Freitag, 6. Februar 2026

"Zu Gitta Connemann hat der deutsche Mittelstand (…) weder ein Mindestmaß an Vertrauen noch ein Rest an Kompetenzvermutung"

Und schon wieder ist es passiert: solch deutliche Kritik der wirklich  Betroffenen führt zur unsäglichen Aussage des  stellvertretende Regierungssprechers: "Für uns erwachsen daraus keine Konsequenzen." Zur Kritik an Connemann hob er hervor, man sei sehr zufrieden mit ihrer Arbeit.

Noch mehr Vertrauensverlust geht eigentlich nicht.....In welchem Wolkenkuckucksheim ist die derzeitige Regierung zu finden?


Kritik an Gitta Connemann Ein Brandbrief des Mittelstands an Kanzler Merz

von Florian Neuhann  06.02.2026 | ZDF

"Blankes Entsetzen": In einem Brief an Kanzler Friedrich Merz attackiert der Mittelstandsverband dessen Wirtschaftspolitik scharf - und zählt eine Personalie an.

Die Post, die das Bundeskanzleramt am Donnerstagabend erreichte, hat es in sich. Ein Schreiben voll gepfefferter Kritik am Hausherrn, an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) - und insbesondere an dessen Wirtschaftspolitik. 

Absender des Briefs, der ZDFheute exklusiv vorliegt, ist Christoph Ahlhaus. Er ist Vorsitzender des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft und Parteifreund von Merz.

Mit viel Hoffnung, so schreibt Ahlhaus in dem Brief, hätten die Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland auf das Ende der Ampel-Regierung reagiert. Viele hätten Merz im Wahlkampf unterstützt und optimistisch auf die von Merz angekündigte Wirtschaftswende geblickt.


Nicht einmal neun Monate nach Ihrer Wahl zum Bundeskanzler ist diese Euphorie dem blanken Entsetzen
über die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland gewichen.

Brief des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft an Kanzler Merz


Mittelstandsverband: Solche Enttäuschung bei Unternehmen "noch nie gemessen"

In dem Schreiben bezieht sich Ahlhaus, der von August 2010 bis März 2011 für die CDU Erster Bürgermeister von Hamburg war, auf eine aktuelle Umfrage seines Verbandes unter 1.200 mittelständischen Unternehmen. 

64 Prozent der befragten Unternehmen glauben demnach nicht mehr daran, dass die angekündigte Wirtschaftswende gelingen werde. 79 Prozent geben an, sie würden nicht einmal mehr ein "engagiertes Bemühen" der Bundesregierung erkennen, für den Mittelstand relevante Probleme anzugehen.

Eine solche Enttäuschung, schreibt Ahlhaus an Kanzler Merz, habe man "noch nie gemessen". Die Zahlen seien ein "Alarmsignal", Merz solle sie als "Hilfeschrei" begreifen.
Ahlhaus fordert Merz auf, seine Richtlinienkompetenz für dringend notwendige Reformen zu nutzen, denn es sei hinlänglich bekannt, was der Wirtschaftsstandort jetzt brauche.


Wir wollen keine PR-Gipfel und
Placebo-Diskussionsrunden mehr.

Brief des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft an Kanzler Merz


Bundesverband mittelständische Wirtschaft

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) ist eine Lobbyvertretung der mittelständischen Wirtschaft mit Sitz in Berlin. In dem parteipolitisch unabhängigen Verband sind knapp 26.000 Unternehmerinnen und Unternehmer organisiert. Geschäftsführer ist seit 2023 der CDU-Politiker Christoph Ahlhaus.


Verband fordert Entlassung der Mittelstandsbeauftragten Gitta Connemann

Besondere Kritik bekommt in dem Schreiben schließlich eine Person, die sich in der Bundesregierung eigentlich um die Belange des Mittelstands kümmern soll: die CDU-Politikerin Gitta Connemann, Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand.

Connemann hatte vor ein paar Tagen mit einem Antrag für den CDU-Parteitag Ende Februar für Aufsehen gesorgt, in dem ihre Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) forderte, den Anspruch auf von ihr so genannte "Lifestyle-Teilzeit" abzuschaffen. An dem Antrag hatte es auch innerhalb der CDU heftige Kritik gegeben. Mittlerweile hat Connemann die Wortwahl öffentlich bedauert.

Ihrem Ansehen unter mittelständischen Unternehmen aber hat das offenbar nachhaltig geschadet. "Zu Gitta Connemann hat der deutsche Mittelstand (…) weder ein Mindestmaß an Vertrauen noch ein Rest an Kompetenzvermutung", heißt es in dem Schreiben an Kanzler Merz. Schließlich fordert Ahlhaus seinen Parteifreund Merz auf, "diese personelle Besetzung kritisch zu hinterfragen". Übersetzt: Gitta Connemann zu entlassen.

