Samstag, 14. Februar 2026

Klimaschutzplan mit den bekannten Problembären

 

Bernhard Pötter •  Climate Table bei Table.Briefings

Gut versteckt im Entwurf des Klimaschutzplans 2026 steht, wie drastisch die THG-Emissionen in Deutschland bis 2040 sinken müssen - und welche Sektoren wie viel dafür leisten müssen. 

Spoiler: Die notwendigen Reduktionen in Richtung Klimaneutralität 2045 sind deutlich größer als alles, was bisher realistisch angenommen wird. Und Verkehr und Gebäude bleiben die Problembären.

👉 Hinter den Kulissen ringen die Bundesministerien derzeit um den Klimaschutzplan. Der muss bis zum 25.März einen Weg aufzeigen, wie Deutschland nicht nur bis 2030 (schwierig genug), sondern auch bis 2040 (bislang praktisch nur Wunschdenken) seine gesetzlichen Klimaziele einhalten kann.

👉 Eine kleine Tabelle mitten im Text macht die Aufgabe deutlich: So gleichmäßig und drastisch muss es mit den Emissionen bergab gehen, so viel müssen die Sektoren liefern. Nach dem von der Ampel verwässerten Klimaschutzgesetz muss zwar nicht jeder Sektor jedes Jahr seine Ziele einhalten - aber auch die Einhaltung in Summe wird schwierig.  

👉 Das ist für die Regierung ein ernsthaftes Problem. Denn sie will vor dem gesetzlichen Termin 25.März noch den Segen des Expertenrats für diesen Plan haben. Das ist nach jetzigem Stand aber sehr fraglich. Es fehlen Ideen, Geld und Ambition auf Seiten der Regierung.

👉 Hexenwerk wäre all das nicht. Aber es bräuchte nach Meinung vieler  Experten den weiteren massiven Ausbau von Erneuerbaren und Netzen (stellt die Wirtschaftsministerin in Frage), Klarheit über Gebäudeförderung und GEG (stellt die Wirtschaftsministerin in Frage), endlich mal Ideen im Verkehr (bislang nichts bekannt) und insgesamt einen klaren Fokus der Regierung auf Dekarbonisierung von Industrie, Gebäuden, Verkehr.

👉 Näheres wie immer bei uns im Climate.Table - Auch in den kommenden Wochen noch, versprochen! https://lnkd.in/dgB7MzkT  (hinter Bezahlschranke)

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