Dienstag, 28. April 2026

Update: Goldgräberstimmung in Deutschland - zu blöd wenn man nicht mitmachen kann!


Philipp Schröder / 1KOMMA5°

Danke Henning Jauernig und DER SPIEGEL - endlich greifen die Medien das Offensichtliche auf: 

Überschüssiger Strom aus Erneubaren zu sehr günstigen Preisen ist kein Problem, sondern eine riesige Chance mit Milliarden an Einsparungspotenzial.

Diesen Strom besser zu nutzen ist keine Selbstoptimierung! Die gezielte Abnahme hilft es Verbrauch auf Zeiten der Erzeugung zu verschieben und so Erzeugung und Produktion zu harmonisieren.

Das Ergebnis:

1. Erneuerbare müssen weniger abgeregelt werden, liefern also mehr Strom und rechnen sich so noch besser.


2. Es müssen weniger „Redispatch“ Entschädigungen gezahlt werden. Das entlastet den Steuerzahler.

3. Es fällt weniger Verbrauch in den Spitzenzeiten an, dass entlastet den Preis für alle.

4. Strom wird regional/national verbraucht. Es muss weniger Strom weniger weit transportiert werden.

5. Die fossile Grundlast wird durch die bessere Synchronisierung von Erzeurung der Erneuerbaren und dem Verbrauch entlastet.

Was alle benötigen? Einen Smart Meter und dann geht es im Wettbewerb (nur noch) um die beste Prognose, Optimierung und Aussteuerung! Rabot Energy Octopus Energy Tibber 

Das beste die Flexibilität ist bereits da, in Form von Millionen Systemen die gesteuert werden können, es muss also überhaupt kein Steuergeld bemüht werden!


Utopia  hier  Von Lena Rauschecker  27. April 2026

Haushalte bekamen am Sonntag Geld fürs Stromverbrauchen – das ist der Grund

Am Sonntagmittag flutete Solarstrom die deutschen Netze – so sehr, dass Haushalte mit dynamischen Stromtarifen bis zu 40 Cent je Kilowattstunde ausgezahlt bekamen. Was das für die Energiewende bedeutet.


Am gestrigen Sonntag produzierte die Photovoltaik in Deutschland so viel Strom, dass die Großhandelspreise an der Strombörse für mehrere Stunden ins Negative rutschten.
Wer einen dynamischen Stromtarif hatte, bekam deshalb rechnerisch für jede verbrauchte Kilowattstunde Geld statt für den verbrauchten Strom zu zahlen. Dynamische Stromtarife geben die Preisschwankungen an der Strombörse an die Haushalte weiter.

Wie die taz berichtet, lag der „Bonus“ am Sonntag in der Spitze um 14 Uhr bei 48 Cent je Kilowattstunde – das ist der tiefste Börsenpreis seit Juli 2023. Für Endkund:innen mit dynamischen Tarifen blieben nach Abzug von Steuern, Umlagen und Netzentgelten bis zu 40 Cent pro Kilowattstunde übrig.

Laut den ersten Zahlen der Energy-Charts des Fraunhofer ISE erreichte allein die Solarstromerzeugung in Deutschland am Sonntagmittag bis zu 53 Gigawatt, während der Gesamtstromverbrauch zur selben Zeit bei rund 50 Gigawatt lag. Das Angebot übertraf also kurzzeitig die Nachfrage.

Negative Strompreise: E-Auto-Fahrer:innen profitieren am meisten
Besonders attraktiv war die Situation für Besitzer:innen von E-Autos mit eigener Wallbox. Die taz rechnet vor: Wer sein E-Auto zwischen 9.15 Uhr und 17.30 Uhr mit 11 Kilowatt lud, konnte bei einem mittleren Negativpreis von 20 Cent je Kilowattstunde fast neun Euro mit einen einzigen Ladevorgang verdienen.

Stromüberschüsse: Abregelung statt Speicherung
Die negativen Strompreise haben aber auch Schattenseiten: Viele Erzeuger erneuerbarer Energien erhalten weiterhin eine vom Börsenpreis unabhängige Fixvergütung, die über den Bundeshaushalt finanziert wird. Seit Jahresbeginn gab es in Deutschland laut taz bereits 135 Stunden mit negativen Strompreisen. Im Sommer werden diese Zeiträume deutlich steigen.

