabhängigkeit

Studie: A clean break

Herausgeber: Ember

Autor(en): Tom Harrison, Chris Rosslowe

Erschienen: 10. Juni

Kontext: Der Thinktank Ember beobachtet die globale Energiewende. Seine Experten analysieren die Veränderungen der globalen Strommärkte und veröffentlichen Berichte über Trends bei erneuerbaren Energien und deren Anteil an der Elektrizitätsproduktion. Die aktuelle Studie betrachtet speziell die Lage der Erneuerbaren in Europa angesichts der Preissteigerungen bei fossilen Energieträgern infolge des Kriegs gegen den Iran.


Drei Kernbotschaften:

  1. Fossile Abhängigkeit kostet, Elektrifizierung lindert:
    Allein in den ersten beiden Monaten des Kriegs am Persischen Golf haben die Staaten Europas 18,5 Milliarden Euro zusätzlich für Öl und Gas bezahlt. Teurer geworden sind nicht nur fossile Energieträger aus der Golfregion, sondern auch von anderswo.

    Hier zeigt sich schmerzhaft Europas Verwundbarkeit. »Die EU ist weiterhin stark von fossilen Brennstoffen abhängig, bei denen 85 Prozent des Bedarfs von außerhalb importiert werden«, schreiben die Autoren.

    Ohne Elektrifizierung wäre die Situation schlimmer: Im Lauf des zurückliegenden Jahres hat der Einsatz von Elektrofahrzeugen in Europa 67 Millionen Barrel Öl eingespart (beziehungsweise die entsprechende Menge Benzin und Diesel). Das entspricht einem Wert von 4,1 Milliarden Euro. Die Flotte an Elektroautos in der EU sei »exponentiell gewachsen« und lag schon Ende 2024 bei fast sechs Millionen, schreiben die Autoren.

  2. Europa kann sich zu einem guten Teil selbst versorgen: In vielen Bereichen habe die EU ein starkes industrielles Fundament und könne den aktuellen Bedarf an sauberen Technologien weitgehend bis komplett selbst decken, schreiben die Autoren.

    So könne die Automobilindustrie 4,6 Millionen Elektrofahrzeuge im Jahr produzieren, während gegenwärtig nur rund 2,5 Millionen nachgefragt würden. »Europas Produktionskapazitäten übertreffen die Nachfrage sauberer Schlüsseltechnologien bei Weitem«, folgern die Autoren.

    Das gelte auch für Windturbinen, bei denen im Jahr 2025 eine Kapazität von 14 Gigawatt (GW) installiert worden sei, während Turbinen mit 30 GW gebaut werden könnten.

    Bei Wärmepumpen könnten die Hersteller rund das Dreifache der gegenwärtigen Nachfrage von insgesamt 2,6 Millionen Stück produzieren.

    Bei Batteriezellen liege die innereuropäische Kapazität immerhin bei gut 90 Prozent des Bedarfs.

  3. Auch Erneuerbare bergen Abhängigkeiten, etwa Solarpaneele, die aus China importiert werden müssen. Oder bei Wechselrichtern (Invertern), die den Gleichstrom aus den Solarzellen in Wechselstrom umwandeln. Die Situation sei aber nicht vergleichbar mit der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, schreiben die Autoren.

    Denn während Erneuerbare einmalig eingekauft werden, bräuchten fossile Kraftwerke kontinuierlich Nachschub. »Im Gegensatz zu Flüssigerdgas (LNG) liefern Solarmodule nach ihrer Einfuhr über 20 Jahre lang Strom.«

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