Und jetzt noch einmal ganz weit weg - und trotzdem ziemlich wichtig!
Deutschlandfunk hier 05.05.2023
Die Credit Suisse hat ecuadorianische Staatsanleihen im Wert von 1,6 Milliarden US-Dollar zurückgekauft.
Die Schweizer Bank erwirbt die Papiere mit Abschlägen von mehr als 50 Prozent. Im Gegenzug verpflichtete sich die Regierung des südamerikanischen Lands dazu, die so freigesetzten Barmittel in den Erhalt der Galapagos-Inseln und des umliegenden Meeresökosystems zu investieren. Das neue Reservat soll nach Angaben Ecuadors 60.000 Quadratkilometer umfassen. Verwaltet werde das Geld von einem Treuhandfonds, hieß es in Quito. Staatspräsident Lasso hatte bereits vor zwei Jahren auf der UNO-Klimakonferenz in Glasgow angekündigt, mittels Schuldentauschs ein neues Meeresschutzgebiet zu finanzieren. Die jetzige Transaktion ist die weltweit größte bisher bekannte zu Gunsten des Umweltschutzes. Das Geschäft ist allerdings umstritten, da die Credit Suisse finanziell angeschlagen ist und von der Konkurrentin UBS übernommen werden musste.
Manager-Magazin hier 05.05.2023
Die Skandalbank Credit Suisse hat in großem Stil ecuadorianische Staatsanleihen zurückgekauft. Hinter dem 1,6 Milliarden Dollar schweren Deal steckt der bislang wohl größte Tausch von Schulden gegen Natur.
Durch einen Schuldentausch können auch klamme Länder wie Ecuador Spielräume erhalten, um in den Umweltschutz zu investieren – und sich zugleich finanziell unabhängiger machen. Solch ein Tauschgeschäft Naturschutz gegen Schulden – im Branchenslang debt-for-nature swap – hat nun die selbst schwer angeschlagene Credit Suisse mit Ecuador vollzogen.
Die Schweizer Großbank hat ecuadorianische Staatsanleihen im Nennwert von 1,6 Milliarden Dollar zurückgekauft. Dies teilten ecuadorianische Banker am Donnerstag mit. Durch den Rückkauf werden Barmittel freigesetzt, die Ecuador in den Erhalt der Galapagos-Inseln investieren wird, einem der wertvollsten Ökosysteme der Welt.
Das Angebot, das die Credit Suisse Ende letzten Monats unterbreitet hatte, ist der bisher größte Tausch von Schulden gegen Natur. Experten werben seit Längerem für diese Art von Finanzierung von Naturschutz. So könne sichergestellt werden, dass das notwendige Geld für die Projekte zusammenkomme. Die Anleihen hatten wegen der politischen Schwierigkeiten Ecuadors stark an Wert verloren und die Credit Suisse kauft sie jetzt auf.
Der Deal könnte auch dem ecuadorianischen Präsidenten Guillermo Lasso etwas Luft verschaffen. Die Nationalversammlung streitet über ein Amtsenthebungsverfahren wegen angeblicher Veruntreuung, Lasso weist die Vorwürfe zurück.
apr/Reuters
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