Die Batteriespeicher sind nach massivem Preisabfall gerade schön im Hochlauf begriffen und private Investoren stehen Schlange, um die Transformation weiter voran zu treiben. Es gibt ausreichend machbare Ideen und Ansätze dazu.
Es wäre eine unglaubliche Chance für Deutschland.
Aber das Wirtschaftsministerium will eine Transformation um jeden Preis verhindern und setzt auf teures Gas - teuer erkauft für uns alle, denn dieser Weg wird mit Steuergeldern gepflastert und erhöht unsere Stromrechnungen ohne Not.
Deutschlands stillgelegte Kernkraftwerke werden zu den größten Batteriespeicherstätten.
Drei ehemalige Kernkraftwerke werden in Batteriespeicher im Netzmaßstab umgewandelt.
Im Oktober begann RWE mit dem Bau einer 400-MW-/700-MWh-Batterie im ehemaligen Kernkraftwerk Gundremmingen in Bayern.
Investition von 230 Millionen Euro, Inbetriebnahme Anfang 2027.
EnBW beginnt diesen Sommer mit dem Bau von 400 MW / 800 MWh in Philippsburg, die an den ULTRANET HVDC-Korridor angeschlossen ist, der die nördliche Windkraft nach Süden verlagert.
Vattenfall erhielt im Dezember die Genehmigung für 254 MW / 700 MWh in Braunsbüttel (die endgültige Investitionsentscheidung ist noch ausstehend).
Zusammen sind das etwa 1.000 MW / 2.200 MWh, die über drei bestehende Netzanschlüsse installiert werden, die früher Reaktoren versorgten.
Für Unternehmen, die Industriebetriebe oder Rechenzentren in Deutschland planen, ist die Geschichte dahinter die Netzanschlusskapazität. Diese drei Standorte verfügen bereits über Hochspannungsanlagen, deren Genehmigung Jahrzehnte gedauert hat.
Verändert die Wiederverwendung von nuklearfähigen Netzanschlüssen die Ausbaumathematik für Schwerlastprojekte in Deutschland?
Drei Paragraphen, eine Wirkung: Der StromVKG-Entwurf schließt Batteriespeicher aus den ersten neun Gigawatt des deutschen Kapazitätsmarkts aus.
Katherina Reiche hat den Referentenentwurf am 20. April in die Ressortabstimmung geschickt.
194 Seiten, zwei Ausschreibungen 2026 mit jeweils 4,5 GW, 15 Jahre Verpflichtung. Auf den ersten Blick technologieneutral.
12 schreibt zehn Stunden Volllast plus einstündige Wiederbefüllung vor. § 15 verlangt 50 Prozent EWR-Fertigung bei Komponenten, deren Lieferkette in Europa nicht existiert. Die Pool-Regel verbietet hybride Konzepte aus Gaskraftwerk plus Batterie
Leonhard Gandhi (Fraunhofer ISE) nennt die Zehn-Stunden-Regel „willkürlich gewählt, um eine Vorauswahl an Technologien festsetzen zu können". Marco Wünsch (Prognos) verweist darauf, dass Batterien Morgen- und Abendspitzen auch innerhalb einer Dunkelflaute günstiger glätten als ein extra angefahrenes Gaskraftwerk. Eine Epico-Studie zeigt: Fünf Gigawatt Gaskraftwerke reichen bis 2035. Der Entwurf reserviert neun.
Eine Technologie, für die private Investoren Schlange stehen, fliegt raus.
Am 1. September entscheidet sich, ob der deutsche Kapazitätsmarkt als breite Plattform startet oder als Förderprogramm für Gaskraftwerke. Die Verbändeanhörung läuft.
Hier der gesamte Artikel: https://www.cleanthinking.de/stromvkg-entwurf-kapazitaetsmarkt-batterien/
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