Dirk Specht / LinkedIn 30.3.26
Zur Abwechslung ein "Wetterbericht" aus der Region, in der ich gerade unterwegs bin. Hier beginnt so langsam die
Monsunzeit, zunächst mit Hitze und noch mehr Luftfeuchtigkeit.
Beides momentan ungewöhnlich hoch, wir hatten bereits bis 40 Grad.
Macht mir sogar wenig aus, bin trotzdem auf einen kleinen Berg gestiefelt. Die Menschen hier machen sich aber Sorgen, ich reise ja bald ab und es soll regional in ca. zwei Wochen sogar 48-50 Grad werden.
Was tatsächlich noch belastender ist: Die abendliche Abkühlung lässt nach. Gestern war es um Mitternacht noch 30 Grad (!!) Und weniger als 26 war es zum tiefsten Punkt auch nicht.
Ohne Klimaanlage ist das eine ganz erhebliche Belastung. Die Nächte hier sind viel schwieriger als die Tage. Das kann man nur nachvollziehen, wenn man es fernab von Klimatechnik mal erlebt. Was auf geschätzt eine Milliarde Menschen übrigens zutrifft.
Aber das ist ja nur "Wetter" und das gab es immer mal.
Kommentar Hans Jürgen Scholz
Ich lebe seit über 10 Jahren in Indien, jetzt schon ca 6 Jahre in Delhi- Gurgaon und kann das beschriebene nur bestätigen. Es gibt Zonen in Indien, die halte ich bereits für unbewohnbar, obwohl da immer noch Menschen leben. Das sind unvorstellbare Zustände, ohne AC nicht auszuhalten.
Zeit hier 21. März 2026,Quelle: DIE ZEIT, AFP, edd
Klimawandel: Zahlreiche US-Städte messen Rekordtemperaturen
Im Westen der USA werden Temperaturen bis zu 44 Grad gemessen. Folgen des Klimawandels, sagen Forschungsgruppen. Auf Hawaii droht nach Starkregen ein Dammbruch.
Im Westen der USA werden derzeit Rekordhitzewerte gemessen. Experten zufolge müssen sie als eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels betrachtet werden. Laut der Website Weather.com haben bereits 65 Städte neue März-Höchstwerte verzeichnet – von Arizona über Kalifornien bis Idaho.
Im kalifornischen Death Valley herrschten am Donnerstag 40 Grad. Im sonst oft kühlen und nebligen San Francisco kletterte das Thermometer auf 29 Grad. An vier Orten in der Wüstenregion nahe der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Kalifornien und Arizona wurden Extremtemperaturen von 44,4 Grad Celsius gemessen – ein Rekordwert in den USA für den Monat März.
Die außergewöhnliche Hitze zu Beginn des Frühlings hat Klimaexperten alarmiert. "Eine solche Hitzewelle zu dieser Jahreszeit wäre in einer Welt ohne den vom Menschen verursachten Klimawandel praktisch unmöglich", erklärte die internationale Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA) in einem Bericht. Trotz allgemein steigender Temperaturen sei mit einer solchen Hitze "nur etwa alle 500 Jahre" zu rechnen.
Hochwasserwarnung in großen Teilen Hawaiis
Im US-Bundesstaat Hawaii drohte unterdessen nach starken Regenfällen ein Staudamm zu brechen.
Die Behörden riefen rund 5.500 Menschen, die in der Nähe des Wahiawa-Staudamms im Norden der Insel Oahu leben, dazu auf, das Gebiet unverzüglich zu verlassen. Oahu ist die drittgrößte zu Hawaii gehörende Insel. Auf Oahu liegt auch die Hauptstadt von Hawaii, Honolulu.
Die Bewohner der Region wurden durch Sirenen sowie per Telefonmitteilungen gewarnt, wie die Stadtverwaltung von Honolulu mitteilte. "Wir haben Rettungskräfte, die von Tür zu Tür gehen", sagte der stellvertretende Kommunikationsleiter der Stadtverwaltung, Ian Scheuring, der Nachrichtenagentur AFP. Im Zentrum und an der Nordküste von Oahu sei die Lage "sehr ernst", fügte er hinzu.
Die Wetterdienste rechneten mit weiteren Niederschlägen bis zum Ende der Woche. Für einen Großteil von Hawaii gilt eine Hochwasserwarnung.
Euronews hier Von Angela Symons mit AP 2
Extreme auf neuem Niveau: Klimawandel ermöglicht Rekord-Hitzekuppel in den
USA
Der Rückzug der Versicherer ist für einen Experten das deutlichste Zeichen, dass unberechenbare Wetterextreme völlig außer Kontrolle geraten.
Die gefährliche Hitzewelle, die im gesamten Südwesten der USA im März neue Rekorde aufstellt, ist weit mehr als nur eine weitere extreme Wetterepisode. Sie ist das jüngste Beispiel einer neuen Stufe der Wetterextreme, die immer häufiger auftreten, je weiter sich die Erde aufheizt.
Fachleute warnen, dass beispiellose und tödliche Wetterextreme, die zu ungewohnten Zeiten und an ungewöhnlichen Orten zuschlagen, immer mehr Menschen in Gefahr bringen. Der Südwesten kennt zwar lebensgefährliche Hitze, aber nicht Monate vor dem üblichen Beginn der Saison. In der Wüste von Arizona wurde am neunzehnten März ein Wert von 43,3 Grad Celsius gemessen – die höchste Märztemperatur, die je in den USA registriert wurde.
Am Donnerstag meldeten Messstellen in Arizona und im Süden Kaliforniens vorläufig 43 Grad. Das wäre der heißeste Märztag seit Beginn der Aufzeichnungen in den Vereinigten Staaten.
„So sieht der Klimawandel in Echtzeit aus: Extreme, die über das hinausgehen, was wir früher für möglich hielten“, sagt der Klimaforscher Andrew Weaver von der University of Victoria. „Ereignisse, die früher als beispiellos galten, gehören inzwischen zum festen Repertoire einer wärmeren Welt.“
„Praktisch unmöglich ohne Klimawandel“
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