In diesen Zeiträumen werden sowohl Photovoltaik-Anlagen als auch viele Windkraftanlagen abgeschaltet, um die Netze nicht zu überlasten („Abregelung“). Wenn der Börsenstrompreis sechs Stunden lang negativ ist, erhalten Windkraftanlagen, die seit 2016 ans Netz gingen, keine Marktprämie mehr. Besitzer:innen neuer PV-Anlagen bekommen laut Solarspitzengesetz bei negativen Börsenstrompreisen keine Einspeisevergütung mehr.

Das sind aber keineswegs Argumente gegen den weiteren Ausbau der Erneuerbaren, sondern welche für einen schnelleren Netzausbau und mehr Speicherlösungen. Denn die großen Strommengen zeigen, was Wind- und Solarkraft heute schon leisten können.

Utopia.de meint: Die Energiewende braucht mehr Flexibilität im Netz
Solar-Boom trifft auf zu wenig Flexibilität im Stromsystem: Was am Sonntagmittag passierte, ist ein Vorgeschmack auf den Sommer. Wer einen dynamischen Stromtarif hat und zu Hause sein E-Auto laden kann, profitiert bereits heute finanziell von der Energiewende und kann durch flexiblen Verbrauch gleichzeitig helfen, die Netze zu stabilisieren.

Doch noch sind Fixpreise an E-Ladesäulen Standard, Smart Meter, welche dynamische Tarife erst ermöglichen, fehlen und Großspeicher, die Erzeugungs- und Lastspitzen ausgleichen könnten, werden politisch ausgebremst. Aus dynamischen Tarifen zieht deshalb bislang nur eine privilegierte Minderheit einen Vorteil.

Die Energiewende braucht zwar mehr Solaranlagen und Windräder – sie braucht aber auch endlich auch die passende Infrastruktur. Die nötigen Investitionen lohnen sich: Günstiger als mit neuen Gaskraftwerke kommt man damit immer noch weg.


Verwendete Quellen: taz, Clearingstelle EEG/KWKG, netztransparenz.de


Roland Schüren / Bäcker

Gerade noch schnell auch die letzte leere Karre aufgeladen. - Ach Mist! Morgen, am Sonntag gibt’s ja sogar 50 anstatt 20 Cent pro Kilowattstunde (nackich) für‘s E-Auto. 


Steht noch irgendwo was leeres rum, was ich Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr für mehr als Umme laden kann? 😁 Ma’ kucken…






Andreas Krall

🇩🇪⚡️₿ Deutschland – das nächste Mining-Paradies?

Heute zwischen 12 und 16 Uhr laufen bei uns alle Miner auf Volllast. Warum? Weil Strom in diesem Zeitfenster praktisch gratis ist. Solche Chancen nutzt man.

Nicht nur unsere PV-Anlage auf dem Dach liefert Energie – wir ziehen zusätzlich alles Sinnvolle aus dem Netz. Wenn Energie im Überfluss vorhanden ist, sollte man sie intelligent einsetzen, statt sie ungenutzt verpuffen zu lassen.

Für uns heißt das heute: Wir rechnen nicht in Euro pro kWh – wir rechnen in Bitcoin. Aktuell sind das rund 106 Satoshis pro kWh. Direkt in die Wallet. 🔥

Und das Beste daran: Die entstehende Wärme geht nicht verloren. Warmwasser gibt es gleich mit dazu. Mit Pufferspeicher lässt sich sogar Energie über bewölkte Tage hinweg sinnvoll nutzen.

Die spannende Frage ist: Stehen wir erst am Anfang dieser Entwicklung?

Wird flexibler Verbrauch zum Schlüssel für unser Stromsystem?


Simone Peter / LinkedIn

Heute am frühen Nachmittag rauschen die Börsenstrompreise im Deutschland auf -480 € je MWh herunter. ☀️ Auch in unseren Nachbarstaaten sind ähnliche Werte zu beobachten. 

Für Menschen mit dynamischen Tarifen lohnt es sich, die mobilen 🚗 und stationären Speicher 🔋heute über Tag (und besonders in der günstigsten Zeit zwischen 14 und 15 Uhr) mit Strom zu füllen. Es ist aber auch ein weiterer Weckruf, endlich alle Formen von Flexibilität anzureizen und die smarte Infrastruktur voranzutreiben, um Erzeugung und Verbrauch von Strom in Echtzeit zur Entlastung der Netze in Einklang zu bringen. ⚡️



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