Nils Müller /Green Planet Energy eGWir wollen mehr Energiewende. Und wir brauchen sie jetzt!
Selten war ein Signal aus der Wirtschaft so klar: Mittlerweile sogar schon über 3.300 Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen wenden sich gemeinsam gegen das Abbremsen der Energiewende – und gegen eine Energiepolitik, die fossile Abhängigkeiten verlängert statt Zukunft zu sichern.
Als Green Planet Energy eG sind wir als Erstunterzeichner dabei. Und je breiter der Appell wird, desto deutlicher wird: Das ist kein Branchen‑ oder Klima‑Nischenthema. Das ist die Stimme der Wirtschaft.
Denn die größte Belastung für Wachstum, Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit ist unsere Abhängigkeit von fossilen Energien. Steigende Preise für Öl und Gas wirken derzeit wie eine Wachstumsbremse. Geopolitische Abhängigkeiten und volatile Märkte übersetzen sich direkt in Kosten und Unsicherheit. Dieses Risiko ist bekannt – und es ist vermeidbar. Ein energiepolitischer Rollback wäre deshalb schon allein ökonomisch völlig kontraproduktiv. Er verzögert Investitionen, verunsichert Geschäftsmodelle und kostet wertvolle Zeit auf dem Weg zur klimaneutralen Gesellschaft.
Unternehmen investieren dort, wo politische Entscheidungen Verlässlichkeit ausstrahlen. Wo klar ist, dass Effizienz, Flexibilität und erneuerbare Technologien nicht infrage gestellt, sondern konsequent skaliert werden.
Unser gemeinsamer Wirtschaftsappell formuliert genau diesen Anspruch:
Eine schnellere Energiewende ist die Voraussetzung für stabile Preise, resilientere Märkte und nachhaltige Wertschöpfung in Deutschland.
Gut, dass so viele Unternehmen das gemeinsam und deutlich sagen.
Jetzt braucht diese Stimme politisches Gewicht.
👉 Wer den Wirtschaftsappell mittragen möchte: Wirtschaftsappell an die Koalitionsfraktionen der CDU/CSU und SPD: Bei Energiewende auf Kurs bleiben!
Simone Peter
Mehr als 1.700 Unternehmen haben vor dem Wochenende einen Appell gegen die Energiepolitik der Bundesregierung unterzeichnet, vor allem mit Blick auf die geplanten Reformen von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche.
Längst ist für die Wirtschaft sichtbar, dass die fossile Abhängigkeit den Standort schwächt, strompreissenkende Erneuerbare, Wärmepumpen und e-Autos dagegen die Energieversorgung und damit den Standort sichern. Das sehen auch immer mehr Menschen an ihrer Energierechnung: die Energiewende lohnt sich, auch volkswirtschaftlich. Klima und Wirtschaft sind längst kein Widerspruch mehr. So erklärt sich u.a. auch das Wahlverhalten.
Die neue Energiepreiskrise durch die Angriffe im Nahen/Mittleren Osten machen die Beschleunigung der Energiewende noch drängender - in allen Sektoren.
Frankfurter Rundschau hier 08.03.2026,Von: Peter Sieben
Schwerer Vorwurf gegen Ministerin Reiche – Unternehmer „extrem besorgt“
wegen Energiepolitik
Deutsche Unternehmen fordern in einem Appell ein Umdenken zur Energiewende. Die Grünen wollen das Papier als Online-Petition ins Netz stellen – und richten sich vor allem gegen Ministerin Reiche.
Die Grünen gehen mit ihrem Widerstand gegen die Energiepolitik der Bundesregierung in die nächste Runde – gemeinsam mit zahlreichen deutschen Unternehmen haben sie einen Appell an die schwarz-rote Koalition formuliert, der der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media exklusiv vorab vorliegt.
...Reiches Ministerium will den bisherigen Vorrang für erneuerbare Energien beim Netzanschluss und der Einspeisung deutlich einschränken. Fossile Kraftwerke könnten dadurch priorisiert werden. Kritik daran kam auch vom Koalitionspartner SPD. Eine Online-Petition mit dem Titel „Rettet die Erneuerbaren Energien“ haben rund 200.000 Menschen unterzeichnet....
Grüne wettern gegen Reiche-Pläne: „Extrem besorgt“
...„Die Unternehmen der Erneuerbaren-Branche schlagen Alarm. Das sollte Wirtschaftsministerin Reiche aufrütteln“, so Brantner im Gespräch mit unserer Redaktion. „Wer blind eine Wachstums- und Zukunftsbranche wie die erneuerbaren Energien ausbremst, nur um den fossilen Konzernen zu dienen, setzt die Versorgungssicherheit in Deutschland aufs Spiel.“ Und weiter: „Wir sehen, wie verletzlich und abhängig wir sind, wenn neue Konflikte ausbrechen, wie jetzt im Iran.“
Zu den Erstunterzeichnern gehören unter anderem die Naturstrom AG, Greentech AG oder der Konzern Enertrag, der weltweit im Bereich erneuerbare Energien aktiv ist. In dem Papier heißt es: „Bei aller Notwendigkeit zu Reformen: Die Energiewende in Deutschland ist ein riesiger Erfolg und ihre entschlossene Fortführung ist eine wirtschaftspolitische Schicksalsfrage unserer Zeit.“ Die Energiekrise nach der plötzlichen Kappung russischer Gaslieferungen habe gezeigt, welchen Wert eine resiliente Energieversorgung für die deutsche Wirtschaft habe. „Solar- und Windenergie, aber auch heimische Biomasse und andere erneuerbare Quellen verschaffen uns diese Unabhängigkeit“, heißt es weiter.