VDA-Präsidentin verteidigt Connemann

Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, zeigte sich sehr verwundert über die scharfe Kritik. Der VDA und seine Mitgliedsunternehmen aus dem automobilen Mittelstand nähmen Connemann als engagierte und stets an den Herausforderungen des Mittelstandes interessierte Politkerin wahr. "Mit hoher Kompetenz und positiver Streitbarkeit für den Mittelstand gehört sie zu den stärksten Vertretern der Bundesregierung - sie ist für uns eine wichtige, zuverlässige und vor allem kompetente Ansprechpartnerin."

Die Bundesregierung wies die Kritik zurück. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer sagte zu dem Brandbrief: "Für uns erwachsen daraus keine Konsequenzen." Zur Kritik an Connemann hob er hervor, man sei sehr zufrieden mit ihrer Arbeit.


 Ingwar Perowanowitsch •

Darin bezeichnet die CDU Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium Gitta Connemann E-Fuels für einen "großen Schritt für die Menschheit" und für eine „neue saubere" Perspektive zum Verbrenner. 

Doch alle Experten widersprechen. Daraufhin Connemann: "Wissenschaftler können sich auch täuschen“ und sagt während sie einen Kanister E-Fuels hält: "Nicht, dass ich noch anfange zu schnüffeln, ich mag den Geruch.“ 

Ganz ehrlich: Diese E-Fuels Werbung der CDU stinkt für mich zum Himmel. Von wem werden die bezahlt, dass ausgerechnet die Partei, die bei jeder Gelegenheit „Technologieoffenheit“ betont so offensiv und gegen jeden wissenschaftlichen Sachverstand für einen Kraftstoff wirbt?


hier Mirko Lange

"'Nicht, dass ich noch anfange zu schnüffeln, ich mag den Geruch', sagt die CDU-Politikerin Gitta Connemann, Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, während sie an dem Einfüllstutzen eines Spritkanisters, riecht. 

Darin schwappt eine hellblaue Flüssigkeit, sogenanntes E-Fuel." Was für ein schöner Einstieg in den Artikel auf tagesschau.de von heute Morgen. Und weiter: „Manche Wissenschaftler können sich auch täuschen,“ sagt sie, und wischt damit Bedenken gegen E-Fuels vom Tisch.


#DerKonsens

Was hier passiert, ist kein Ausrutscher, sondern ein Muster. Was hier passiert, ist kein offener Streit zwischen zwei gleichwertigen Zukunftspfaden. Die CDU versucht gerade, die physikalische Realität politisch zu überstimmen. Denn die wissenschaftliche Lage ist seit Jahren eindeutig: E-Fuels sind extrem energieineffizient, teuer, knapp und nur dort sinnvoll, wo es keine Alternative gibt: Luftfahrt, Schifffahrt, Teile der Industrie. Das ist ganz klarer Konsens.


#GroßerSchrittFürDieMenschheit

Trotzdem stellt sich Gitta Connemann vor einen Kanister, schnuppert daran und erklärt das zum „großen Schritt für die Menschheit“. Das ist keine Naivität. Das ist symbolische Politik gegen besseres Wissen. Der Satz „Manche Wissenschaftler können sich auch täuschen“ ist dabei der eigentliche Skandal. Denn er sagt übersetzt: Wenn Fakten politisch unbequem sind, erklären wir sie zur Meinung. Das ist das AfD-Playbook.


#Hoffnungsgaslighting

Was die CDU hier betreibt, ist strategisches Hoffnungsgaslighting. Man erzählt den Menschen: Ihr müsst euer Verhalten nicht ändern. Ihr müsst nichts lernen. Ihr müsst nichts loslassen. Irgendwann kommt eine technische Wunderlösung, die alles so lässt, wie es ist. Das ist genau das, was den Umstieg verzögert.


#DerEffekt

Das Entscheidende ist der systemische Effekt: Nicht, ob E-Fuels theoretisch existieren könnten. Sondern was ihre politische Erzählung heute anrichtet. Sie bindet Investitionen. Sie verunsichert Märkte. Sie bremst Infrastruktur. Sie gibt der Autoindustrie einen Vorwand, den Wandel zu verschleppen. Und sie verkauft Zeit, die wir nicht haben.


