Sonntag, 29. März 2026

Bundesnetzagentur geht gegen 77 Stromnetzbetreiber vor

 Aha: Die Netzagentur reagiert endlich auf die lang bekannten Versäumnisse ...

hier  NTV  27.03.2026

Mangelhafter Smart-Meter-Einbau

Für eine erfolgreiche Energiewende braucht es in Deutschland unter anderem Smart Meter. 

Die Bundesregierung fordert eine Einbauquote von 20 Prozent von den Netzbetreibern. Die Vorgabe reißen allerdings viele - und müssen nun mit Konsequenzen rechnen.

Die Bundesnetzagentur hat wegen Versäumnissen bei der Installation intelligenter Stromzähler 77 Verfahren gegen Stromnetzbetreiber eingeleitet. Sie hätten die gesetzlich festgelegte 20-Prozent-Quote für den sogenannten Smart-Meter-Rollout nicht eingehalten, teilte die Behörde in Bonn mit.

Der Einbau von Smart Metern spiele eine zentrale Rolle für die Digitalisierung des Stromsystems, erklärte Behördenpräsident Klaus Müller. "Wir stellen fest, dass viele Unternehmen die gesetzlichen Ausbauziele nicht erfüllen." In einem ersten Schritt würden nun Verfahren gegen die Unternehmen eingeleitet, die mit dem Rollout noch nicht begonnen haben.


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Denkfehler der Bundesregierung:

"Es ist wirklich dumm,
auf Gaskraftwerke statt Smartmeter zu setzen"


Die betroffenen Unternehmen können jetzt Stellung nehmen. Die Stellungnahmen werden dann geprüft und in weitere Entscheidungen einbezogen, wie die Behörde weiter mitteilte.

Unternehmen kann Zwangsgeld drohen

Ziel der Verfahren sei es, die Einhaltung der Ausbauziele über Zwangsgelder sicherzustellen. Diese Zwangsgelder würden sich unter anderem an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bemessen. Sie müssten verhältnismäßig sein.

Die Netzagentur kündigte weitere Aufsichtsverfahren an. "Betroffen hiervon sind vor allem kleinere und mittelgroße Unternehmen", erklärte ein Sprecher. "Diese Unternehmen haben in der Regel die zu erreichende Quote von 20 Prozent der Pflichteinbaufälle noch nicht mit intelligenten Messsystemen ausgestattet."


Flexible-Strom-Tarife: Energiekosten senken mit geringerem Risiko

Smart Meter messen alle 15 Minuten den Stromverbrauch eines Haushalts und übermitteln die Daten an die Netzbetreiber und Energielieferanten. Mit solchen intelligenten Messsystemen können Haushalte genau sehen, zu welcher Tageszeit sie wie viel Strom verbraucht haben. Haben Verbraucher einen speziellen Stromtarif abgeschlossen, können sie etwa den Betrieb einer Waschmaschine oder das Laden eines E-Autos in Zeiten mit viel Sonnen- und Windenergie legen, in denen Strom günstiger ist. Zugleich können Netzbetreiber mit den Daten ihr Netz besser steuern.


Quelle: ntv.de, als/dpa



Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e. V. LinkedIn

𝗦𝗺𝗮𝗿𝘁-𝗠𝗲𝘁𝗲𝗿-𝗥𝗼𝗹𝗹𝗼𝘂𝘁 𝗶𝗺 𝗙𝗼𝗸𝘂𝘀 

⚡Die Bundesnetzagentur hat ein Verfahren gegen 77 grundzuständigen Messstellenbetreiber eingeleitet, die beim Rollout intelligenter Messsysteme ihre gesetzlichen Verpflichtungen bislang nicht erfüllt haben.

Konkret geht es um die vorgeschriebene Einbauquote von 20 Prozent der Pflichteinbaufälle bis Ende 2025. Unter die Pflichteinbaufälle fällt auch die Installation einer Wärmepumpe. 
Nach Angaben der Behörde haben zahlreiche Unternehmen – trotz wiederholter Hinweise – noch nicht einmal mit dem Rollout begonnen.
 
𝗪𝗮𝘀 𝗷𝗲𝘁𝘇𝘁 𝗽𝗮𝘀𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁
⚙️Die betroffenen Unternehmen erhalten nun die Möglichkeit zur Stellungnahme. Ziel der Verfahren ist es, die gesetzlichen Ausbauziele durchzusetzen – auch mithilfe von Zwangsgeldern, deren Höhe sich am jeweiligen Einzelfall orientiert.
Weitere Verfahren sind bereits angekündigt, insbesondere mit Blick auf kleinere und mittelgroße Unternehmen, die die vorgegebenen Quoten bislang nicht erreichen.
 
𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗮𝘀 𝗲𝗻𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝗱𝗲𝗻𝗱 𝗶𝘀𝘁
📊Der Rollout intelligenter Messsysteme ist ein zentraler Baustein für die Energiewende:
Er schafft Transparenz im Stromsystem, ermöglicht die Integration von Erneuerbaren Energien sowie steuerbaren Verbrauchern wie Wärmepumpen und Elektroautos – und ist Voraussetzung für die Flexibilisierung der Netze über Nutzung dynamischer Stromtarife.
Langfristig ist das Ziel klar: Bis 2032 sollen 90 Prozent der relevanten Messstellen mit intelligenten Zählsystemen ausgestattet sein.
 
Jetzt kommt es darauf an, dass die Verfahren konsequent durchgezogen und die richtigen Rückschlüsse daraus gezogen werden: Der Smart-Meter-Rollout muss mit hoher Geschwindigkeit umgesetzt werden.


Heise hier

Smart-Meter-Rollout: Endlich mehr Tempo auf zu niedrigem Niveau


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