Am vergangenen Sonntag war Oberbürgermeisterwahl in Ravensburg.
Der amtierende
Bürgermeister hat sich drei Mitbewerbern gestellt, welche die Schwäbische
Zeitung als "nicht ernst zu nehmende Kandidaten" bezeichnet. Das
sahen nicht alle so. Mit der Politik von OB Rapp scheinen doch mehr Menschen
unzufrieden zu sein, als erwartet. Einige davon haben sich getraut, einen der
anderen Kandidaten zu wählen. "Protestwähler", so nennt Herr Rapp
diese. Der Wunsch nach einer "Klimagerechten mutigen Stadtpolitik mit Vision",
so interpretieren es Andere.
9,4 Prozent für den Kandidaten Umut Bulut und 8,1 Prozent für den Kandidaten
Samuel Bosch, zusammen 17,5 fehlende Prozent ließen den Amtsinhaber am
Wahlabend sichtlich angefressen wirken und sind schon so ein starkes Zeichen.
"Ich freu mich auf das versprochene kostenlose Kita-Jahr, die versprochene
bessere Nutzung von Leerstand und bestehendem Wohnraum und auf die versprochene
Photovoltaik-Offensive!" reflektiert Samuel Bosch über die Vorschläge für
Ravensburg, die im Wahlkampf bereits von OB Rapp aufgegriffen wurden.
"Das negative Image der 'Verbalökologie' abschütteln, funktioniert am besten, wenn man sozial-gerechte Klimamaßnahmen anpackt. Dazu möchten wir den OB und den Gemeinderat anstiften. Am Ende bleibt, dass auch OB Rapp vermutlich den Anspruch hat, ein OB für alle und nicht nur für seine Wähler*innen zu sein. Die zahlreichen Ideen für eine klimagerechte Stadt Ravensburg, mit mehr Bürger*innen-Beteiligung, Zusammenhalt und sozialer Gerechtigkeit, sind nicht mehr aus den Köpfen der Ravensburger*innen zu bekommen."

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