Sonntag, 1. November 2026

Ein Nein zu Frauengesundheit. Von der gesamten CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament.

 

Doreen Rietentiet

Worum es in Brüssel ging: eine EU-Strategie für Frauengesundheit. 

Forschungsgeld für Endometriose, Wechseljahre, Herzerkrankungen bei Frauen. 

Frauen in klinischen Studien. Daten, getrennt nach Geschlecht. Also kein Gesetz, sondern nur eine Aufforderung an die Kommission. 

Die Christlich Demokratische Union und die Christlich-Soziale Union hielten nicht einmal das für nötig. (Link zur namentlichen Abstimmung in den Kommentaren)

Außerdem ging es um das Recht auf sichere, legale Abtreibung in der Grundrechtecharta. Auch das haben CDU und CSU mit abgelehnt.

Zum Glück denken viele Abgeordnete in Europa anders als die deutsche CDU/CSU-Gruppe. Der Text wurde mit 390 zu 218 Stimmen angenommen.

Der Bundesgesundheitsminister kommt aus derselben Partei. Von Carsten #Linnemann habe ich zu dieser Abstimmung bislang nichts gelesen. Das wäre die Gelegenheit zu zeigen, dass Berlin es anders sieht als die eigene Gruppe in Brüssel. 42 Millionen Frauen in Deutschland würden zuhören. Allein in Deutschland leben rund zwei Millionen Frauen mit Endometriose, viele warten bis zu zehn Jahre auf eine Diagnose.

Eine Begründung für das Nein habe ich nirgends gefunden. Wäre mal interessant zu wissen, was an die #CDU/#CSU bewegt hat, dagegen zu stimmen.

Eine meiner Töchter darf schon wählen, die andere in anderthalb Jahren. Beide haben mich gefragt, warum eine Partei gegen Forschung zu Frauengesundheit stimmt. Ich hatte keine Antwort.

https://howtheyvote.eu/votes/196156

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