Sonntag, 23. Januar 2022

Stellungnahme zur Taxonomie: Bundesregierung akzeptiert Erdgas für den Übergang

 Handelsblatt  hier

Berlin lehnt die von Brüssel geplante Einstufung der Atomkraft als nachhaltig ab. Die Energiebranche begrüßt, dass Berlin Gas als Übergangstechnologie akzeptiert.

Die Bundesregierung wendet sich bei der EU-Kommission klar gegen die Einstufung von Atomkraft als nachhaltige Energiequelle. Gleichzeitig unterstützt sie eine entsprechende Einstufung von Gas als Brückenlösung, hält die bislang geplante Umsetzung aber nicht für akzeptabel.

Das geht aus der deutschen Stellungnahme zur sogenannten Taxonomie hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Sie wurde am Freitagabend an die Kommission übermittelt.

Während bei der Einstufung der Atomenergie in Berlin früh Einigkeit herrschte, wurde bis zuletzt um die Positionierung beim Gas gerungen, wie aus dem Umfeld der Regierung verlautete. In der Stellungnahme heißt es nun zwar, die Nutzung von Erdgas sei langfristig nicht nachhaltig.

„Jedoch bildet für die Bundesregierung der Brennstoff fossiles Gas in hochmodernen und effizienten Gaskraftwerken für einen begrenzten Übergangszeitraum – bis zur Umstellung auf einen auf erneuerbaren Energien beruhenden Energiesektor – eine Brücke“, heißt es in der Stellungnahme.

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