Freitag, 28. November 2025

Wo die Energiewende erfolgreich ist: unerwartete Entwicklungen in Afrika

 

Daniel Mautz LinkedIn

Ein Elektrobus fährt durch sechs afrikanische Länder. Aber in Deutschland heißt es weiter: Das geht nicht

Ein E-Reisebus aus Uganda fährt 13.000 Kilometer quer durch Afrika. Sechs Länder, 64 Passagiere, 500 Kilometer Reichweite, alles elektrisch. 

Und während dort einfach gemacht wird, erklärt man hierzulande noch immer, warum das alles gar nicht geht. Weil Ladeinfrastruktur. Weil Reichweite. Weil Afrika angeblich nicht als Vergleich taugt.

Was für ein Unsinn. Der Bus beweist, dass Elektromobilität auch unter schwierigen Bedingungen funktioniert. Dass es kein Hightech-Land braucht, sondern Entschlossenheit. Und dass man mit Machen weiter kommt als mit Bedenken. 

Während man hierzulande noch klagt, dass man seinen SUV nicht in 4 Minuten volltanken kann, wird dort Zukunft gebaut. Lautlos, effizient und unabhängig vom Öl.

Aber gut, bei uns erklärt man ja lieber, warum alles schwierig ist. Und vergisst, dass die größte Blockade nicht in der Technik steckt, sondern im Kopf.



Kommentar von Frieder Kunz

An der #TechnischeHochschuleBingen gibt es viele Studierende aus Afrika, die berichten von tollen Projekten und Regionen, die Deutschland bei der Dekarbonisierung überholt haben. Wie kann man nur so engstirnig sein, zu denken, Deutschland wäre noch führend und vorbildlich bei der Transformation?



Peter Marwan LinkedIn  hier

Es wird übrigens in Zukunft auch schwierig, alte Verbrenner nach Afrika zu verscherbeln. 

Zum Beispiel Busse mit Verbrennermotor werden viele Länder nicht mehr haben wollen. Denn Kiira Motors baut in Uganda eigene Elektro-Busse. Und die sehen nicht nur sehr ordentlich aus, sondern können offenbar auch was... 


 


Daniel Mautz LinkedIn  hier

Solar in Afrika boomt. Aber klar, hierzulande rechnen ja nur Ideologen

In vielen Regionen Afrikas wächst der Solarausbau rasant. Nicht, weil dort jemand die Klimadebatten in Europa verfolgt. Sondern weil es sich lohnt. Weil Sonne verfügbar ist. Weil Dieselgeneratoren teuer sind. Und weil sich Investitionen in dezentrale Solarversorgung schlicht rechnen. 

Während hierzulande also noch diskutiert wird, ob sich das alles überhaupt funktioniert, liefern dort Fakten die Antwort.
Das Argument, erneuerbare Energien seien teuer, kompliziert oder nur was für reiche Länder, wird mit jeder neuen Anlage in Afrika absurder. 

Dort investieren Kommunen, Unternehmer:innen und Haushalte in Solar, weil sie rechnen können. Es geht nicht um Gesinnung. Es geht um Wirtschaftlichkeit. Um Versorgungssicherheit. Um Perspektive.


Und genau das macht das deutsche Zögern so peinlich. 

Denn wenn Regionen mit deutlich weniger Infrastruktur und Kapital das schaffen, worüber wir seit Jahren nur sprechen, dann ist nicht die Technik das Problem. 

Sondern das Beharren auf alten Strukturen.
Wer behauptet, dass Solar nicht tragfähig sei,
muss jetzt erklären, warum es anderswo längst funktioniert. 

Und warum ausgerechnet wir es angeblich nicht hinbekommen.

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