Sonntag, 22. Februar 2026

Marburger Bund kritisiert Nein zur Zuckersteuer

Frau Büüsker bringt es mal wieder auf den Punkt


Man nehme Bezug auf die Diskussion zum Social Media-Verbot , ebenfalls beim CDU-Parteitag diskutiert. Zu dessen  Begründung schreiben die Antragssteller: 
„Die soziale Marktwirtschaft war stets mehr als ein Markt ohne Regeln. Sie war immer eine Ordnung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.“
Aha. Eine Ordnung also ist ok -aber was bedeutet das denn nun im Klartext? Ist das Social Media Verbot nun ein Verbot oder nicht?
Und wo liegt der Unterschied? Stellt der Wunsch nach einer Zuckersteuer den Menschen etwa nicht in den Mittelpunkt?
Oder böse gefragt: gab es halt für Zucker mehr zahlende Sponsoren auf dem Parteitag?  hier


Susanne Johna  / Bundesärztekammer hier

Sinnvolle Prävention gehört offenbar nicht zu den Methoden, mit denen die CDU dauerhaft Geld im Gesundheitsbereich einsparen will. 

Das ist sicher nicht nur für  mich als Ärztin nicht nachvollziehbar.

Scharfe Kritik an CDU  Von afp  21.02.2026

Marburger Bund kritisiert Nein zur Zuckersteuer

Ein Viertel der Kinder ist übergewichtig – trotzdem scheitert eine Zuckersteuer am CDU-Parteitag. Ärzte sprechen von einer "verpassten Chance".

Der Ärzteverband Marburger Bund hat die Absage des CDU-Bundesparteitags an eine Zuckersteuer als "verpasste Chance für wirksame Prävention" kritisiert. "Wer den hohen Konsum zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke als Problem erkennt, darf sich nicht auf Appelle zur Eigenverantwortung beschränken", erklärte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Samstag. Zuvor hatten die Delegierten des CDU-Parteitags einen kontrovers diskutierten Antrag für eine Zuckersteuer auf süße Getränke wie etwa Limonaden abgelehnt.

Akuter Handlungsbedarf bei Jugend

Es bestehe akuter Handlungsbedarf, denn etwa ein Viertel der Kinder und Jugendlichen sei übergewichtig, fuhr Johna fort. "Eine maßvoll ausgestaltete, am Zuckergehalt orientierte Steuer wäre kein Verbot, sondern ein marktwirtschaftliches Instrument der Verhältnisprävention. Sie setzt Anreize zur Reformulierung und senkt nachweislich den Zuckergehalt von Produkten", führte Johna aus.

Was in vielen europäischen Ländern längst Realität sei, sollte auch in Deutschland möglich sein, forderte sie. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben weltweit mehr als 110 Staaten eine Steuer auf Zucker.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte am Samstag vor den Delegierten vergeblich für die Annahme des Antrags seines Landesverbandes geworben. Er verwies darauf, dass ein Viertel der Kinder übergewichtig sei: "Wir brauchen eine Steuer mit Lenkungswirkung, um diesen massiven Gesundheitsproblemen entgegenzuwirken."


Kommentar Roland Angst • 

Da stimme ich Ihnen zu, liebe Susanne Johna. Eine #Zuckersteuer wäre keine Verbotsinstrument, sondern vielmehr verantwortungsvolle Gesundheitspolitik. Eine solche Steuer wäre ein klarer Anreiz für Hersteller zur Reduktion von Zucker. Das würde besonders unsere Kinder schützen und langfristig unser solidarisch finanziertes Gesundheitssystem entlasten. Wer Eigenverantwortung fordert, darf strukturelle Fehlanreize nicht ignorieren! Leider Chance verpasst, liebe CDU Deutschlands.


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