Sonntag, 18. Januar 2026

Wo die Energiewende erfolgreich ist: Kalifornien macht sich unabhängig

Gavin Mooney  LinkedIn

Die Solarenergie hat 2025 das Gas überholt – und erzeugt heute mehr Strom in Kalifornien als jede andere Quelle. 

Das bedeutet, dass nun zwei Drittel des Stroms des Bundesstaates aus sauberen Quellen stammen: 

➡️ Solarenergie liefert jetzt über ein Drittel, gegenüber fast nichts vor einem Jahrzehnt.

➡️ Wasserkraft, Kernenergie, Bioenergie und Geothermie machen zusammen den Großteil des übrigen Bereichs aus.

➡️ Das Gas ist auf unter ein Drittel gefallen und geht weiter zurück. 

Der rasante Aufstieg der Solarenergie wurde durch einen Boom im Bereich der Batteriespeicherung ermöglicht. 

Batterien sind ein echter Wendepunkt für Solarenergie, da sie es ermöglichen, Strom mitten am Tag für den späteren Verbrauch am Abend bei höherer Nachfrage zu speichern. 

Wichtig ist, dass dieser Wandel ohne Kompromisse an Zuverlässigkeit stattgefunden hat, da Batterien zunehmend die abendliche Spitze abdecken, die früher vom Gas versorgt wurde. 

Der Ausbau der Solarkapazität bildet die Grundlage dieses Wachstums. Aber sobald die Sonne die Sonnenstunden durchdrängt, ist weiteres Wachstum ohne Speicher begrenzt. 

Dies reduziert nicht nur negative Preise, sondern auch den Bedarf an Benzin (oder Importen) am Abend. 

Die Batteriekosten sind in den letzten Jahren deutlich gesunken und sinken weiterhin, was die Nutzung weiter vorantreibt. 

So sieht ein heranwachsendes, sauberes Stromsystem aus.


 Simone Peter LinkedIn

Schon 8 Tage in Folge im Januar, in denen Erneuerbare in Kalifornien mehr als 100 % der Nachfrage deckten. 

Der Gasbedarf ist um 66 % rückläufig ggü. 2023, 

Batterien um 387 % (!) gestiegen ggü. '23 und 

PV um 127 % gestiegen ggü. '23.



Geht nicht? Gibt’s nicht. Danke an Mark Jacobson für den Post.



 

Daniel Mautz LinkedIn

Kalifornien spart Gas durch Solarausbau. Aber keine Sorge, in Deutschland bleibt alles beim Alten

Kalifornien macht vor, wie Energiewende funktioniert. Der Stromverbrauch aus Erdgas sinkt deutlich. Gleichzeitig wächst die Solarproduktion. 

Das ist keine Theorie. Das ist Realität. Und was macht Deutschland? Debattiert weiter über Technologieoffenheit und Netzstabilität, als hätte man noch ewig Zeit.

Natürlich kommt sofort das Totschlagargument. Kalifornien sei ja ganz anders. Das Klima, die Fläche, die Infrastruktur. Als ob hierzulande Solaranlagen auf dem Dach an der Grenze zur Verfassungsfeindlichkeit stünden. 

Die Wahrheit ist, es ginge auch hier. Wenn man wollte. Aber das ist der Punkt. Man will nicht. Oder besser gesagt, die, die an der alten Energie verdienen, wollen nicht.

Und deshalb wird hierzulande lieber der Ausbau blockiert, die Bürokratie gefeiert und mit Mythen über Dunkelflauten Stimmung gemacht. 

Während andere vorangehen, bleiben wir in der Komfortzone der Fossilen. Und das, obwohl die Lösung buchstäblich vom Himmel fällt. Aber solange die Sonne nicht von RWE lizenziert wird, bleibt sie halt außen vor.

Link: https://lnkd.in/ezUQrekC

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