Donnerstag, 8. Januar 2026

Emissionshandel bringt Deutschland Rekordeinnahmen - Ist das wirklich ein Grund zum Feiern?

Deutschlandfunk hier 07.01.2026

Deutschland hat 2025 aus dem Verkauf von Kohlendioxid-Verschmutzungsrechten so viel Geld eingenommen wie noch nie

Durch den entsprechenden europäischen und nationalen Handel kamen mehr als 21,4 Milliarden Euro zusammen, wie die Deutsche Emissionshandelsstelle in Berlin mitteilte. 2024 lag der Wert bei 18,5 Milliarden. Dieser Preis auf Treibhausgase soll Wirtschaft und Verbrauchern einen Anreiz geben, weniger fossile Brennstoffe zu verwenden. Das Geld fließt in den Klima- und Transformationsfonds. Aus ihm werden Energiewende- und Klimaschutz-Maßnahmen finanziert.GermanZero LinkedIn

Schon gehört? Laut Deutscher Emissionshandelsstelle gab es Rekord-Einnahmen durch den CO2-Preis: 21,4 Mrd. € für 2025 – im Vergleich zu 18,5 Mrd. € 2024 ein riesiger Sprung!

Aber Moment… ist das wirklich ein Grund zum Feiern? 🤔 Der CO2-Preis müsste eigentlich deutlich höher liegen, um eine echte ökologische Trendwende einzuläuten und die tatsächlichen Klimaschäden wie zum Beispiel Ernteausfälle abzudecken.

Unter der Gaslobby-Regierung unter Merz wird weiterhin kräftig in fossile Subventionen investiert, während das Gebäude-Energiegesetz verwässert werden soll. Klimaschutz sieht anders aus!

Wir sagen: Mit diesen 21,4 Milliarden muss die Energie- und Verkehrswende endlich Fahrt aufnehmen:
✅ Raus aus Gas & Öl
✅ Bus & Bahn modernisieren
✅ Erneuerbare Energien voranbringen








Umweltbundesamt  LinkedIn


Emissionshandel: 21 Milliarden Euro fließen in den Klima- und Transformationsfond

Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) berichtet:

Die Einnahmen aus dem nationalen und europäischen Emissionshandel lagen in Deutschland im Jahr 2025 bei 21,4 Milliarden Euro und damit höher als im Vorjahr.

Die Erlöse fließen vollständig in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), der als Finanzierungsinstrument einen zentralen Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele Deutschlands leistet.

UBA-Präsident Dirk Messner, Prof. Dr.:

„Der Emissionshandel hat sich zum zentralen sektorübergreifenden Klimaschutzinstrument entwickelt. In Kombination mit weiteren wirkungsvollen Maßnahmen setzt die CO 2 -Bepreisung entscheidende Impulse für den klimaschonenden Umbau unserer Gesellschaft. Dabei spielen die Einnahmen aus dem Emissionshandel eine unerlässliche Rolle: Sie fließen in Programme zum ⁠ Klimaschutz ⁠, wie zum Beispiel in die energetische Gebäudesanierung, in die Dekarbonisierung der Industrie sowie in den Ausbau der erneuerbaren Energien, der Elektromobilität und der Ladeinfrastruktur. 
Auf diese Weise schafft der Emissionshandel den notwendigen Dreiklang aus ambitioniertem Klimaschutz, Sozialverträglichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Diese Grundsätze müssen in den kommenden Verhandlungen zur Reform der europäischen Klimaschutzpolitik für den Zeitraum bis 2040 und auch mit Blick auf die deutsche Klimapolitik konsequent berücksichtigt werden.“

🔎 Die gesamte Pressemitteilung und weitere Informationen zur DEHSt zum Nachlesen:
https://lnkd.in/eAs4JGKz


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