Kritik an Katherina Reiche: 1.600 Unternehmer schreiben Brandbrief
Ein Appell mit mehr als 1.600 Unterzeichnern übt Kritik an der Energiepolitik der Bundesregierung. Die geplanten Vorhaben könnten die Energiewende gefährden.
Mehr als 1.600 Unternehmen haben sich einem Appell angeschlossen, der die Energiepolitik der Bundesregierung kritisiert. "Mit den Vorhaben, wie sie nun im Rahmen des Netzpakets oder den Eckpunkten eines Gebäudemodernisierungsgesetzes vorgestellt wurden, verliert die Bundesregierung die Ziele und Chancen der Energiewende aus den Augen", heißt es in dem Aufruf, der am Samstag auf der Webseite der Grünen veröffentlicht wurde. Die Partei erklärte dazu, den Text nicht zu verantworten – er gehe auf die beteiligten Unternehmen selbst zurück.
Das sogenannte Netzpaket will das Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU) vorlegen. Ein bekannt gewordener Entwurf des Gesetzes sieht unter anderem Verschlechterungen der Bedingungen für neue Solaranlagen von Privatleuten vor. Das Gebäudemodernisierungsgesetz soll das sogenannte Heizungsgesetz der Ampelregierung ersetzen und unter anderem den Einbau neuer Öl- und Gasheizungen länger ermöglichen. Diese Vorhaben stimmten die Unternehmen "extrem besorgt", heißt es in dem Aufruf.
Bisherige Planungen "entwertet"
Zum Netzpaket schreiben sie, dass es durchaus ein Problem beim Stromnetzausbau gebe: "Bestehende Netzengpässe und der weitere Ausbau erneuerbarer Energien müssen besser synchronisiert werden." Der Fokus müsse dabei aber auf Digitalisierung und Flexibilisierung liegen. "Die geleakten Vorschläge aus dem Bundeswirtschaftsministerium haben hingegen das Potenzial, den Erneuerbaren-Ausbau scharf auszubremsen."
Bei der Abschaffung des Heizungsgesetzes kritisieren die Unternehmen vor allem, dass bisherige Planungen von Kommunen im Rahmen der Wärmeplanung "entwertet" würden und "massive Einbrüche bei Aufträgen für Handwerk, Bau- und Energiebranche drohen".
Zudem liegen bislang nur Eckpunkte für das neue Gesetz vor – anstelle bestehender Regelungen träten also "erst einmal Unklarheit und Rechtsunsicherheit".
Unter den Unternehmen, die den Aufruf bislang unterzeichnet haben, sind viele kleinere Unternehmen aus dem Energiesektor, zudem etwa Architekturbüros oder Beratungsunternehmen. Auch viele auf den ersten Blick fachfremde Betriebe wie Arztpraxen, Werbeagenturen oder Tourismusanbieter finden sich in der Liste.
Knapp 2.400 Unternehmen kritisieren Energiepolitik der Bundesregierung
Hunderte Unternehmen zeigen sich "extrem besorgt", dass die Energiewende abgewürgt werde. Sie warnen vor Auftragseinbrüchen und der Entwertung bisheriger Planungen.
....Der Strombedarf in Deutschland werde "rapide" steigen und über wirtschaftlichen Aufschwung und Ansiedlungen entscheiden – ob stromintensive Zukunftsbranchen wie KI und Rechenzentren, Ladestrom für den Hochlauf der Elektromobilität oder eine Senkung der Energiekosten für die chemische Industrie.
Die Energiewende habe Schieflagen, schrieben die Unternehmen. "Aktuell sind wir jedoch extrem besorgt, dass diese wirtschaftlichen Potenziale und energiepolitischen Notwendigkeiten mit den aktuellen Vorschlägen der Bundesregierung ignoriert oder verkannt werden", fügten die Unternehmen hinzu.
Das Gebäudemodernisierungsgesetz soll das sogenannte Heizungsgesetz der Ampelregierung ersetzen und unter anderem den Einbau neuer Öl- und Gasheizungen länger ermöglichen. Hier kritisieren die Unternehmen vor allem, dass bisherige Planungen von Kommunen im Rahmen der Wärmeplanung "entwertet" würden und "massive Einbrüche bei Aufträgen für Handwerk, Bau- und Energiebranche drohen". Zudem lägen bislang nur Eckpunkte für das neue Gesetz vor – an Stelle bestehender Regelungen träten also "erst einmal Unklarheit und Rechtsunsicherheit".
Engpässe müssten besser synchronisiert werden
Das sogenannte Netzpaket will das Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU) vorlegen. Ein bekannt gewordener Entwurf des Gesetzes sieht unter anderem vor, dass sich die Förderung für neue Solaranlagen von Privatleuten verschlechtert. Dazu schreiben die Unternehmen, dass es durchaus ein Problem beim Stromnetzausbau gebe: "Bestehende Netzengpässe und der weitere Ausbau erneuerbarer Energien müssen besser synchronisiert werden." Der Fokus müsse dabei aber auf Digitalisierung und Flexibilisierung liegen. "Die geleakten Vorschläge aus dem Bundeswirtschaftsministerium haben hingegen das Potenzial, den Erneuerbaren-Ausbau scharf auszubremsen."
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