Dienstag, 21. April 2026

Subventionen für Gaskraftwerke widersprechen EU-Regeln

 

Merlin Lauenburg /  LinkedIn

𝗪𝗲𝗻𝗻 𝗪𝗲𝘁𝘁𝗯𝗲𝘄𝗲𝗿𝗯 𝗽𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵 𝘃𝗲𝗿𝗵𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝘁 𝘄𝗶𝗿𝗱

Eine neue Studie stellt die geplante Förderung neuer Gaskraftwerke in Deutschland grundsätzlich infrage. Der zentrale Vorwurf: Die notwendige „Erforderlichkeit“ für staatliche Förderung nach EU-Beihilferecht sei nicht sauber belegt.

Besonders bemerkenswert ist die Begründung: Die heute verwendeten Zuverlässigkeitsstandards beruhen laut Studie auf aus der Zeit gefallenen Methoden, die noch vor der Strommarktliberalisierung entstanden sind.

Anders gesagt: Massive Eingriffe in den heutigen Strommarkt werden mit Denkmustern aus einer anderen Zeit gerechtfertigt.

Auch laut der European Energy Exchange AG (EEX) greift ein zentral geplanter Kapazitätsmechanismus tief in den Strommarkt ein, führt zu hohen ökonomischen, regulatorischen und ökologischen Risiken und widerspricht den Grundsätzen solider Wirtschaftspolitik.


Und genau hier liegt das eigentliche Problem: Wenn günstigere, dezentrale Alternativen wie Flexibilitäten durch E-Autos oder Heimspeicher ausgeschlossen oder benachteiligt werden, entsteht kein fairer Wettbewerb der besten Lösungen. Dann werden nicht nur fossile Abhängigkeiten verlängert, sondern Energie am Ende auch unnötig teurer, Innovation ausgebremst und Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit geschwächt.

Wer den Markt heute politisch auf neue Gaskraftwerke zuschneidet, entscheidet nicht nur über Versorgungssicherheit. Sondern auch darüber, ob Deutschland auf Wettbewerb, Innovation und sinkende Systemkosten setzt oder weiter teure fossile Pfadabhängigkeiten zementiert.

 

Artikel hier  Katharina Johannsen  20 Apr 2026 

Kraftwerkssubventionen widersprechen EU-Regeln – Studie

(Montel) Die von der Bundesregierung angestrebte Förderung von Gaskraftwerken erfüllt laut einer am Montag veröffentlichten Studie die EU-Beihilfekriterien nicht. Laut dem Beratungshaus Connect Energy Economics fehlt dem Plan das Kriterium der Erforderlichkeit.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen