Brigitte Günther / LinkedIn
Letzte Woche hat Norwegen ein Tempo-30-Limit als Standard für Ortsdurchfahrten eingeführt.
Wenn eine Straße bewertet werde, solle eine Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde künftig der Ausgangspunkt sein, heißt es in einem Dokument der norwegischen Verkehrsbehörde Statens vegvesen.
Man solle sich künftig »an den Bedürfnissen von Fußgängern und Radfahrenden orientieren«.
Die neue Vorschrift richtet sich an die Kommunen. Wollen die Behörden in geschlossenen Ortschaften eine höhere Geschwindigkeit als 30 Kilometer pro Stunde erlauben, müssen sie künftig begründen, dass das Limit beispielsweise die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt. Zu den Bedingungen, um örtlich Tempo 40 oder 50 zu erlauben, zählen etwa von der Autofahrbahn getrennte Radspuren.
In der Hauptstadt Oslo gilt bereits in vielen Vierteln vollständig Tempo 30, ein Großteil des Innenstadtbereichs ist autoarme Zone.
Norwegen gehört bereits heute zu den Ländern mit den weltweit sichersten Straßen: So gab es im Jahr 2024 lediglich 16 Verkehrstote pro einer Million Einwohner (in Deutschland waren es doppelt so viele).
Auch in Deutschland bekamen Städte und Gemeinden im Jahr 2024 etwas mehr Spielraum für die Einrichtung von Tempo-30-Zonen. In einer Studie hatte das Umweltbundesamt im Jahr 2023 festgestellt, »Tempo 30 als innerörtliche Regelgeschwindigkeit einzuführen«, sei sinnvoll: Es führe zu weniger Lärm und mehr Sicherheit.
Quelle https://lnkd.in/dh5BZaKf
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