Das EU-Parlament hat heute seinen Zwischenbericht zum nächsten mehrjährlichen Finanzrahmen (MFF) verabschiedet.
Es ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung: Der Bericht fordert ein eigenes Budget für den Naturschutz
Der Bericht geht jedoch nicht weit genug und markiert nur den Beginn eines langen Prozesses, der bestimmen wird, wie die EU von 2028 bis 2034 fast 2 Billionen Euro ausgibt.
Das EP fordert eine Erhöhung des von der Kommission vorgeschlagenen Haushalts um 10 %. Die Mitgliedstaaten werden wahrscheinlich eine Erhöhung verhindern, wobei einige, darunter Deutschland, sogar eine Reduzierung fordern.
Im Parlamentsbericht profitiert die Landwirtschaft am meisten, mit einer Erhöhung von 45 % auf insgesamt 433 Milliarden Euro im für die Gemeinsame Agrarpolitik vorgesehenen Haushalt.
Zum Vergleich: Die für den Naturschutz vorgesehenen Mittel liegen bei etwa 5 Milliarden Euro.
Das ist besorgniserregend, da es im GAP-Vorschlag nur wenige Schutzmaßnahmen gibt, um Landwirte für ihre Naturschutzarbeit zu entschädigen. Unabhängig von der endgültigen Zahl des nächsten MFF müssen wir sicherstellen, dass Natur- und Klimaschutz sicher im gesamten Haushalt verankert ist, ebenso und vor allem in der GAP
Nun müssen die drei Mitgesetzgeber auf diesem kleinen Schritt in die richtige Richtung aufbauen und eine angemessene Finanzierung für die Natur sicherstellen. Wir brauchen intakte Ökosysteme für eine sozial gerechte und wirtschaftlich florierende EU!
Weitere Informationen finden Sie auch in der NABU e.V. Pressemitteilung: https://lnkd.in/e2Ew9a7V
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