Sonntag, 15. März 2026

Landnutzungssektor verfehlt Klimaziele

 

Thünen-Institut/ LinkedIn

Zwar sind die Treibhausgas-Emissionen aus Wäldern, organischen Böden und landwirtschaftlichen Nutzflächen im Jahr 2025 um mehr als 30 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente gesunken. Mit der Emission von 26,9 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten blieb der deutsche Landnutzungssektor aber eine erhebliche Quelle für Treibhausgase.

Bis 2030 wird sich daran nichts ändern. Das zeigt die Projektion 2026, die künftig zu erwartende Emissionen modelliert.

Im Klimaschutzgesetz war vorgesehen, dass in Wald und Böden im Mittel der Jahre 2027 bis 2030 mindestens 25 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr dauerhaft eingebunden werden. Nun zeigen die aktuellen Berechnungen des Thünen-Instituts, dass stattdessen diese Menge bis 2030 freigesetzt wird. 

👉 Die meisten Emissionen stammen aus organischen Böden – vor allem aus trockengelegten Mooren. Die Wiedervernässung von Mooren ist deshalb nach wie vor das Mittel der Wahl, um die Treibhausgas-Emissionen im Landnutzungssektor erheblich zu senken.

👉 Die Landwirtschaft dagegen wird die Einsparziele für den Zeitraum 2021 bis 2030 um voraussichtlich 14,5 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente übererfüllen.  Zu den wirksamen Maßnahmen zählen etwa der effizientere Einsatz von Stickstoff und die Einsparung fossiler Energie. Auch die in den vergangenen Jahren gesunkenen Tierzahlen tragen dazu bei.

Das Thünen-Institut liefert jedes Jahr die Daten für die Treibhausgas-Berichterstattung der Bundesrepublik für den Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forst (Landuse, Landuse Change and Forestry, LULUCF) sowie für Teile der Landwirtschaft.

👉 Die Daten decken immer den Zeitraum vom Basisjahr der Berichterstattung 1990 bis zwei Jahre vor dem aktuellen Berichtsjahr ab. Zusätzlich wird eine vorläufige Schätzung für das Vorjahr, also 2025, erstellt.

Mehr Informationen findet ihr in unserer Pressemitteilung: https://lnkd.in/d4BrFxDM

 https://www.thuenen.de/de/newsroom/detail/landnutzungssektor-bleibt-auf-dauer-emissionsquelle-landwirtschaft-erfuellt-ziele-bis-2030



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