Man muss gar nicht so weit weg gehen, um gute Beispiele und Vorbilder zu finden.
Im Hegau gibt es die Gemeinde Gottmadingen, die zusammen mit der Firma Solarcomplex so viele PV-Freiland-Anlagen bauen will, wie die Gemeinde selbst an Stromversorgung braucht. hier
Die Gemeinde selbst hat für den 1. Park einen Anteil von 1,6 Mio € aufgebracht, für Bürger wurden Anteilscheine in Höhe von 800.000,-€ ausgegeben, die innerhalb weniger Tage an Ortsansässige vergeben waren.
Bene Maier, Leiter von Solarcomplex, erläuterte vor Ort, weshalb er das Vorgehen von der Gemeinde beachtenswert findet: Es gibt natürlich in jedem Ort, in jeder Gemeinde Menschen mit genügend Eigenkapital, um sich Anteile zu sichern. Aber in einer Gemeinde gibt es auch viele Menschen die sich so etwas nicht leisten können. Und indem die Gemeinde das Geld in solche Projekte investiert, kommt der Ertrag allen gleichermaßen zugute: für Kindergärten, Schulen, das Freibad, Ortsstraßen etc.
Warum die Erneuerbaren Dörfer retten können
Die Dörfer sind finanziell am Ende. Jedenfalls die meisten. Neue Einnahmen sind wichtig, um das Dorf am laufen zu halten.
Und der beste Weg, etwas gegen den Frust zu tun, der sich auftut, wenn nichts mehr geht. Und der die politischen Extreme ernährt.
Die Erneuerbaren bringen Geld in die Fläche. Und sie liefern günstige Energie für Bürger:innen, Gewerbe und vor allem für die Wärmewende.
Wenn man alles zusammendenkt. Und sich nicht abwendet, sondern Konzepte macht, wie die Mehrwerte vor Ort bleiben. Und mit den Bürger:innen verhandelt.
Am Beispiel eines Dorfes in der Altmark erkläre ich hier, wie das gehen kann und wie man in einem gemeinsamen Prozess Dorfentwicklung, Klimaschutz und Eigennutz durchaus zusammenbringen kann. Und auch muss. Wir müssen handeln, denn ansonste ist der Exodus des ländlichen Raumes nicht mehr aufzuhalten. Und da sind Windkraftanlagen im Wald manchmal das kleinere Übel. Seht Euch den Film an...
Kleiner Film auf YouTube: https://lnkd.in/ebaPEtnH
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