#Nostalgie

Wenn dann auch noch Friedrich Merz das Verbrenner-Aus aufweichen will und die EU plötzlich von 100 auf 90 Prozent Emissionsminderung zurückrudert, ist klar: Das ist kein technischer Diskurs mehr. Das ist machtpolitische Nostalgie. Der eigentliche Zynismus liegt darin: Intern weiß das Wirtschaftsministerium all das. Keine Großanlagen. Mehrfach höhere Kosten. Enorme Unsicherheiten. Und trotzdem wird öffentlich das Gegenteil suggeriert. Das ist keine Unwissenheit. Das ist bewusste kognitive Dissonanzproduktion.


#Fazit

Man könnte heulen. Hier wird nicht über Antriebe gestritten. Hier wird gerade das Grundprinzip moderner Politik beschädigt: dass Entscheidungen sich an überprüfbarer Wirklichkeit orientieren müssen. Und ja: E-Fuels haben eine Zukunft. Aber wer sie heute zum Rettungsring für den Verbrenner erklärt, verbrennt nicht Kraftstoff, sondern Vertrauen.


Mario Buchinger •

Es gibt ja noch immer einige #Realitätsallergiker, die #eFuels für die bodengebundene Mobilität für eine Option halten. Diese Leute haben bekanntermaßen in #Physik gepennt und sind voll im Raum der #Wissenschaftsfeindlichkeit.

Eine dieser Faktenflüchtlinge ist Gitta Connemann. Sie ist Vorsitzende des neoliberalen #GierFrisstHirn-Vereins #MIT und Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, wo ihre Chefin eine #Fossil-Lobbyistin ist.

Und diese besagte Frau Connemann wird im Bezug auf #eFools zitiert mit

"Nicht, dass ich noch anfange zu schnüffeln, ich mag den Geruch"🤦‍♀️

Ich kenne Frau Connemanns Drogenkonsum nicht, aber die Vorliebe für den Geruch toxischer Flüssigkeiten ist schon sehr verstörend und erklärt auch die Tatsache, dass sie die Entwicklung von E-Fuels für einen "großen Schritt für die Menschheit” hält.🤦‍♀️

Die Mondlandung, die Erfindung der Impfung, die Feststellung, dass die Andromeda-Galaxie kein Teil unserer Milchstraße ist, all das sind große Schritte für die Menschheit.

Aber eine Ersatzplörre für stinkende, rollende Heizungen, die noch immer giftige Abgase und Lärm produzieren und wo es längst eine weit überlegene Technologie gibt, soll ein "großer Schritt für die Menschheit” sein? Echt jetzt?

Nachdem ich in einem Beitrag gestern die Wissenschaftsfeindlichkeit von Herrn #Merz dokumentiert habe, kommt hier die nächste Vertreterin der CDU Deutschlands mit wissenschaftsfeindlichem Unsinn.

⛔Es gibt WELTWEIT kaum Projekte, die E-Fuels Herstellung vorsehen. Selbst wenn alle umgesetzt würden, würde die Menge nur für 10% des Bedarfs der Industrie, Luftfahrt und Schifffahrt nur für Deutschland(!) reichen.

⛔Von diesen Projekten sind nur 1-2% finanziert.

⛔Die Herstellung braucht Unmengen an Energie und das fertige Produkt wird dann extrem ineffizient in Bewegung umgesetzt.

⛔Die Herstellkosten für die Ersatzplörre (ohne Transport, Marge, Steuern, etc.) liegen aktuell bei >10€/l. Perspektivisch sollen es mal 2-3€/l werden (damit würde ein Liter 4-5€ kosten). Das ist niemals wettbewerbsfähig.

⛔Gesundheitsgefährdung durch giftige Abgase und Lärm bleiben.



‼️ E-Fuels werden die sterbenden Verbrenner nicht retten! Der #Verbrenner ist tot.


Und Leute wie Conneman belügen die Öffentlichkeit und erzeugen damit (erneut) Verwirrung. Damit wird der Wirtschaftsstandort weiter zerstört. #CxU sind schon immer bei der #Wirtschaftspolitik gescheitert. Dieses Scheitern setzen sie fort.

Und da hilft es auch nicht, wenn Frau Connemann dann sagt:

"Wissenschaftler können sich auch täuschen”. 🤦‍♀️ 


Klar, können sie. Aber der 2.HS der Thermodynamik ist eindeutig. Auch an diesem Satz sieht man, wie ignorant und realitätsavers Leute wie Frau Connemann sind und wie sehr sie gegen jeden Verstand und alle Offensichtlichkeiten sterbende, alte, toxische Technologien erhalten wollen.

Aber klar. Das Problem mit der #Ideologie haben natürlich immer andere, besonders die ach so bösen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.


Forderungen nach Aufhebung des "Verbrennerverbots" zerstören den letzten Rest der Autoindustrie 

https://youtu.be/1pQwk4tMAnY?si=ZL4_RnhKfuDT47ba


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