Mittwoch, 18. Mai 2022

"Wir sind in einer absoluten Krisensituation"

Minister Habeck im ZDF  hier    mit Video  18.05.2022 - am Besten direkt anschauen

Die EU will die Offshore-Windenergie vorantreiben - dazu ist heute ein Gipfel in Dänemark geplant. Man wolle die Projekte gemeinsam entwickeln, betonte Minister Habeck im ZDF.

Energie solle "gemeinsam entwickelt, finanziert und verteilt" werden, so Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (B‘90/Die Grünen) vor dem Windgipfel in Dänemark.

Die Europäische Union plant eine Verzwanzigfachung der Offshore-Kapazitäten bis 2050, Deutschland engagiere sich dabei "sehr stark", sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) im ZDF-Morgenmagazin. "Unsere eigenen nationalen Pläne sind ja, dass wir bis 2030 die Kapazitäten auf 35 Gigawatt erhöhen wollen und dann auf 70 gehen."

Aber das Besondere sei, dass nun europäische Kraftwerke entstehen sollen, so Habeck.

Die Projekte sollen gemeinsam entwickelt, gemeinsam finanziert werden und der Strom gemeinsam verteilt werden.

"Und das ist eigentlich das Besondere auch an diesem Gipfel heute, dass nicht mehr jedes Land seinen eigenen Kram macht, sondern dass man das wirklich kooperativ angeht."  

Habeck betonte im ZDF zudem die Bedeutung des Energiesparens angesichts des Ziels, unabhängiger von russischer Energie zu werden.  

"Das eigentliche Geheimnis für den eigenen Geldbeutel wie auch für die Unabhängigkeit von Putins Energie ist, weniger Energie zu verbrauchen".  Robert Habeck

"Wir sind jetzt in einer absoluten Krisensituation", sagte Habeck im ZDF. "Und es ist jetzt meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass im Fall der Fälle - und das hieße, Putin dreht uns den Gashahn ab - wir nicht komplett nackt durch den Winter laufen." 


aus der Bauindustrie kommt massiver Gegenwind zum Ansatz Energie sparen hier

Gegenwind erhält Habeck auch vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB). „Statt in ganzheitlichen und technologieübergreifenden Ansätzen zu denken, bleibt die Fördersystematik Stückwerk. Mit einem Klein-Klein in der Förderung werden wir die energetische Gebäudesanierung jedoch nicht wie erforderlich vorantreiben“, sagte HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller unserer Redaktion.

„Mehr Geld allein wird es nicht richten, es muss endlich auch richtig eingesetzt werden“, forderte Müller. Konkret sprach er sich für bauindustrielle Sanierungsmethoden, etwa mit seriellen Sanierungen, Quartiersansätzen und großflächigeren Lösungsansätzen aus. Grundsätzlich sei es aber richtig, die Energieeffizienz stärken zu wollen, sagte Müller.

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