Christian Stoecker / LinkedIn
Das berüchtigte ökosozialistische Pamphlet "Manager Magazin" hat sich mit der Energiepolitik von Katherina Reiche auseinandergesetzt.
Das Urteil, gefällt auf Basis von Gesprächen mit Vertretern der deutschen Wirtschaft, ist vernichtend.
"Dabei offenbart der Irankrieg einmal mehr, wie gefährlich die Abhängigkeit von fossiler Energie für die deutsche Wirtschaft ist. Viele fragen sich: Hat die Ministerin eine Vision für die Energiewende – oder nur eine dagegen?"
hinter Bezahlschranke https://lnkd.in/eg_539w5
Joachim Plesch / LinkedIn
Die Fossile - oder die Fossilie?
Wer es auf den Titel des manager magazin schafft, der/die kann meist recht stolz sein. Als linkgsgrüne Kampfschrift ist es bisher zumindest nicht aufgefallen. Bei Frau Reiche ist das vielleicht eher nicht der Fall.
Ich bin nur langsam wirklich ratlos: Wenn man gegen sämtliche Branchenteilnehmer, also nicht nur den Erneuerbaren-Nahestehenden (sogar RWE, Vattenfall und enBW positionieren sich klar gegen Ihre Vorhaben) und gegen jegliche ökonomische Vernunft eine Politik macht, die Deutschlands Wirtschaft großen Risiken aussetzt - läuft dann nicht etwas schief?
Gleichzeitig sagen 57 Prozent der Bürger, sie wollen eine schnellere Energiewende, weitere 20% sagen, sie wollen, dass das Tempo des Erneuerbaren Ausbaus genauso weitergeht wie bisher. In Gänze also 77%, die den weiteren Ausbau wollen.
Es scheint heute auch politisch nicht mehr möglich zu sein, Dinge zu ändern, wenn man merkt, man verrennt sich da in etwas. Es drängt sich der Eindruck auf, die Dame will es einfach so, einen Profiteur von der ganzen Sache gibt es ja.
Aber kann man das zulassen, dass nur für einen Konzern Politik gemacht wird, mit "fatalen Folgen für die Industrie" (Manager Magazin)? Wenn man von Politikverdrossenheit spricht, dann kann ich das nach einem Jahr Reiche sehr gut nachvollziehen. Ich bin es leider auch, ich bin des Angebote machen, des Lösungen Aufzeigens müde, wenn es so offensichtlich gar nicht darum geht, etwas Gutes für Deutschlands Wirtschaft und Bürger zu erreichen.
Johannes Wagner, MdB / Bündnis 90/ Die Grünen / LinkedIn
Das "linksradikale" manager magazin titelt: Die Fossile!
Diese Ministerin handelt nicht im Sinne des deutschen Volkes, lügt in der Bundespressekonferenz über ihre bisherige Lobbytätigkeit bei Westenergie, fährt mit ihrem Lebensgefährten Karl-Theodor zu Guttenberg in Edelhotels auf Lobbytreffen und will die Förderung von erneuerbaren Energien streichen.
Ich hoffe, dass die Gerüchte wahr sind und sie bei der nächsten Kabinettsumbildung entlassen wird.
Im heutigen Standpunkt von Tagesspiegel Background Energie & Klima bringt es Philip Hainbach auf den Punkt:
„Batteriespeicher (und andere Flexibilitätsoptionen) auszubremsen, wird teuer“.
Denn „Versorgungssicherheit heißt: Wettbewerb zuzulassen.“
Das war genau mein Punkt beim Panel Strommarkt bei der Handelsblatt-Stadtwerke-Jahrestagung vorgestern in Berlin: wenn man von Beginn an Kapazitäten technologieoffen ausschreiben würde, würde man - marktgetrieben - sehen, dass viele andere Lösungen (von Batteriespeichern über Bioenergie, Wasserkraft, Geothermie, Lastverschiebung, Verbraucher-Flex mit Wärmepumpen, eAutos & Dach-PV (hier passiert noch viel!)
- nicht nur günstiger wären, sondern auch
- systemdienlicher, weil dezentral (zum Beispiel am selben Netzverknüpfungspunkt einspeisend und als lokaler Redispatch dienend),
- resilienter (weil heimische statt importierte Energien)
- und klimafreundlicher. 👏
Wenn wir Kosteneffizienz, Marktnähe und System- und Netzdienlichkeit wirklich wollen, dann braucht es technologieoffene Ausschreibungen.
Deshalb kann ich den Standpunkt voll unterschreiben: „Das bedeutet nicht, auf Gaskraftwerke zu verzichten. Es bedeutet, sie dem Wettbewerb auszusetzen und dort, wo andere Technologien effizientere Lösungen bieten, diese bei gleicher Versorgungssicherheit auch zuzulassen. Wir stehen in Deutschland vor der Aufgabe, ein resilienteres, zukunftsfähiges und zugleich kosteneffizientes Stromsystem aufzubauen.
Das gelingt nur mit einem ausgewogenen Mix an Flexibilitätsoptionen – nicht durch die implizite Vorfestlegung auf eine einzelne Technologie durch den Staat. Batteriespeicher gehören in das Langfristsegment der Ausschreibungen. Nicht als Ersatz, sondern als Teil der Lösung.“ Danke.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen