Dienstag, 13. Januar 2026

Einwendung gegen Kiesabbau Kieswerk Tullius

Hermine schreibt: Das ist  unsere Einwendung als Regionalverbandsfraktion 11`25

Bündnis 90/Die Grünen Fraktion der Regionalverbandsversammlung

Bild: Aktivisten in der Kiesgrube Tullius 2024


Antrag: Landkreis Ravensburg Kiesabbau mit Wiederverfüllung und Rekultivierung

der Kieswerk Tullius GmbH & Co. KG in Schlier-Hintermoos

Einwendung gegen den Antrag auf erweiterten Kiesabbau im Altdorfer Wald.

Wir brauchen keine Erweiterungen und keine neue Kiesgrube im Altdorfer Wald

Wir erheben hiermit Einspruch gegen die geplante Erweiterung des Kiesabbaus in den Flurstücken 506, 500, 499/3, 499/2 und 202 der Gemarkung Schlier.

Der gültige Regionalplan sieht für die geplanten Abbaugebiete 136-176 und 136-177 insgesamt eine Fläche von 3,1 + 12,7 ha = 15,8 ha vor. Die Vorhabenplanung geht von 17 ha aus und damit von größerer Inanspruchnahme des Altdorfer Waldes. Dies ist unbegründet und abzulehnen. Diese Mehrinanspruchnahme widerspricht der Regionalplanung. Sie ist unbegründet. 

Ungeachtet dessen ist die geplante Erweiterung der Kiesgrube des Kieswerks Tullius im Altdorfer Wald überflüssig. Wir haben schon genügend Kiesabbaufächen in der Region. 

Der Regionalplan sieht zur Sicherung des Rohstoffverbrauchs in den nächsten 20 Jahren Erweiterungen und Neuaufschlüsse in unserer Region auch außerhalb des Altdorder Waldes in ausreichender Zahl vor. 

Auf Eintürnen, Greut, Mennisweiler entfallen 26 ha. Für die weiteren 40 Jahre sind Erweiterungen als Vorbehaltsgebietean denselben Stellen in der Größenordnung von 92 ha zusätzlich vorgesehen.

Der wirkliche Bedarf wurde von den Kiesunternehmen bisher nicht begründet.

Für die Kiesstudie, die das Land 2021 durchgeführt hat, haben die Kiesunternehmen Angaben zu ihren Abbaumengen und Exporte verweigert. Die Studie konnte deshalb keine soliden Ergebnisse liefern.

Der Regionalplan 2023 geht trotz alledem von einem überzogenen Flächen- und Rohstoffdarf aus.

Der 2022 veröffentlichte Zensusbericht des Statistischen Landesamtes zeigt eindeutig die Überschätzung der Bevölkerungsentwicklung und demnach des Flächen- und Rohstoffdarfs.

Durch Recycling von Kies und Sand könnte bis zur Hälfe der Abbaumenge eingespart werden. 

Das zeigen andere Regionen und Nachbarländer. 

Recycling von Rohstoffen findet bei uns kaum statt. Diese zu fördern bedarf der Reduktion von Natur-Kiesabbau in sensiblen Gebieten.

Der Altdorfer Wald ist zu schade für Erweiterungen in den o.g. Flurstücken und einem neuen Kiesaufschluss in Grund.
Der Bevölkerung kann man nicht erklären, weshalb beides zukunftsfähig sein soll.

Der Altdorfer Wald wird auch für die Energiewende durch Windkraft in Anspruch genommen.

Für 28 Windräder sind ca. 14 ha. Fläche dauerhaft nötig. Der beantragte erweiterte Kiesabbau und der Neuaufschluss bei Grund nehmen dagegen 17 + 11 = 28 ha in Anspruch. 

Dem Argument der Grundwasserschonung muss mehr Gewicht eingeräumt werden.
Das weitere Aufbrechen des Bodens in größere Tiefen gefährdet das Schutzgut Wasser, auch wenn Gutachter jeglicher Art, das versuchen, zu widerlegen. Bei der Windkraftnutzung ist das Grundwasserproblem dagegen kein Thema.

Der Altdorfer Wald ist zu schade für unbegrenzte Flächeninanspruchnahmen. Die Erweiterungen des Kiesabbaus sind zusätzlich zur (befürworteten) Windkraftnutzung nicht vertretbar. Sie sind überflüssig und unnötig und müssen beendet werden. 

für die Fraktion:

Dr. Ulrich Walz / Johannes Übelhör Fraktionsvorsitzende













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