Focus hier Aus dem Newsletter von FOCUS Online Earth: Florian Reiter, 04.04.2026,
Trump treibt die weltweite Energiewende voran – unfreiwilligEr hasst Erneuerbare Energien
Donald Trump liebt fossile Energien, hasst Wind- und Solarstrom, leugnet den Klimawandel. Und dennoch tut gerade niemand mehr für die grüne Transformation als der US-Präsident.
Die Ölpreise explodieren und könnten Analysten zufolge die Marke von 200 Dollar pro Barrel übersteigen. Länder wie Frankreich, Südkorea, Großbritannien und die Philippinen kündigen einen raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien an. Und ausgerechnet auf der führenden Öl- und Gaskonferenz Cera erklärt der prominente Energieanalyst Jeff Currie, die Welt werde jetzt einen "Turbo bei der Energiewende" erleben.
Die Ölpreise explodieren und könnten Analysten zufolge die Marke von 200 Dollar pro Barrel übersteigen. Länder wie Frankreich, Südkorea, Großbritannien und die Philippinen kündigen einen raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien an. Und ausgerechnet auf der führenden Öl- und Gaskonferenz Cera erklärt der prominente Energieanalyst Jeff Currie, die Welt werde jetzt einen "Turbo bei der Energiewende" erleben.
Es ist schwer zu sagen, welche Folgen sich US-Präsident Donald Trump für den Angriff auf den Iran ausgemalt hatte. Dass ausgerechnet er jedoch die weltweite Energiewende zu neuen Geschwindigkeiten führen könnte, hatte der US-Präsident sicher nicht auf dem Zettel.
Steigende Ölpreise treiben Länder zu erneuerbaren Energien
Um das deutlich zu formulieren: Sarkasmus oder Schadenfreude verbieten sich angesichts des menschlichen Leids – den tausenden Toten im Iran, den mindestens 15 getöteten US-amerikanischen und elf israelischen Soldaten, den Millionen Menschen weltweit, die mit den wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen haben.
Doch genau dieses Leid führt dazu, dass den Staaten der Erde die Vorteile der Erneuerbaren Energien wieder bewusster werden. Denn Solar- und Windstrom benötigen keinen Schiffstransport durch die Straße von Hormus. "Die Energiewende hatte nie etwas mit dem Klimawandel zu tun", sagt Currie sogar. "Sicherheit stand immer im Vordergrund."
Besonders konsequent gehen die Briten vor: In neuen Wohngebäuden im englischen Teil des Königreichs werden Solaranlagen und Wärmepumpen künftig Pflicht, gab die Regierung in London kürzlich bekannt. Und um Balkonkraftwerke nach deutschem Vorbild auf die britischen Terrassen zu bringen, tut man sich in der Downing Street sogar mit der hiesigen Supermarktkette Lidl zusammen.
In den USA hingegen, dem Land des unabsichtlichen Klimahelden Donald Trump, setzt man weiterhin auf Öl und Gas. Wie eine sogenannte "Göttertruppe" zugunsten der Ölförderung sogar bereit ist, ganze Walgattungen aussterben zu lassen.
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