Donnerstag, 14. April 2022

FRIEDRICHSHAFEN: Verkehrssituation schlechter geworden

Bewohner der Friedrichshafener Ortschaft Schnetzenhausen beklagen, dass die erhoffte Entlastung durch die B 31-neu nicht festgestellt werden könne. Im Gegenteil gebe es auf der Ortsdurchfahrt mehr Schleich- und besonders Schwerlastverkehr. Und oft werde im Begegnungsverkehr auf Gehwege ausgewichen. Anwohner fordern Tempo 30, Geschwindigkeitskontrollen durch Blitzer sowie ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen. 


12.04.2022  |  VON FABIANE WIELAND FABIANE.WIELAND@SUEDKURIER.DE  hier

Anwohner beklagen Verkehrszunahme

.... Beide Frauen haben in den vergangenen Monaten festgestellt, dass insbesondere der Schwerlastverkehr in Schnetzenhausen deutlich zugenommen habe. Auch viele Autofahrer würden die Strecke durch den Ort nutzen. „Dabei sollte die Stadt – und dazu gehören schließlich auch die Ortsteile – durch die B 31-neu doch entlastet werden“, kritisiert Claudia Benz.

In Fischbach sei es entlang der Ortsdurchfahrt seit der Eröffnung der B 31-neu sowie der Reduzierung auf Tempo 30 „herrlich ruhig“, sagt Claudia Benz. Dafür habe sich der Verkehr jetzt auf die umliegenden Strecken und damit auch nach Schnetzenhausen verlagert. „Hier macht sich außerdem bemerkbar, dass viele Autofahrer nach wie vor das B-31-Nadelöhr Hagnau umfahren wollen. Die fahren durch Schnetzenhausen und biegen am Kreisverkehr in Richtung Markdorf ab.“

....„Auf der B 31-alt wurde die Höchstgeschwindigkeit in mehreren Bereichen von 50 auf 30 Stundenkilometer reduziert, das hätte hier auch längst passieren müssen“, sagt Claudia Benz. Sogar in Hagnau sei vor Jahren Tempo 30 durchgesetzt worden – und das sei immerhin eine Bundesstraße – „dann wird das auf einer Landesstraße wie hier doch wohl auch möglich sein“, betont die Friseurmeisterin. Die Höchstgeschwindigkeit müsse zudem mit Blitzern überwacht werden. „Außerdem brauchen wir dringend ein Lkw-Verbot“, so Claudia Schmid. Von der Stadt fühlen sich die Betroffenen alleingelassen. Anders als andere Ortschaften habe Schnetzenhausen keinen Ortsvorsteher mehr, der sich bei der Verwaltung für die Interessen der Bewohner einsetzen könne. „Ich weiß auch nicht, was wir noch tun können, außer immer und immer wieder auf die Missstände hinzuweisen“, sagt Claudia Schmid.

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