hier Morgenpost Von Ralph Schulze Freier Korrespondent in Spanien 08.02.2026,
In der Stichwahl um das Präsidentenamt in Portugal zeichnet sich ein eindeutiges Ergebnis ab: Der Sozialist Seguro führt das Rennen an.
Überflutete Straßen, evakuierte Ortschaften – und ein politischer Befund, der in Europa inzwischen zur Ausnahme geworden ist: Die Portugiesen haben an diesem Sonntag einen progressiven Politiker mit klarer Mehrheit zum Staatspräsidenten gewählt. Während in vielen europäischen Staaten konservative und rechtsnationalistische Kräfte auf dem Vormarsch sind, deuteten in Portugal alle Wählerbefragungen auf einen klaren Sieg des Sozialisten António José Seguro hin.
Für den 63-jährigen Politiker der sozialistischen Partei (PS) stimmten 66,6 Prozent der Wähler, berichtete der staatliche TV-Sender RTP, nachdem 98,5 Prozent der Stimmen ausgezählt waren. In einer ersten Reaktion lobte Wahlsieger Seguro die Menschen seines Landes. „Das portugiesische Volk ist das beste Volk der Welt. Ausgezeichnet. Mit einem enormen staatsbürgerlichen Verantwortungsbewusstsein und einer Verbundenheit mit den Werten unserer Demokratie“, sagte er vor Journalisten im Fernsehen. Dem rechtspopulistischen Herausforderer André Ventura, einem Bewunderer Donald Trumps, wurde bereits in den Prognosen keine Chance eingeräumt.
Tagesspiegel hier
Deutliche Niederlage für Rechtspopulisten: Sozialist Seguro liegt nach Präsidenten-Stichwahl in Portugal vorn
Seit 1986 war in Portugal keine Stichwahl zur Wahl des Staatsoberhauptes mehr nötig gewesen. Der Präsident hat in Portugal keine exekutiven Befugnisse, kann aber in Krisenzeiten das Parlament auflösen, Neuwahlen ausrufen oder den Ministerpräsidenten entlassen.
Deutschlandfunk hier
Offenbar klarer Sieg des Sozialisten Seguro bei der Präsidentenwahl in PortugalRND hier
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