Wer eine Wärmepumpe und PV auf dem Dach hat, kombiniert beides – mehr oder weniger optimiert.
Zusätzlich werden laut BSW-Solar acht von zehn neuen PV-Anlagen bereits mit Batteriespeicher installiert.
Trotzdem lohnt sich ein systematischer Blick, um die unterschiedlichen Kombinationsvarianten zu untersuchen.
Der solare Deckungsgrad des Wärmepumpen-Strombedarfs liegt mit PV allein bei 15 bis 20 Prozent. Eine Optimierung des Betriebs und ein Batteriespeicher bringen ihn auf 35 bis 55 Prozent. Die saisonale Lücke bleibt das zentrale Problem – egal wie groß die Anlage ist.
Das Elektroauto wird künftig eine interessante Komponente im System sein. Eine 8- bis 10-kWp-Anlage deckt im Jahresmittel den Strombedarf von Wärmepumpe und E-Auto zusammen. Bidirektionales Laden könnte eine neue Spielwiese eröffnen – erste Angebote laufen seit Anfang 2026.
Solarthermie ist effizient und bewährt – als Neuinvestition heute aber schwer zu rechtfertigen. Wer bereits eine solarthermische Anlage hat und eine Wärmepumpe hinzukommt, sollte beide Systeme kombinieren. Ansonsten gewinnt PV den Wettbewerb auf dem Dach.
Das HEMS ist der Multiplikator des Systems. Alle Kombinationen funktionieren ohne es – aber mit HEMS werden Wärmepumpe, PV, Speicher und E-Auto zu einem koordinierten Ganzen. Die HTW-Studie beziffert den Mehrwert auf bis zu 2.500 Euro Ersparnis pro Jahr. Mehr zu HEMS unter: https://lnkd.in/danzCQDR
www.adac.de: HEMS steht für Home Energy Management System oder Heim-Energiemanagementsystem. Es handelt sich um eine Software oder ein integriertes System, das Photovoltaikanlagen, Stromspeicher, Wallboxen, Wärmepumpen und andere smarte Haushaltsgeräte miteinander vernetzt. Ziel ist es, den selbst erzeugten Strom effizient zu nutzen, die Stromkosten zu senken und die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz zu reduzieren.
Funktionsweise
Ein HEMS sammelt kontinuierlich Daten zur Stromerzeugung und zum Verbrauch im Haushalt. Auf Basis dieser Daten steuert es die Verteilung des Stroms:
- Priorität für Eigenverbrauch: Geräte wie Waschmaschine, Wärmepumpe oder Wallbox werden bevorzugt mit Solarstrom versorgt.
- Batteriespeicher: Überschüssiger Strom wird zunächst in einem Speicher geladen.
- Netzeinspeisung: Erst wenn der Bedarf gedeckt ist und der Speicher voll ist, wird Strom ins öffentliche Netz eingespeist.
- Dynamische Steuerung: Viele HEMS nutzen Wetterprognosen und dynamische Stromtarife, um den Verbrauch optimal anzupassen.
Komponenten und Integration
Typische Komponenten, die mit einem HEMS vernetzt werden können, sind:
- Photovoltaikanlage
- Batteriespeicher
- Wallbox für Elektrofahrzeuge
- Wärmepumpe oder andere Power-to-Heat-Systeme
- Smart Meter zur Echtzeitmessung des Stromverbrauchs
Die Steuerung erfolgt über Apps oder Online-Portale, sodass Nutzer den Verbrauch überwachen und bei Bedarf manuell eingreifen können.
Vorteile
- Maximierung des Eigenverbrauchs von Solarstrom
- Reduzierung der Stromkosten durch intelligente Nutzung und Speicherung
- Erhöhung der Energieautarkie und Unabhängigkeit vom Stromversorger
- Optimierung der Geräteauslastung und Integration erneuerbarer Energien in den Haushalt.
HEMS ist besonders sinnvoll für Haushalte mit Photovoltaikanlagen, Stromspeichern und smarten Verbrauchern, die ihre Energie effizient steuern und Kosten sparen möchten.
Die vollständige Analyse mit genauer Erklärung der Vergleichsinfografik und allen Quellen:
Auf Deutsch https://lnkd.in/dxpTFtGw
und Englisch https://lnkd.in/d3Ubkb-s
Kommentar Joachim Seebauer
Das sehen wir genaus so wie beschrieben.. Herr Marek Miara
Fast perfekt u. rund wird es wenn die Wärmepumpen in Ihrer DNA bereits „Smart Price Adaption“ integriert haben
Batterie u. die kostenlose Gebäudemasse runden das Projekt ab!
Aber mit HEMS werden Wärmepumpe, PV, Speicher und E-Auto zu einem koordinierten Ganzen. Die HTW-Studie beziffert den Mehrwert auf bis zu 2.500 Euro Ersparnis pro Jahr.
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