Freitag, 27. Februar 2026

„Wir wollen, dass Bürgerinnen und Bürger sich eigenverantwortlich Solar-Panele aufs Dach packen und die Energiewende vorantreiben“

 

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will, dass Besitzer von Dachsolaranlagen keine Vergütung mehr bekommen, wenn sie Strom ins Netz einspeisen. Der Zwang zur Direktvermarktung stellt PV-Inhaber vor hohe bürokratische Hürden. 

Energieministerin Thekla Walker hält die Abschaffung der Einspeisevergütung für PV insgesamt für den falschen Weg. 

Warum? Nach einer Umfrage unter Solarinstallateuren würden sich lediglich vier von zehn Kunden ohne Einspeisevergütung noch eine Solarstromanlage im Heimsegment anschaffen, so der BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e. V..

  „Wir wollen, dass Bürgerinnen und Bürger sich eigenverantwortlich Solar-Panele aufs Dach packen und die Energiewende vorantreiben“, so Thekla Walker. Die Abschaffung der Einspeisevergütung würde zu weniger Ausbau von #Solarenergie führen. 

Netzüberlastung an sehr sonnigen Tagen ist ein reales Problem – aber lösbar mit Vor- statt Nachteilen für die BürgerInnen.

Wie? Durch Beschleunigung beim Roll-Out von Smart Metern, intelligenten Stromzählern. Smart Meter ermöglichen dynamischen Stromtarife. Diese setzen Anreize, Strom bevorzugt dann zu verbrauchen, wenn viel ins Netz eingespeist wird bzw. sich einen Speicher zu installieren, um diesen zu laden, wenn die Börsenpreise niedrig sind und ihn kostenlos zu entladen, wenn die Börsenpreise hoch sind. 

„Intelligente Steuerung von Verbrauch ist der bessere Weg zu geringeren Netzkosten als den Ausbau der Solarenergie zu drosseln und die Arbeitsplätze der Branche zu gefährden“, so Thekla Walker. 

Außerdem „Statt bei Privatpersonen auf die Bremse zu drücken, muss der Bund bei der ohnehin anstehenden Modernisierung der Netze aufs Tempo drücken und es fit machen für den Abschied von fossilen Energieimporten.“

Facts: In Deutschland liegt die Smart Meter Quote aktuell bei 3,8 % (Stand: September 2025). EU-Schnitt: 63 %

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